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Europäische Krankenversicherungskarte: zwei von fünf Europäern haben eine

European Commission - IP/13/683   11/07/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 11. Juli 2013

Europäische Krankenversicherungskarte: zwei von fünf Europäern haben eine

Nach den jüngsten Zahlen verfügen mehr als 190 Millionen Europäerinnen und Europäer über eine Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK). Sie bescheinigt den Anspruch auf medizinisch notwendige Gesundheitsleistungen und ermöglicht ihrem Inhaber somit einen sorgenfreien Urlaub innerhalb der Europäischen Union, der Schweiz, Liechtensteins, Norwegens und Islands. Die Zahl der EKVK-Inhaber hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen und ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 15 Millionen gestiegen.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration: „Die Europäische Krankenversicherungskarte ist ein echter Erfolg: Zwei von fünf Europäern besitzen nun diese Karte, mit der man im Krankheitsfall oder bei einem Unfall während einer Auslandsreise Zeit und Geld sparen kann. In der Regel wird die EKVK problemlos akzeptiert. Kommt ein Mitgliedstaat jedoch seinen Verpflichtungen gemäß dem EU-Recht nicht nach und verweigert er die Annahme der Karte, so wird die Kommission Maßnahmen ergreifen, um die Rechte der europäischen Bürgerinnen und Bürger zu wahren.“

Durch Vorlage der EKVK wird bestätigt, dass der Inhaber Anspruch auf medizinisch notwendige Behandlungen im öffentlichen Gesundheitssystem des Aufenthaltslandes hat, und zwar zu den gleichen Bedingungen und Kosten wie Staatsangehörige dieses Landes. Die Karte wird unentgeltlich von der nationalen Krankenkasse im Herkunftsland ausgestellt. Sie darf nicht für geplante Behandlungen in einem anderen Land verwendet werden.

Krankenhäuser des öffentlichen Gesundheitssystems sind verpflichtet, sie anzuerkennen. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle erhalten Patienten, die eine EKVK vorlegen, die erforderlichen Gesundheitsleistungen und bekommen die Kosten ohne weiteres erstattet. Für den Fall, dass die EKVK nicht akzeptiert wird, sollten sich die Patienten an die zuständige Gesundheitsbehörde des Aufenthaltslandes wenden. Die Notfallnummern lassen sich leicht über die EKVK-App für Smartphones und Tablet-Computer (siehe unten) abrufen. Wird die Karte weiterhin abgelehnt, sollten die Patienten die Gesundheitsbehörden ihres Herkunftsstaates um Unterstützung ersuchen. Bestehen die Probleme fort, sollten sie sich an die Europäische Kommission wenden. Diese kann eine Untersuchung der Ansprüche einleiten und die Behörden des betreffenden Landes mit der Angelegenheit befassen, wie kürzlich im Falle Spaniens geschehen (IP/13/474). Gegen jeden Mitgliedstaat, der die EU-Vorschriften über die Verwendung der EKVK nicht befolgt, wird ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet.

Laden Sie die App herunter!

Die EKVK-App bietet Informationen über die Karte, Notruf-Telefonnummern, eine Liste der Behandlungen und Kosten, die abgedeckt sind, sowie darüber, wie man die Kostenerstattung beantragt und wen man bei Verlust der Karte kontaktieren kann. Die App enthält Daten zu 27 EU-Staaten sowie zu Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Sie ist in 24 Sprachen erhältlich und man kann zwischen den Sprachen wechseln. Die App wird in Kürze mit den Daten zum jüngsten EU-Mitgliedstaat Kroatien aktualisiert.

Sie ersetzt nicht die EKVK.

Weitere Informationen

Europäische Krankenversicherungskarte

Website von László Andor

László Andor auf Twitter

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Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Cécile Dubois (+32 229-51883)

Anhang: Anzahl der Europäischen Krankenversicherungskarten (EKVK) und provisorischen Ersatzbescheinigungen (PEB), die 2012 ausgestellt wurden und im Umlauf waren

Land

2012 ausge­stellte EKVK

EKVK im Umlauf

PEB

Anzahl der Versicher­ten

Anteil EKVK im Umlauf/
Versicher­te (%)

Österreich

963 081

8 106 607

5 843

8 466 000

95,75

Belgien

2 607 452

3 077 431

38 881

keine Angaben

-

Bulgarien

126 107

226 514

31 785

6 269 207

3,6

Schweiz

2 900 000

7 800 000

0

7 800 000

100

Zypern

43 331

44 789

36

650 000

6,89

Tschechische Republik

100 000

10 000 000

8 000

10 406 849 

96,09

Deutschland 

0

45 000 000

0

69 909 869

64,37

Dänemark

216 545

1 896 449

253

5 580 000

33,99

Estland

76 689

100 005

12 172

1 237 104

8,08

Griechenland

160 939

132 593

18 027

10 000 000

13,26

Spanien

1 699 470

3 541 197

746 436

5 428 465

65,23

Finnland

623 017

1 188 595

11 686

5 390 175

22,05

Frankreich

5 436 031

5 436 031

1 923 934

keine Angaben

-

Ungarn

332 184

1 126 512

32 588

9 591 813

11,74

Irland

380 864

1 254 160

90 159

keine Angaben

-

Island

45 069

82 605

498

321 857

25,67

Italien

9 000 000

60 000 000

100 000

60 000 000

100

Liechtenstein

9 899

37 544

96

37 544

100

Litauen

125 393

244 604

7 899

3 019 985

8,10

Luxemburg

144 428

529 403

13 850

726 351

72,88

Lettland

71 295

174 019

448

2 279 036

7,64

Malta

60 934

155 788

21

205 459

75,82

Niederlande

3 519 513

6 992 233

8 365

16 733 629

41,79

Norwegen

717 617

1 250 000

8 890

keine Angaben

-

Polen

1 552 145

1 304 123

16 717

32 936 838

3,96

Portugal

411 170

1 299 425

24 362

keine Angaben

-

Rumänien

286 553

109 210

76 827

18 290 954

0,60

Schweden

1 000 000

3 000 000

8 000

keine Angaben

-

Slowenien

689 090

648 463

157 661

2 313 251

28,03

Slowakei

895 691

1 849 210

106 468

5 219 751

35,43

Vereinigtes Königreich

5 352 713

24 065 266

10 062

keine Angaben

-

INSGESAMT

39,547,220

190 672 776

3 459 964


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