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Neue EU-Unterstützung für erneuerbare Energien in Nigeria

European Commission - IP/13/649   04/07/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 4. Juli 2013

Neue EU-Unterstützung für erneuerbare Energien in Nigeria

Die Europäische Kommission hat heute Finanzmittel von 27 Mio. EUR angekündigt, um die Verbesserung der Politik für erneuerbare Energien in Nigeria zu unterstützen. Derzeit hat ein großer Teil der nigerianischen Bevölkerung keinen Zugang zu Energie oder ist auf umweltschädliche Brennstoffe wie Holz und Kohle angewiesen – mit gravierenden Folgen für Gesundheit und Umwelt.

Das neue Programm „Energising Access to Sustainable Energy (EASE)“ zielt darauf ab, die Voraussetzungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz in Nigeria zu schaffen, wobei ein Schwerpunkt auf der Nutzung erneuerbarer Energiequellen durch kleine und mittlere Unternehmen sowie private Haushalte liegt.

„Derzeit verfügen 80 % der Bevölkerung im ländlichen Nigeria nicht über einen Zugang zu Strom. Unser Hauptziel besteht darin, bei einer erheblichen Senkung dieser Zahl zu helfen, doch es ist auch wichtig, die Lebensbedingungen derer zu verbessern, die zwar mit Strom versorgt sind, aber häufig zu wenig Licht für die Hausarbeit haben oder giftige Gase von schlecht funktionierenden Kochern einatmen müssen“, so der Europäische Kommissar für Entwicklung, Andris Piebalgs.

Das EASE-Programm wird mithilfe von Aufforstungsmaßnahmen auch auf die massive Entwaldung und das Abholzen von Bäumen für Brennholz eingehen, das die wichtigste Energiequelle für die Mehrheit der Bevölkerung darstellt. Darüber hinaus ist Nigeria das Land mit der zweithöchsten Gasabfackelungsrate, wodurch täglich 40 Millionen Tonnen CO2 produziert werden. Das EASE-Programm wird die Reduzierung des Abfackelns fördern und so dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und den Klimawandel durch die Verringerung von Treibhausgasen zu bekämpfen.

Weitere Maßnahmen, die im Rahmen des Programms durchgeführt werden sollen, umfassen die Ausarbeitung von Energiebewertungen und Strategien zur Verbesserung des Zugangs zu Energie, Schulungen zu wesentlichen Aspekten wie Normen, Standards und Gebühren sowie die Erstellung von Geschäftsplänen zum Nachweis der Rentabilität kleinerer Gasvorkommen.

Das neue Programm wird in Partnerschaft mit der Weltbank (Beitrag von über 4,6 Mio. EUR) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ; Beitrag von 9 Mio. EUR) durchgeführt.

Hintergrund:

Die EU hat über den 10. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF), der den Zeitraum 2007-2013 abdeckt, 697 Mio. EUR für die Zusammenarbeit mit Nigeria bereitgestellt. Die wichtigsten Bereiche der Entwicklungszusammenarbeit mit dem Land sind folgende:

  • Regierungsführung und Menschenrechte - 146 Mio. EUR

  • Frieden und Sicherheit – 402 Mio. EUR

  • Handel, regionale Integration und Energieversorgungssicherheit – 47 Mio. EUR

  • Gesundheit – 88 Mio. EUR

Bei der Programmplanung für den 11. EEF wird die EU gemeinsam mit Nigeria prüfen, wie die Ursachen des Terrorismus angegangen werden können.

EU-Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern im Energiebereich

Weltweit haben mehr als 1 Milliarde Menschen, von denen die Hälfte in Afrika lebt, keinen Zugang zu Strom. Dies ist eines der größten Entwicklungshemmnisse für Afrika.

Die EU ist der weltgrößte Geber für den Energiebereich und hat in den letzten fünf Jahren über 2 Mrd. EUR in Energieprojekte in Entwicklungsländern und mehr als 1 Mrd. EUR in Verbesserungen im Energiesektor in Afrika investiert, darunter auch in die Förderung des Zugangs zu modernen Energiedienstleistungen.

Zwischen Energie und Entwicklung besteht ein grundlegender Zusammenhang. Darum bildet die Energie auch einen wesentlichen Bestandteil der Agenda für den Wandel, dem Konzept der EU für die Reform ihrer Entwicklungspolitik. Diese Neuausrichtung zielt darauf ab, dass die EU sich stärker auf die strategisch wichtigsten und wachstumsorientiertesten Bereiche konzentriert.

Weitere Informationen

Website der EU-Delegation in Nigeria:

http://eeas.europa.eu/delegations/nigeria/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website des EU-Kommissars für Entwicklung Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229-81035)


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