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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 3. Juli 2013

EU und Japan gehen gemeinsam Datenexplosion an und bauen 100-Gbit/s-Internet auf – 5000 mal schneller als die heutige Durchschnittsgeschwindigkeit in der EU

Die Europäische Kommission und Japan präsentieren heute sechs Forschungsprojekte zur Neugestaltung der Internet-Architektur, um die Netze im Hinblick auf die Datenübertragung leistungsfähiger zu machen. Eines der Projekte besteht im Aufbau von Netzen, die 5000 mal schneller als die heutige durchschnittliche Breitbandgeschwindigkeit sind (100Gbps gegenüber 19,7Mbps).

Die dringende Notwendigkeit neuer und effizienterer Netze wird deutlich angesichts einer massiven Online-Datenexplosion, die sich in den kommenden zehn Jahren fortsetzen dürfte.

Die Welt erzeugt 1,7 Billiarde Bytes an Daten pro Minute; das Datenverkehrsaufkommen hat sich zwischen Anfang 2012 und Anfang 2013 verdoppelt und wird voraussichtlich bis 2018 um das Zwölffache ansteigen. Diese schnell wachsenden Datenmengen übersteigen die Übertragungskapazitäten der Netze.

Die mit rund 18 Mio. EUR geförderten Projekte beschäftigen sich mit Problemen wie Netzsicherheit, Netzkapazität, Speicherung, dichtem Datenverkehr und Energieeffizienz.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte: „Im Internet der Zukunft sollte es keinerlei Hindernisse geben und schon gar nicht, weil wir uns nicht auf die Datenrevolution vorbereitet haben“.

Folgende Projekte werden finanziert:

  • STRAUSS soll Glasfasernetze für mehr als 100 Gbit/s ermöglichen.

  • MiWEBA befasst sich mit Kapazitäten, indem bestehende Funkfrequenzen besser genutzt werden, um Ultra-Highspeed- und mobile Anschlüsse zu fördern.

  • NECOMA wird neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit personenbezogener Daten in empfindlichen Umgebungen (z. B. Krankenakten) durch Entwicklung neuer Parameter für die Bewertung solcher Bedrohungen und potenzieller Auswirkungen von Cyberangriffen untersuchen.

  • GreenICN versucht eine effiziente Energienutzung in Informationsnetzen zu gewährleisten. Es geht darum, die Zuverlässigkeit des Netzes nach Katastrophen (Erdbeben, Wirbelstürmen) zu prüfen, wenn die Ressourcen knapp sind und die Leistung der Netze entscheidend ist.

  • ClouT soll Echtzeit-Kontrollen von Sensoren und damit den Betrieb einer intelligenten Stadt in Bezug auf Energieverbrauch, Verkehrsfluss oder Notfälle ermöglichen. Dazu bezieht das Projekt Merkmale von „Cloud-Computing“ und „Internet der Dinge“ ein.

  • FELIX wird gemeinsame experimentelle Plattformen zwischen der EU und Japan einrichten, damit Universitäten und Forschungszentren neue Netztechnologien testen können. Diese neuen Plattformen werden Forschern die Nutzung ihrer Versuchsanlagen vereinfachen.

Hintergrund

In der Zukunft wird die Welt der Telekommunikation und Informatik aus vollständig vernetzten Nutzern und Geräten bestehen. Dies wird effizientere Technologien zur Bewältigung der mit dem hohen Verkehrsaufkommen oder Sicherheitsfragen einhergehenden Probleme erfordern. Riesige täglich erzeugte Informationsmengen sind eine Voraussetzung für neue Dienste und Anwendungen — von besseren Internet-Suchmaschinen hin zur Stauminderung auf Straßen. Das Ablegen von großen Datenmengen in der „Cloud“ ermöglicht die Interkonnektivität von drahtlosen Geräten (Smartphones, Tablet-PCs, Maschinen und Sensoren) und bildet das „Internet der Dinge“.

Die Projekte wurden auf einer heute in Tokyo stattfindenden Eröffnungsveranstaltung vorgestellt. An der Initiative sind die Europäische Kommission, das japanische Ministerium für Inneres und Kommunikation (MIC), das Nationale IKT-Institut (NICT) zusammen mit europäischen und japanischen Akteuren aus der Branche, führenden Universitäten und F&U-Einrichtungen wie Orange, Telefónica, NEC, Panasonic NTT, KDDI, ADVA, STMicroelectronics und Intel beteiligt.

Nützliche Links

Aufforderung der Digitalen Agenda für die gemeinsame Forschung zwischen der EU und Japan

EU-Japan-Aufforderung zum IKT-Thema des 7. RP

1. EU-Japan-IKT-Symposium

EU-Japan-Zentrum für industrielle Zusammenarbeit

Ministerium für Inneres und Kommunikation, Japan

Nationales Institut für Informations- und Kommunikationstechnologie, Japan

Hashtags: # eujapancentre # futurenetworks cloudcomputing futureinternet # IOT # #

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Neelie Kroes

Neelie Kroes auf Twitter

Kontakt:

Ryan Heath (+32 229-61716), Twitter: @ECspokesRyan


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