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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 11. Juli 2013

Zentralafrikanische Republik: EU erhöht humanitäre Hilfe

Die Europäische Kommission wird ihre humanitäre Hilfe für die Zentralafrikanische Republik um 8 Mio. EUR erhöhen. Dies kündigte Kommissarin Kristalina Georgieva heute in der Hauptstadt Bangui während eines gemeinsamen Besuchs mit Valerie Amos, Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen für humanitäre Hilfe und Koordinatorin für Nothilfe, an.

Georgieva und Amos besuchen das Land inmitten akuter Instabilität und einer sich rasch verschlechternden humanitären Situation. Mit den zusätzlichen 8 Mio. EUR, die im Laufe dieses Monats noch vom Europäischen Parlament und von den Mitgliedstaaten gebilligt werden müssen, steigt die dieses Jahr gewährte Soforthilfe der EU für die Zentralafrikanische Republik auf 20 Mio. EUR.

Seit Dezember vergangenen Jahres hat der Konflikt zur Vertreibung von 206 000 Menschen innerhalb des Landes geführt, während fast 55 000 in die Nachbarländer geflüchtet sind. Die humanitären Organisationen sind bei ihren Bemühungen, die Betroffenen zu erreichen, um ihnen Hilfe und Schutz zu bieten, mit extrem schwierigen Bedingungen konfrontiert.

„Die gesamte Bevölkerung von mehr als 4 Millionen Menschen ist von der derzeitigen Krise betroffen und leidet unter Plünderungen und Verletzungen von Menschenrechten“, erklärte Kommissarin Georgieva. „Die Lage verschlechtert sich rasch und wir müssen sofort handeln“.

„Ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass die Ereignisse in der Zentralafrikanischen Republik humanitäre Auswirkungen auf die gesamte zentralafrikanische Region haben. Rund 35 000 Menschen sind in die Demokratische Republik Kongo und mehr als 85 000 nach Kamerun geflohen. Tschad, Darfur und Südsudan sind ebenfalls betroffen“.

„Die EU ist der führende Geber für das Land, doch unsere Hilfe reicht nicht aus. Ich rufe unsere internationalen Partner der humanitären und Entwicklungshilfe auf, zusätzliche Anstrengungen zu unternehmen, um das Leid der zentralafrikanischen Bevölkerung zu beenden. Zum jetzigen kritischen Zeitpunkt kann unser aller Hilfe in diesem Land über Leben und Tod entscheiden“.

"Ich begrüße diese Ankündigung von EU Kommissarin Georgieva. Der Bedarf an humanitärer Nothilfe in der in der Zentralafrikanischen Republik ist schon jetzt enorm und steigt rasch weiter. 1,6 Millionen Menschen haben nicht genug Essen und Kinder sind besonders gefährdet. Ausbruch von Seuchen wie Malaria und Masern bedrohen auch Millionen von Menschen", sagte Valerie Amos, Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen für humanitäre Hilfe und Koordinatorin für Nothilfe.

Die neuen Finanzmittel bedeuten eine erhebliche Aufstockung der 8 Mio. EUR, mit denen letztes Jahr mehr als 430 000 Menschen geholfen wurde. Ziel ist die Unterstützung von unmittelbar lebensrettenden Maßnahmen wie der Bereitstellung von Grundnahrungsmitteln und wichtigen Bedarfsgütern, sowie von Unterkünften, medizinischer Versorgung, Schutz, Wasser, Hygieneartikeln und Sanitäranlagen.

Die Kommission ermöglicht mit ihrer Unterstützung, dass die Hilfe die bedürftigsten Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik erreicht, darunter Binnenvertriebene, Flüchtlinge und Rückkehrer. Die neu bewilligten Gelder werden über die humanitären Partnerorganisationen der Europäischen Kommission bereitgestellt, u. a. die Organisationen der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen.

Hintergrund

In der Zentralafrikanischen Republik, einem der ärmsten Länder der Welt, herrscht seit Jahrzehnten ein bewaffneter Konflikt. Nach erneuten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und der Seleka, einer Allianz von fünf Rebellengruppen, die unlängst die Hauptstadt Bangui eingenommen hat, befindet sich das Land im Aufruhr.

Die Europäische Kommission hat lebensrettende Maßnahmen in dem Land seit 2001 mit insgesamt 63,7 Mio. EUR unterstützt (dieses Jahr bisher mit 12 Mio. EUR). In den letzten fünf Jahren war die Europäische Kommission einer der Hauptgeber für die Zentralafrikanische Republik.

Wegen des schwierigen Zugangs zu den Menschen, die dort auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, unterstützt die Europäische Kommission den humanitären Flugdienst der Vereinten Nationen (UNHAS) mit 650 000 EUR.

Ein Team von humanitären Experten der Europäischen Kommission befindet sich vor Ort, um die Situation zu beobachten, Bedarfsbewertungen durchzuführen und den Einsatz von EU-Mitteln zu überwachen. Die Europäische Kommission arbeitet mit den humanitären Organisationen zusammen, die am besten in der Lage sind, in den betroffenen Ländern Hilfe zu leisten (UNICEF, Internationales Komitee vom Roten Kreuz, UNOCHA und mehrere NRO).

Darüber hinaus stellt die EU Entwicklungshilfe zur Verfügung, um auf grundlegende Bedürfnisse der bedürftigsten Bevölkerungsgruppen einzugehen. Zwischen 2008 und 2013 wurden für das gesamte Land rund 210 Mio. EUR über den Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) zugewiesen.

Weitere Informationen

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt :

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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