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Handelsübereinkommen zwischen EU und Kolumbien ab 1. August in Kraft

Commission Européenne - IP/13/749   26/07/2013

Autres langues disponibles: FR EN ES

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 26. Juli 2013

Handelsübereinkommen zwischen EU und Kolumbien ab 1. August in Kraft

Handelsbarrieren zwischen der EU und Kolumbien werden ab dem 1. August 2013 aufgehoben; zu diesem Datum tritt ein umfassendes und weitreichendes Handelsübereinkommen vorläufig in Kraft. Mit diesem Abkommen werden die Märkte für Ausführer in der EU und in Kolumbien geöffnet. Dies könnte für die Unternehmen zu jährlichen Einsparungen von mehr als 500 Mio. EUR führen. Die verbesserten und stabileren Bedingungen für Handel und Investitionen dürften die entsprechenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und der Andenregion fördern. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von der EU, Kolumbien und Peru im Juni 2012; sie wird nun unter allen drei Parteien angewendet werden.

Dieses Übereinkommen eröffnet ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen der EU und Kolumbien,“ sagte der EU-Kommissar für Handel, Karel De Gucht. „Und ich hoffe, dass die Unternehmen auf beiden Seiten die zahlreichen Chancen, die die Vereinbarung bietet, voll ausschöpfen. Wir sollten dieses Handelsübereinkommen als Ausgangsbasis für eine engere Beziehung zwischen der EU und der Andenregion nutzen.“

Durch das Abkommen werden Märkte für den Warenhandel zwischen der EU, Kolumbien und Peru geöffnet. Am Ende der Übergangszeit werden auf gewerbliche Erzeugnisse sowie Fischereierzeugnisse keine Zölle mehr erhoben, und der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen wird deutlich freier. Infolgedessen könnten Ausführer jährlich 500 Mio. EUR allein an Zöllen einsparen.

Der Hauptvorteil der neuen Handelsregelung erwächst aus einem Geschäftsumfeld, das transparenter und besser vorhersehbar ist und in dem Bedingungen leichter durchsetzbar sind. Für Unternehmen und Verbraucher auf beiden Seiten dürften sich dadurch ganz beträchtliche neue Möglichkeiten auftun. Bessere Voraussetzungen für die Schaffung geschäftlicher Beziehungen sollten zu stärker integrierten Wertschöpfungsketten führen und den Technologietransfer erleichtern.

Das Abkommen zwischen der EU und Kolumbien enthält weitreichende Bestimmungen über den Schutz der Menschenrechte, das Rechtsstaatsprinzip sowie zur wirksamen Umsetzung internationaler Übereinkommen in den Bereichen Arbeitnehmerrechte und Umweltschutz. Zivilgesellschaftliche Organisationen werden systematisch an der Überwachung der Einhaltung dieser Verpflichtungen beteiligt.

Ziel des Übereinkommens zwischen der EU, Kolumbien und Peru ist auch die Förderung der regionalen Integration zwischen den Andenländern. Daher besteht für die anderen Länder der Andengemeinschaft — Ecuador und Bolivien — nach wie vor die Möglichkeit, der Partnerschaft beizutreten.

Abschlussverfahren

Kolumbien hat seine internen Ratifizierungsverfahren im Juni abgeschlossen und ist ab dem 1. August zur Anwendung des Abkommens bereit. Die EU und Peru haben die erforderlichen Formalitäten bereits vor einigen Monaten erledigt und wenden das Übereinkommen bereits seit Anfang März 2013 bilateral an (IP/13/173).

Bis alle EU-Mitgliedstaaten den Vertrag ratifiziert haben, wird er nur vorläufig förmlich angewendet. Dies beeinträchtigt den Handel allerdings nicht, und die Wirtschaft kann bereits von dem Übereinkommen profitieren.

Hintergrund

Die EU ist Kolumbiens drittgrößte Quelle für Importe. Bei den Einfuhren aus der EU handelt es sich überwiegend um Maschinen und Fahrzeuge. Gleichzeitig stellt Kolumbien den zweitgrößten Ausfuhrmarkt der EU dar. Die Nachfrage in der EU nach kolumbianischen Produkten betrifft überwiegend die Bereiche Landwirtschaft, Kraftstoffe und Bergbau. Das Handelsabkommen sollte es Kolumbien ermöglichen, seine Ausfuhren in die EU nicht nur in den Wirtschaftszweigen Landwirtschaft und Fischerei, sondern auch im Bereich der kolumbianischen gewerblichen Waren zu diversifizieren. Der Handel zwischen der EU und Kolumbien ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen; sein Volumen erreichte 2012 mehr als 14 Mrd. EUR. Die EU gehört außerdem nach wie vor zu den wichtigsten Investoren in Kolumbien.

Weitere Informationen

Voller Wortlaut des Handelsübereinkommens

MEMO: Zusammenfassung der Vorteile des Übereinkommens

Pressemitteilung (IP/13/173): Handelsübereinkommen der EU mit Peru läuft an – Kolumbien geht an den Start, 28. Februar 2013

Zu den Handelsbeziehungen zwischen der EU und der Andengemeinschaft

Kontakt:

John Clancy (+32 229-53773)

Helene Banner (+32 229-52407)


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