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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 8. Juli 2013

Zahl der Erasmus-Studierenden: 3-Millionen-Marke geknackt

Aus den heute veröffentlichten Zahlen geht hervor, dass seit Einführung des EU‑Austauschprogramms Erasmus im Jahr 1987 über 3 Millionen Studierende ein Erasmus-Stipendium in Anspruch genommen haben. Für das Hochschuljahr 2011/2012 belegen die Statistiken weiterhin, dass mehr als 250 000 Erasmus-Studentinnen und ‑Studenten dank des Programms einen Teil ihres Hochschulstudiums im Ausland verbringen oder ein Praktikum bei einer Firma im Ausland absolvieren konnten, um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern – diese Zahl ist ein neuer Rekord. Außerdem erhielten über 46 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Forschung, Lehre und Verwaltung Unterstützung aus dem Erasmus-Programm für einen Lehr- oder Weiterbildungsaufenthalt im Ausland – diese Erfahrung dient dazu, die Qualität von Lehre und Lernen in den 33 Teilnahmeländern des Programms (EU-Mitgliedstaaten plus Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz und Türkei) zu erhöhen.

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, erklärte: „Mit diesen neuen Rekordzahlen haben wir unsere Zielvorgabe von 3 Millionen Erasmus-Studierenden übertroffen – sie sind der Beweis dafür, dass der Erfolg und die Beliebtheit des Programms ungebrochen sind. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage und der hohen Jugendarbeitslosigkeit ist Erasmus wichtiger denn je: Dank der Kompetenzen und der internationalen Erfahrung, die sie bei ihrem Aufenthalt erworben und gesammelt haben, haben ehemalige Erasmus-Studierende bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und sind häufiger mobil. Mithilfe von Erasmus konnten wir auch die Qualität der Hochschulbildung in Europa entscheidend verbessern, indem wir unsere Hochschulen für die internationale Zusammenarbeit geöffnet haben. Für die Zukunft freue ich mich, dass wir mit unserem neuen Erasmus+-Programm in den kommenden sieben Jahren 4 Millionen jungen Menschen die Möglichkeit bieten, in einem anderen Teilnahmeland zu studieren, zu unterrichten, sich dort fortzubilden oder eine Freiwilligentätigkeit auszuüben.“

Die drei beliebtesten Zielländer für einen Erasmus-Studienaufenthalt waren im Hochschuljahr 2011/2012 Spanien, Frankreich und Deutschland. Spanien war auch das Land, das die meisten Studierenden ins Ausland schickte, gefolgt von Deutschland und Frankreich (siehe MEMO/13/647).

Rund 205 000 Studierende, das sind ca. 80 % der Erasmus-Stipendiaten im Hochschuljahr 2011/2012, verbrachten im Durchschnitt einen 6-monatigen Aufenthalt an einer Universität oder sonstigen Hochschuleinrichtung in einem anderen Teilnahmeland, den sie als Teil ihres Studiums absolvierten. Damit erhöhte sich die Zahl der Erasmus-Studierenden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 %. Die Unternehmenspraktika im Rahmen von Erasmus, bei denen ein 18%iger Zuwachs gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war, erfreuen sich weiterhin zunehmender Beliebtheit. Im Studienjahr 2011/2012 nutzten fast 50 000 Erasmus-Studierende (also jeder fünfte) diese Möglichkeit.

In den meisten Ländern war die Nachfrage nach Erasmus-Stipendien weiterhin größer als das Angebot. Der durchschnittliche monatliche Satz eines Erasmus-Stipendiums, das die zusätzlichen Lebenshaltungskosten im Ausland und die Reisekosten decken soll, betrug 252 EUR. Zusätzlich zu diesem Stipendium, dessen Höhe sich in den letzten drei Jahren nicht nennenswert geändert hat, werden in einigen Ländern noch Fördermittel von nationalen oder regionalen Stellen oder von den Hochschulen bereitgestellt.

Die Nachfolge von Erasmus tritt das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport „Erasmus+“ an, das im Januar 2014 anlaufen und im Zeitraum bis 2020 4 Millionen Menschen einen Studien-, Fortbildungs- oder Lehraufenthalt bzw. die Ausübung einer Freiwilligentätigkeit in einem anderen Teilnahmeland ermöglichen soll. Für den Planungszeitraum 2014-2020 soll das Programm mit einem Budget von rund 14,5 Mrd. EUR ausgestattet werden – dies sind 40 % mehr Mittel, als für die derzeitigen Programme zur Förderung der Mobilität in der allgemeinen und beruflichen Bildung zur Verfügung stehen. Unter Erasmus+ werden künftig das derzeitige Programm für lebenslanges Lernen (mit Erasmus, Leonardo da Vinci, Comenius und Grundtvig) sowie die Programme Jugend in Aktion, Erasmus Mundus, Tempus, Alfa, Edulink und die bilateralen Programme zur Zusammenarbeit mit Industriestaaten zusammengefasst.

