Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Europäische Kommission: Europas Universitäten müssen global denken

Commission Européenne - IP/13/678   11/07/2013

Autres langues disponibles: FR EN DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO HR

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 11. Juli 2013

Europäische Kommission: Europas Universitäten müssen global denken

Die internationale Hochschullandschaft unterliegt derzeit einschneidenden Veränderungen, hinsichtlich Form und Größe, mit verstärkter Konkurrenz aus Ländern wie China und Indien. Deshalb muss die Art, wie Europas 4000 Universitäten operieren – nicht nur international, sondern auch was das Bildungsangebot für europäische Studierende in ihren Heimatländern betrifft – einer Überprüfung unterzogen werden. Die Europäische Kommission startet heute eine neue Strategie mit der Bezeichnung „Europäische Hochschulbildung in der Welt“, die zwei Zielsetzungen verfolgt: Europas Hochschul­absolventinnen und -absolventen sollen die notwendigen internationalen Fähigkeiten erwerben, damit sie überall auf der Welt arbeiten können; für internationale Studierende soll Europa weiterhin die Destination ihrer Wahl bleiben. Über Erasmus+, das neue EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport, werden mehr als 400 Mio. EUR pro Jahr zur Verfügung stehen, um den internationalen Austausch von Studierenden zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen europäischen Universitäten und ihren Partnern weltweit zu verstärken.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte: „Entscheidend ist, dass Europas Universitäten global denken. Sie müssen strategisch handeln und den Ruf Europas als Ort der Spitzenqualität in der Hochschulbildung nutzen. Sie müssen international mobile Studierende und Lehrende fördern, erstklassige, innovative Studienpläne bieten sowie Spitzenqualität in Lehre und Forschung. Zahlreiche europäische Universitäten sind innerhalb der EU gut vernetzt, vielen fehlt jedoch eine klare Strategie, wie sie die Kontakte zu nichteuropäischen Partnern enger knüpfen können. Dies muss dringend geändert werden. Die Europäische Kommission bietet den Mitgliedstaaten Unterstützung beim Ausbau ihrer internationalen Netzwerke in der Hochschulbildung. Das lässt sich nicht mit einem Einheitsmodell bewerkstelligen: Jedes Land muss seine eigenen Stärken ausspielen.

Derzeit gibt es in der Europäischen Union mehr als 19 Millionen Studierende an Universitäten und anderen Hochschuleinrichtungen. Die Kommission unterstreicht, dass die Universitäten auch bei den 85 % der Studierenden, die nicht mobil sind, eine internationale Perspektive fördern müssen, damit auch sie die in einer globalisierten Welt erforderlichen internationalen Fähigkeiten erwerben. Das bedeutet, dass die Universitäten internationale Studienpläne ausarbeiten, Sprachenkenntnisse fördern und das digitale Lernen ausbauen müssen.

Es wird allgemein davon ausgegangen, dass sich die Zahl der Studierenden weltweit vervierfachen wird, von rund 100 Millionen im Jahr 2000 auf 400 Millionen im Jahr 2030, mit besonders starkem Wachstum in Asien und Lateinamerika. Derzeit ist Europa das Ziel von rund 45 % aller internationalen Studierenden, aber die Konkurrenz ist dabei, ihre Investitionen in die Hochschulbildung rasant zu erhöhen. Der größte Teil der international mobilen Studierenden kommt aus China, Indien und Südkorea.

Das neue Programm Erasmus+, das im Jänner 2014 startet, wird erstmals Studierenden aus Ländern jenseits der europäischen Grenzen Möglichkeiten eröffnen, einen Teil ihres Studiums an einer europäischen Universität zu absolvieren oder umgekehrt. Es sollen 135 000 Austausche von Studierenden und Hochschulpersonal zwischen der EU und dem Rest der Welt finanziert werden – 100 000 mehr als unter dem derzeitigen Programm „Erasmus Mundus“ – zusätzlich zu den 3 Millionen Austauschen von Studierenden und Hochschulpersonal innerhalb der EU.

Hintergrund

Die Strategie „Europäische Hochschulbildung in der Welt“ baut auf der Arbeit auf, die 2011 mit der EU-Agenda zur Modernisierung der Hochschulbildung (IP/11/1043) begonnen wurde und die Qualität und Relevanz der Hochschulbildung verbessern soll, damit die jungen Menschen über die für den Arbeitsmarkt richtige Mischung von Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügen.

Die Kommission engagiert sich für die Stärkung akademischer Partnerschaften weltweit. Mit Hilfe der neuen Generation von EU-Programmen, vor allem den Programmen Erasmus+ und Horizont 2020 für die Forschung, wird die Kommission auf dem Erfolg von Erasmus Mundus und den Marie-Curie-Maßnahmen aufbauen und die Internationalisierung und Modernisierung der europäischen Hochschulbildung zu einer Top-Priorität machen.

Die wichtigsten Ziele der Internationalisierungsstrategie der Europäischen Kommission:

  • Qualität der europäischen Bildung insgesamt durch die Förderung von Peer Learning, Zusammenarbeit und Vergleiche mit anderen Bildungsanbietern weltweit verbessern

  • Innovation und die Schaffung von Arbeitsplätzen ankurbeln, indem international mobile Studierende und gut ausgebildete Migrantinnen und Migranten nach Europa geholt werden

  • Horizonte erweitern, die Beschäftigungsfähigkeit erhöhen und Studierende auf ihre Rolle als Weltbürgerinnen und -bürger vorbereiten

  • neue Publikumsschichten in einer Weise beeinflussen und einbeziehen, die sich positiv auf die Stellung der EU in der Welt auswirkt

Weitere Informationen

Facts & Figures: European higher education in the world

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Europa 2020

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258), Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site