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Umweltpolitik: Europäer wollen striktere Luftqualitätspolitik der EU

Commission Européenne - IP/13/6   08/01/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 8. Januar 2013

Umweltpolitik: Europäer wollen striktere Luftqualitätspolitik der EU

Der jüngsten Umfrage zufolge ist eine Mehrheit der Europäer (56 %) der Ansicht, dass sich die Luftqualität in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert hat. In Italien sind 81 % dieser Meinung; in Frankreich, Griechenland, Rumänien, Spanien, Ungarn und Zypern ist dies bei 70 % bis 75 % der Befragten der Fall. Die Eurobarometer-Umfrage, mit der die Ansichten der Europäer zur Luftqualität in Erfahrung gebracht werden sollten, ließ starke Unterstützung für weitere Maßnahmen auf EU-Ebene erkennen. Fast vier Fünftel der Teilnehmer (79 %) finden, dass die EU zusätzliche Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung vorschlagen sollte. Die Teilnehmer wurden gezielt gefragt, ob ihnen die EU-Luftqualitätsnormen und die nationalen Emissionshöchstmengen bekannt sind. Von denjenigen, die von diesen Instrumenten wissen (25 % in beiden Fällen), waren über die Hälfte (58 % bzw. 51 %) der Meinung, dass diese verstärkt werden müssten. Diese Ergebnisse werden nun in die für das zweite Halbjahr 2013 geplante Überarbeitung der EU-Luftreinhaltungspolitik durch die Kommission einfließen.

Janez Potočnik, EU-Kommissar für Umweltpolitik, kommentierte: „Die Bürger wollen, dass wir handeln, worauf wir mit der Überarbeitung der Luftreinhaltungspolitik im Jahr 2013 reagieren werden. Sie fordern mehr Maßnahmen in wichtigen Sektoren und bessere Informationen über die Wirksamkeit der Politik. Um dies zu erreichen, müssen wir auf allen Ebenen der Politik zusammenarbeiten – und mit konkreten Aktionen aufwarten.“

Die Umfrage ließ eine weitverbreitete Unzufriedenheit mit den derzeitigen Maßnahmen zur Luftreinhaltung erkennen. Sieben von zehn Europäern (72 %) bezeichnen sich als unzufrieden mit den Bemühungen der Behörden zur Verbesserung der Luftqualität. Außerdem zeigte die Umfrage, dass die Informationen über die Luftqualität allgemein als unzureichend angesehen werden. Knapp sechs von zehn Europäern (59 %) fühlen sich nicht angemessen über Fragen im Zusammenhang mit der Luftqualität informiert, wobei in Spanien 31 % und in Luxemburg, Lettland und Zypern 27 % der Befragten der Ansicht sind, überhaupt nicht informiert zu sein.

In Bezug auf die Frage, wie am wirksamsten gegen Luftverschmutzung vorgegangen werden kann, sprachen sich 43 % für striktere Emissionskontrollen in der Industrie und bei der Energieerzeugung aus. Emissionen aus Fahrzeugen (96 %), der Industrie (92 %) und dem internationalen Verkehr (86 %) werden als die wichtigsten Luftverschmutzungsfaktoren angesehen.

Die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf Gesundheit und Natur bereiten den Europäern ebenfalls Sorge. Knapp neun von zehn Befragten sind der Auffassung, dass mit der Luftqualität zusammenhängende Erkrankungen (z. B. Erkrankungen der Atemwege oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen) ein gravierendes Problem sind. Etwa acht von zehn Befragten betrachten Versauerung und Eutrophierung als gravierende Probleme.

Elektrofahrzeuge und hybride Benzin-Elektrofahrzeuge werden als der Luftqualität am zuträglichsten angesehen, und Strom wird als der umweltfreundlichste Energieträger für das Heizen in Haushalten betrachtet, gefolgt von Biomasse aus Holz, Gas und Biomasse-Pellets. Sieben von zehn Befragten sind der Auffassung, dass erneuerbare Energien als wichtigste Energieoption der Zukunft priorisiert werden sollten. Rund 85 % der Europäer unterstützen das „Verursacherprinzip“, nach dem die Verschmutzer auch für die Kosten von negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt aufkommen sollten. Auf die Frage, was jeder Einzelne zur Verbesserung der Luftqualität tun kann, nannten die meisten Teilnehmer als wichtigste Maßnahmen, die Benutzung des eigenen Fahrzeugs einzuschränken (63 %) und alte energieverbrauchende Geräte durch effizientere Modelle zu ersetzen (54 %).

Hintergrund

Trotz einiger Fortschritte in den vergangenen Jahren werden in den am dichtesten besiedelten Gebieten der EU immer noch einige Luftqualitätsnormen weit überschritten, insbesondere was Schadstoffe wie Feinstaub, bodennahes Ozon und Stickstoffdioxid anbelangt. Im Jahr 2013 wird die derzeitige Luftreinhaltungspolitik der Kommission überarbeitet, wobei ein Schwerpunkt darauf gelegt wird, Möglichkeiten zu finden, um die Qualität der Luft, die wir atmen, zu verbessern.

In diesem Zusammenhang hat die Kommission auch eine Online-Konsultation von Interessenträgern gestartet, bei der Bürger, Organisationen und Unternehmen in der EU ihre Ansichten und Vorstellungen von Optionen für die Überarbeitung der Luftreinhaltungspolitik äußern können. Die Online-Konsultation, die bis 4. März 2013 läuft, ist unter folgendem Link zugänglich:

http://ec.europa.eu/environment/consultations/air_pollution_en.htm

Eine erste Online-Konsultation von Interessenträgern wurde 2011 durchgeführt. Der Bericht kann abgerufen werden unter:
http://ec.europa.eu/environment/air/pdf/Survey%20AQD%20review%20-%20Part%20I%20Main%20results.pdf

Diese Eurobarometer-Umfrage zur Luftqualität, bei der über 25 000 EU-Bürgern aus allen Mitgliedstaaten eine Reihe von Fragen zum Thema Luftqualität gestellt wurde, fand im Herbst 2012 statt. Die Ergebnisse werden in die Überarbeitung der Luftreinhaltungspolitik der EU einfließen.

Weitere Informationen:

Weitere Einzelheiten zur Luftreinhaltungspolitik der EU:

http://ec.europa.eu/environment/air/index_en.htm

Die vollständigen Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage:

http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/flash_arch_360_345_en.htm#360

Ansprechpartner:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Monica Westeren (+32 229-91830)


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