Hintergrund

In ihrer Strategie für die Modernisierung der Hochschulbildung (IP/11/1043) hat die Europäische Kommission die Notwendigkeit unterstrichen, Studierenden mehr Möglichkeiten zu bieten, um sich durch Studien- oder Praktikumsaufenthalte im Ausland zusätzliche Kompetenzen anzueignen. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Studierenden, die ins Ausland gehen, bis 2020 auf mindestens 20 % zu erhöhen. Derzeit liegt der Anteil derjenigen, die mit Hilfe von Erasmus bzw. anderen öffentlichen Förderprogrammen oder auf eigene Kosten einen Studien- oder Fortbildungsaufenthalt im Ausland absolvieren, bei etwa 10 %. Rund 4,5 % erhalten ein Erasmus-Stipendium.

Das Erasmus Student Network (ESN) hat Studierende aus allen Teilnahmeländern des Programms ausgewählt, die 2012/2013 einen Erasmus-Aufenthalt absolviert haben, um einen Querschnitt aus der Rekordzahl der 3 Millionen Stipendiaten abzubilden. All diese Absolventen sind sich darin einig, dass diese Erfahrung ihre Erwartungen bei weitem übertroffen hat und dass sie sowohl privat als auch beruflich sehr viel mitgenommen haben. Viele Erasmus-Absolventen aus früheren Jahren, darunter einige bekannte Persönlichkeiten des heutigen öffentlichen Lebens in Europa (siehe Anhang 5), teilen diese Einschätzung.

Aus dem Erasmus-Programm wird aber nicht nur der Austausch von Studierenden und Hochschulpersonal gefördert – darüber hinaus werden auch Fördermittel für Gemeinschaftsprojekte, Sommerkurse und Netzwerke bereitgestellt, um die Qualität der Bildung zu verbessern, damit sie den Anforderungen des Arbeitsmarktes und der Gesellschaft insgesamt gerecht wird.

Weitere Informationen

MEMO/13/647 „Erasmus 2011/2012: Was steckt hinter den Zahlen?“

Europäische Kommission: Das Programm Erasmus

Statistiken zu Erasmus

Dynamik, Innovation und Impulse: Die Rolle von Erasmus in der Hochschulbildung

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter: @VassiliouEU

Anhang 1: Programm Erasmus 2011/2012 – Anzahl der Studierenden, die einen Auslandsaufenthalt absolvieren, pro Land

Anhang 2: Programm Erasmus 2011/2012 – Erasmus-Studierendenmobilität: Herkunfts- und Zielländer

Anhang 3: Programm Erasmus 2011/2012 – Die 100 Hochschuleinrichtungen, die die meisten Erasmus-Studierenden aufgenommen haben

Anhang 4: Bekannte Erasmus-Absolventen – Erfolgsgeschichten

Anhang 5: Vertreter der 3 Millionen Erasmus-Studierenden aus allen Teilnahmeländern

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)

Anhang 1

Programm Erasmus 2011/2012

Anzahl der Studierenden, die einen Auslandsaufenthalt (Studium oder Praktikum) absolvieren, pro Land Quelle: Europäische Kommission

Anhang 2

Programm Erasmus 2011/2012

Erasmus-Studierendenmobilität: Herkunfts- und Zielländer

Die Tabelle enthält die Gesamtzahl der Erasmus-Studierenden, die im Studienjahr 2011/2012 vom jeweiligen entsendenden Land (vertikale Achse) in das jeweilige Gastland (horizontale Achse) entsandt wurden.

Beispielsweise entsandte Belgien 7091 Studierende in andere Teilnahmestaaten und nahm selbst insgesamt 8593 Studierende auf; nach Frankreich entsandte Belgien 1107 Studierende, während es 243 Studierende aus Ungarn aufnahm.

Quelle: Europäische Kommission

Anhang 3

Programm Erasmus 2011/2012

Die 100 Hochschuleinrichtungen, die die meisten Erasmus-Studierenden aufgenommen haben


Quelle: Europäische Kommission


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