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EU-Regionalpolitik: Vertrauensbildung in gespaltenen Gemeinschaften

Commission Européenne - IP/13/61   29/01/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 29. Januar 2013

EU-Regionalpolitik: Vertrauensbildung in gespaltenen Gemeinschaften

Nach der Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union fordert die Europäische Kommission gespaltene Gemeinschaften innerhalb und außerhalb der EU auf, darüber nachzudenken, ob und wie sie die Erfahrungen des EU-Programms PEACE für Nordirland und das irische Grenzgebiet für sich nutzen können.

Der EU-Kommissar für Regionalpolitik, Johannes Hahn, wird am Donnerstag, den 31. Januar ab 9.00 Uhr im Charlemagne-Gebäude in Brüssel die Konferenz „Bringing Divided Communities Together – Sharing the Experience of the EU PEACE Programme“ zu diesem Thema ausrichten.

Er wird unterstützt vom Ersten Minister von Nordirland, Peter Robinson, dem Stellvertretenden Ersten Minister, Martin McGuinness, und dem irischen Minister für öffentliche Ausgaben und Reformen, Brendan Howlin. An der Konferenz nehmen u. a. Vertreter der EU-Mitgliedstaaten, der Kandidatenländer und der EU-Nachbarländer teil.

Darüber hinaus sind Teilnehmer von drei friedensbildenden Projekten aus Nordirland anwesend, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. An die Präsentationen schließt sich eine Diskussion darüber an, inwiefern der Ansatz des Programms PEACE auf andere Länder übertragen werden könnte.

EU-Kommissar Hahn sagte vor der Veranstaltung: „Die PEACE-Programme der EU haben direkte Auswirkungen auf das Leben von rund einer Million Menschen in Nordirland und im irischen Grenzgebiet und haben dazu beigetragen, die Voraussetzungen für Frieden und Aussöhnung zu schaffen. Wir haben heute die Gelegenheit, die Arbeit vieler mutiger und engagierter Menschen aus beiden Gemeinschaften zu würdigen – und darüber nachzudenken, ob andere aus deren Erfahrungen lernen können.“

Johannes Hahn weiter: „Die jüngsten Ereignisse in Nordirland haben gezeigt, dass noch viel zu tun bleibt, aber auch, dass die große Mehrheit den Frieden will. Die EU-Gelder sind wichtig, um die Grundlagen für eine gemeinsame Gesellschaft zu schaffen, in der beide Gemeinschaften die Früchte des Friedens ernten können. Die Aufgabe der Regionalpolitik besteht darin, Investitionen zu tätigen, die spürbare Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben – und ich bin zuversichtlich, dass das PEACE-Programm unabhängig von den Ergebnissen der derzeitigen Haushaltsdiskussionen weitergeführt wird.“

Vorgestellte Projekte

„Groundwork NI“ hat zwei Projekte durchgeführt, die sich auf Problemgebiete konzentrierten, und versucht, Sektierertum und Segregation in lokalen Gemeinschaften in Nordirland und im Grenzgebiet zu verringern. So konnten heruntergekommene oder brachliegende Grundstücke genutzt und gute Beziehungen zwischen den Gemeinschaften aufgebaut werden, wobei gemeinsam über die lokalen Erneuerungs- und Umwandlungsflächen entschieden wurde. Dies hat zur Entwicklung einer gemeinsamen Vision einer friedlichen Zukunft beigetragen.

Das „Theatre of Witness“ bringt Geschichten aus dem wahren Leben von Menschen unterschiedlicher Herkunft mit diesen Menschen selbst auf die Bühne – in Form von Text, Musik, Tanz und Film. Einige neuere Darbietungen des „Theatre of Witness“ brachten Gewaltopfer mit Tätern und Zeugen zusammen, um über Verantwortung, Schuld, Vergebung und Sühne zu diskutieren.

„Football for All“ hat sich dem Kampf gegen Sektierertum und Rassismus durch Fussball verschrieben, und zwar durch Maßnahmen auf lokaler Ebene, z. B. die Zusammenarbeit mit Clubs der irischen Liga und mit Gemeindegruppen, Fans und Freiwilligen.

Hintergrund

Das Programm PEACE III für Nordirland und das irische Grenzgebiet wird aus Mitteln der Regionalpolitik der Europäischen Union kofinanziert (225 Mio. EUR von der EU sowie nationale Beiträge in Höhe von 108 Mio. EUR). Das Programm PEACE III zielt vor allem darauf ab, Fortschritte hin zu einer friedlichen und stabilen Gesellschaft zu unterstützen und die Aussöhnung durch die Unterstützung von Vorhaben und Projekten zu fördern, die die Gemeinschaften zusammenbringen und zum Aufbau einer gemeinsamen Gesellschaft für alle beitragen. Das Programm PEACE wurde im Jahr 1995 ins Leben gerufen und war der direkte Ausdruck des Wunsches der Europäischen Union, die neuen Chancen und Möglichkeiten im nordirischen Friedensprozess zu nutzen, die durch die Waffenstillstandsankündigungen eröffnet worden waren. Seit damals hat die EU weitere finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 1,3 Mrd. EUR im Rahmen der Programme PEACE II und PEACE III (2007-2013) geleistet. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf von der Gemeinschaft selbst angeregten Initiativen zur Entwicklung einer gemeinsamen Vision der Gesellschaft, zur Arbeit an gemeinsamen Projekten und zur Anerkennung und Bewältigung der Vergangenheit. Videosequenzen sind verfügbar; die Veranstaltung wird aufgezeichnet.

Weitere Informationen:

Bildmaterial für Rundfunkanstalten über laufenden Projekte von PEACE III in Belfast ist auf EbS verfügbar.

Veranstaltungsprogramm

http://ec.europa.eu/avservices/video/player.cfm?ref=I075772&sitelang=en

http://ec.europa.eu/regional_policy/country/prordn/details_new.cfm?gv_PAY=UK&gv_reg=520&gv_PGM=1288&LAN=7&gv_per=2&gv_defL=7

Kontakt :

Shirin Wheeler Tel. +32 229-66565, Mobiltelefon: +32 460766565

Annemarie Huber Tel. +32 229-93310, Mobiltelefon: +32 460793310


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