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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 11. Juli 2013

Verbesserung der Governance im Meeresbereich: Eine Chance für „blaues Wachstum“ im Mittelmeer

Einer von der Europäischen Kommission vorgelegten neuen Studie zufolge käme die Einrichtung von Meereszonen im Mittelmeerraum, zu denen auch Ausschließliche Wirtschaftszonen (AWZ) zählen würden, dem „blauen Wachstum“ und der Nachhaltigkeit in der EU im weiteren Sinne zugute. In der Studie werden Kosten und Nutzen der Einrichtung von Meereszonen im Mittelmeerraum untersucht und die Auswirkungen der Einrichtung von AWZ auf verschiedene meeresgestützte Tätigkeiten analysiert. AWZ könnten eine wirksamere Raumordnungspolitik ermöglichen, was wiederum zur Mobilisierung von Investitionen beitragen und die Wirtschaftstätigkeit fördern könnte.

Dazu Maria Damanaki, EU-Kommissarin für Maritime Angelegenheiten und Fischerei: „Es gibt riesige bisher ungenutzte Möglichkeiten im Mittelmeerraum, die durch die Einrichtung Ausschließlicher Wirtschaftszonen (AWZ) ausgeschöpft werden könnten. Die Festlegung und Einrichtung von Meereszonen bleiben weiterhin Hoheitsrecht jedes Küstenstaats. Wir müssen als EU gemeinsam gewährleisten, dass die richtigen Bedingungen für eine florierende „Blaue Wirtschaft“ geschaffen werden. Die Küstenstaaten im Mittelmeerraum könnten ihre Meereszonen auf der Grundlage das Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (UNCLOS) vereinbaren.“.

Die Studie konzentriert sich auf die Möglichkeiten, die Ausschließliche Wirtschaftszonen (AWZ) und andere ähnliche Zonen in Bezug auf Kosten und Nutzen für die Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Governance im Meeresbereich bieten könnten. Sie sollte auch im Rahmen der Agenda der Europäischen Kommission für „blaues Wachstum“ gesehen werden.

Ziele der EU Strategie für „blaues Wachstum“ sind nachhaltige(s) Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in der marinen und maritimen Wirtschaft, um zur wirtschaftlichen Erholung Europas beizutragen. Diese Wirtschaftssektoren beschäftigen 5,4 Millionen Menschen und verzeichnen eine Bruttowertschöpfung von insgesamt etwa 500 Milliarden Euro. Bis 2020 werden diese Werte voraussichtlich auf 7 Millionen bzw. 600 Milliarden Euro steigen. Im Mittelpunkt stehen die fünf Bereiche mit dem größten Wachstumspotenzial: „Blaue Energie“, Aquakultur, Meeres-, Küsten- und Kreuzfahrttourismus, marine Bodenschätze und „blaue Biotechnologie“.

Hintergrund

Im Mittelmeerraum sind die Küstenstaaten ebenso wie in anderen Meeresgebieten für die Regulierung menschlicher Tätigkeiten und die nachhaltige Weiterentwicklung ihrer „blauen Wirtschaft“ verantwortlich.

Ein großer Teil der Oberfläche des Mittelmeers liegt derzeit außerhalb der Gerichtsbarkeit oder Hoheitsgewalt der Küstenstaaten. In Bezug auf lebende aquatische Ressourcen und die Meeresumwelt ist sie daher nach wie vor weitgehend ungeschützt. Gleichzeitig ist eine echte wirtschaftliche Entwicklung innerhalb eines unsicheren Rechtsrahmens schwierig.

Im Jahr 2002 hat sich die Weltgemeinschaft auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg verpflichtet, die Produktivität und die biologische Vielfalt wichtiger und empfindlicher Meeres- und Küstengebiete, sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer nationalen Gerichtsbarkeit, zu erhalten. Allerdings gibt es keine besondere rechtliche Regelung für die Umsetzung der entsprechenden Bestimmungen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (UNCLOS), insbesondere im Hinblick auf den Schutz der Meeresumwelt in den Gebieten außerhalb der nationalen Gerichtsbarkeit. Diese Frage wird von den Vereinten Nationen seit 2006 erörtert.

Fiele ein größerer Teil des Mittelmeers unter die Gerichtsbarkeit der EU-Mitgliedstaaten, so wäre gewährleistet, dass in diesen Gebieten die EU-Rechtsvorschriften für Fischerei, Umwelt und Verkehr gelten, womit ein höheres Schutzniveau verbunden wäre.

Weitere Informationen

Der Abschlussbericht und die Zusammenfassung der Studie können unter folgender Internet-Adresse abgerufen werden:

http://ec.europa.eu/maritimeaffairs/documentation/studies/study-maritime-zones-in-mediterranean-sea_en.htm

Kontakt:

Oliver Drewes (+32 2 299 24 21)

Lone Mikkelsen (+32 2 296 05 67)


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