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Syrien-Krise: EU sagt 100 Mio. EUR humanitäre Hilfe zu

Commission Européenne - IP/13/60   29/01/2013

Autres langues disponibles: FR EN BG

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 29. Januar 2013

Syrien-Krise: EU sagt 100 Mio. EUR humanitäre Hilfe zu

Die Europäische Kommission wird auf der internationalen Geberkonferenz für Syrien, die vom UN-Generalsekretär Ban Ki-moon einberufen wurde und am 30. Januar in Kuwait stattfindet, 100 Mio. EUR für humanitäre Hilfe zusagen. Diese Mittel, die 2013 ausgezahlt werden sollen, kommen zu den bereits 2011/12 bereitgestellten 100 Mio. EUR hinzu. Damit beläuft sich der Beitrag der Kommission zur humanitären Hilfe in dieser Krise auf insgesamt 200 Mio. EUR.

Die humanitäre Lage ist katastrophal und der Hilfebedarf nimmt sowohl in Syrien als auch in den Nachbarländern zu. Allein in Syrien sind 4 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, darunter 2 Millionen Binnenvertriebene. Für einen Teil dieser Menschen und die derzeit 700 000 Flüchtlinge in den Nachbarländern kann mit diesen Mitteln Hilfe geleistet werden.

Im Vorfeld der Konferenz erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion:

„Diese zusätzlichen 100 Millionen EUR werden dringend gebraucht. Die Menschen in Syrien leiden unter der Kälte, haben nicht genug zu essen und leben in Angst. Viele der Menschen, die in ein Nachbarland fliehen konnten, haben nichts als ihre Kleider am Leib. Libanon, Jordanien, die Türkei und Irak haben die Flüchtlinge aus Syrien großzügig aufgenommen, aber der Flüchtlingsstrom nimmt noch weiter zu und diese Länder brauchen mehr Unterstützung.

Auf der Konferenz in Kuwait werde ich auch daran erinnern, dass das internationale humanitäre Recht geachtet und die humanitären Grundsätze bei der Bereitstellung der Hilfe unbedingt eingehalten werden müssen. Nur so kann eine möglichst große Zahl von Hilfsbedürftigen erreicht werden.

Diese Mittel sind ein konkreter Ausdruck der anhaltenden Solidarität der Europäer mit all jenen, die von der syrischen Krise betroffen sind. Ich hoffe sehr, dass sich die EU-Mitgliedstaaten und andere Mitglieder der internationalen Gemeinschaft mit weiteren Mittelzusagen anschließen. Soll eine weitere Verschlechterung der massiven humanitären Krise vermieden werden, so sind dringend weitere Finanzmittel nötigt.“

Die zugesagten Mittel werden für den dringlichsten Bedarf in Syrien und den Nachbarländern eingesetzt: medizinische Notversorgung zur ärztlichen Behandlung und psychosozialen Betreuung von Verletzten und Traumaopfern (insbesondere von Kindern), Nahrungsmittel- und Trinkwasserversorgung, Bereitstellung von Unterkünften sowie Registrierung und Schutz der Flüchtlinge. Ferner werden Arzneimittel zur Verfügung gestellt, um Versorgungsengpässe in diesem Bereich zu verringern, und sanitäre Anlagen gebaut, um die Übertragung von Krankheiten durch verunreinigtes Wasser zu vermeiden. Zudem wird weiterhin Unterstützung für Binnenvertriebene und Flüchtlinge bereitgestellt, die oft völlig mittellos ankommen, wie auch für ihre Gastgemeinschaften, deren Ressourcen erschöpft sind.

Die Mittel werden über die humanitären Partnerorganisationen der Europäischen Kommission bereitgestellt: die Organisationen der Vereinten Nationen, die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften sowie internationale Nichtregierungsorganisationen

Hintergrund

Die Krise hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. In der zweiten Jahreshälfte 2012 hat sich die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung mehr als verdoppelt (+126 %). Den Angaben des Amts des Hohen Kommissars für Menschenrechte zufolge wurden bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen mehr als 60 000 Männer, Frauen und Kinder – zum Teil gezielt – getötet.

Dies hat gravierende Folgen für die humanitäre Lage in Syrien und in den Flüchtlingslagern in den Nachbarländern, da es immer mehr Vertriebene innerhalb des Landes gibt und immer mehr Menschen in die Nachbarländer fliehen. Die jüngsten Schätzungen der Vereinten Nationen gehen von rund 4 Millionen Hilfsbedürftigen aus, darunter 2 Millionen Vertriebene innerhalb Syriens und mehr als 700 000 Flüchtlinge in den Nachbarländern.

Angesichts dieser jüngsten Entwicklungen haben die Vereinten Nationen am 19. Dezember zwei nach oben korrigierte Hilfsappelle für die ersten sechs Monate des Jahres 2013 veröffentlicht: Für einen Aktionsplan für humanitäre Hilfe in Syrien werden nun 519,6 Mio. USD und für einen regionalen Flüchtlingsplan 1 Mrd. USD erbeten. Im Vergleich zu den vorherigen Fassungen dieser beiden Pläne erhöht sich damit die Gesamtsumme der Hilfsappelle um 82 % auf insgesamt 1,52 Mrd. USD.

Die erste hochrangige internationale Geberkonferenz für Syrien wird am 30. Januar in Kuwait stattfinden. Gastgeber der Konferenz ist der Emir von Kuwait, Seine Hoheit Scheich Sabah al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah. Den Vorsitz führt UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Zu den Teilnehmern zählen Vertreter von UN-Mitgliedstaaten, die humanitäre Hilfe in der Syrien-Krise bereitgestellt haben, UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen. Die eintägige Konferenz wird eine Gelegenheit bieten, die dringend benötigte humanitäre Hilfe für die Krise in Syrien aufzustocken.

Weitere Informationen

Factsheet zur humanitären Lage in Syrien und der Region:

http://ec.europa.eu/echo/files/aid/countries/factsheets/syria_en.pdf

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Arabische Website der GD Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://echo-arabic.eu

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt:

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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