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Staatliche Beihilfe: Kommission genehmigt 24,2 Mio. EUR Beihilfe für Valeo für die Entwicklung eines neuen Hybridantriebs für Benzinfahrzeuge

Commission Européenne - IP/13/703   17/07/2013

Autres langues disponibles: FR EN

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 17. Juli 2013

Staatliche Beihilfe: Kommission genehmigt 24,2 Mio. EUR Beihilfe für Valeo für die Entwicklung eines neuen Hybridantriebs für Benzinfahrzeuge

Die Europäische Kommission ist nach entsprechender Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass die Beihilfe, die Frankreich dem Automobilzulieferer Valeo für das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „ESSENCYELE“ gewährt hat, mit den EU-Beihilfevorschriften vereinbar ist. Mit dem Vorhaben soll eine neue Zwischenform eines Hybridsystems („Mildhybrid“) für Kfz mit Benzinmotor entwickelt werden. Hierbei handelt es sich um einen Kompromiss zwischen den bestehenden Hybridformen „Mikrohybrid“ (Stopp-Start-Automatik), mit denen wenig CO2 eingespart wird, die aber auch wenig kosten, und „Vollhybrid“ (Möglichkeit des reinen Elektroantriebs), mit denen sich hohe CO2-Einsparungen erzielen lassen, die aber kostspielig sind. Die Beihilfe dient der Behebung eines echten Marktversagens und verursacht keine übermäßigen Wettbewerbsverzerrungen.

Valeo erhält eine staatliche Beihilfe in Höhe von insgesamt 24,3 Mio. EUR, die sich aus Zuschüssen in Höhe von 8,3 Mio. EUR, rückzahlbaren Vorschüssen für die industrielle Forschung in Höhe von 5,3 Mio. EUR und rückzahlbaren Vorschüssen für die experimentelle Entwicklung in Höhe von 10,6 Mio. EUR zusammensetzt.

Die Kommission hat die Beihilfe auf ihre Vereinbarkeit mit dem Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI, siehe IP/06/1600 und MEMO/06/441) geprüft.

Sie kam zu dem Ergebnis, dass ESSENCYELE durch ein Marktversagen (namentlich aufgrund von Informationsasymmetrien und Problemen der Koordinierung der FuE-Partner) behindert wurde, so dass die Beihilfe nicht nur erforderlich war, sondern Valeo auch genügend Anreize für die Durchführung eines FuE-Vorhabens bot, zu dem sich das Unternehmen ansonsten nicht entschlossen hätte. Ohne die Beihilfe hätte Valeo seine FuE-Tätigkeit auf die besonderen Wünsche seiner Kunden konzentriert und seine Systeme nach und nach verbessert. Angesichts kontinuierlich neuer Technologien auf diesem Gebiet, des geringen Marktanteils von Valeo bei Projektabschluss und des starken Gegengewichts der Automobilhersteller konnte die Kommission schließlich jegliches Risiko einer übermäßigen Wettbewerbsverzerrung ausschließen.

Hintergrund

Nach erfolgreichem Abschluss des Projekts ESSENCYELE wird Valeo einen Elektroantrieb mit integrierter Elektronik („i-Motor“) und vier neue Bauteile für Verbrennungsmotoren auf den Markt bringen: einen Rechner zur Motorsteuerung (ECU), ein System der Abgasrückführung (EGR), einen elektrischen Wastegate-Steller für die Turbine des Turbolader („Turbo e-actuator“) und ein elektrisches System der Zylinderabschaltung (e-DoD).

Valeo wird das Projekt ESSENCYELE zusammen mit vier anderen Unternehmen (Hutchinson, GKN, PSA und dem mittelständischen Unternehmen EFS) und sieben Forschungseinrichtungen (IFPEN, CORIA, L2EP, LAPLACE, TEMPO, SATIE und LEC) durchführen. Die Beihilfen, die die begünstigten Partner für die Durchführung von ESSENCYELE erhalten, entsprechen einer französischen Regelung für staatliche Beihilfen für FuE (Sache SA.32466), die die Kriterien der einschlägigen Gruppenfreistellungsverordnung erfüllt (siehe IP/08/1110 und MEMO/08/482).

Bei der Prüfung hat die Kommission dem von den Partnern verfolgten Innovationskonzept Rechnung getragen, dessen Besonderheit darin besteht, dass es von einem Zulieferer stammt, während Innovationen in diesem Sektor üblicherweise von den Automobilherstellern vorangetrieben werden. Die Zulieferer werden manchmal als Unterauftragnehmer beteiligt, beschränken sich aber in der Regel auf die Entwicklung einzelner Bauteile, während die Automobilhersteller – im Einklang mit ihren Leistungsvorgaben – die Kontrolle über die Gesamtkonstruktion wahren. Die branchenweite Verbreitung von Innovation geht normalerweise mit kostspieligen Anpassungen und einer je nach der Dauer der Marktexklusivität des Herstellers mehr oder weniger langen Latenzzeit einher. Da bei ESSENCYELE ein Zulieferer das Projekt leitet, zielt dieses auf allgemeine Verfügbarkeit ab, ein wichtiger Faktor für die rasche Verbreitung innovativer technischer Lösungen in der gesamten Branche.

Sobald alle Fragen im Zusammenhang mit dem Schutz vertraulicher Daten geklärt sind, wird die nichtvertrauliche Fassung des Beschlusses über das Beihilfenregister auf der Website der GD Wettbewerb unter der Nummer SA.34666 zugänglich gemacht. Über neu im Internet und im Amtsblatt veröffentlichte Beihilfebeschlüsse informiert der elektronische Newsletter State aid Weekly e-News.

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513, Twitter: @ECspokesAntoine )

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)


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