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Aktive Partnerschaft: EU-Gebiete in äußerster Randlage legen der Europäischen Kommission ihre Investitions- und Wachstumspläne für 2014-2020 vor

European Commission - IP/13/594   25/06/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 25. Juni 2013

Aktive Partnerschaft: EU-Gebiete in äußerster Randlage legen der Europäischen Kommission ihre Investitions- und Wachstumspläne für 2014-2020 vor

Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik, erhält heute die strategischen Wachstumspläne für die acht europäischen Regionen in äußerster Randlage. Der Kommissar ist für die Koordinierung der EU-Politik für diese Regionen zuständig und wird die Aktionspläne mit den Präsidenten und Vizepräsidenten der Azoren, der Kanarischen Inseln, von Guadeloupe, Französisch-Guayana, Madeira, Martinique, Réunion und Saint Martin in Brüssel erörtern. Dies ist das erste Mal, dass die Regionen in äußerster Randlage aufgefordert wurden, eine eigene Strategie vorzulegen, in der sie nicht nur erläutern, wie sie die EU-Strukturfonds optimal nutzen wollen, sondern auch, wie ihrer Meinung nach andere EU-Strategien ihre Entwicklung unterstützen können. In diesen Plänen halten sie fest, welche Besonderheiten und Stärken sie nutzen möchten, um ihre Wirtschaft zu diversifizieren und zu modernisieren.

Im Vorfeld der heutigen Gespräche erklärte EU-Kommissar Hahn: „Diese neuen Strategien sind wichtige Instrumente, damit die EU-Regionen in äußerster Randlage ihre Stärken ausspielen und so ihre Wirtschaft ankurbeln können. Die geografische Lage ist natürlich eine große Herausforderung für diese Regionen. Sie verfügen aber auch über einzigartige Vorteile. In ihren Aktionsplänen legen sie dar, wie sie diese Vorteile mit Hilfe der gesamten Bandbreite an EU-Instrumenten optimal nutzen wollen. Diese Pläne spielen eine wichtige Rolle für die Programmierung der EU-Mittel für den nächsten Finanzierungszeitraum, die mit der Kommission und den relevanten Mitgliedstaaten erstellt wird.“

Die EU-Kommission hat die Aktionspläne vor einem Jahr angefordert, und zwar mit der Mitteilung Regionen in äußerster Randlage der Europäischen Union: Auf dem Weg zu einer Partnerschaft für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.

Die Strategien sind Instrumente für den Zeitraum 2014-2020: Es geht nicht nur um die Nutzung der Strukturfonds, sondern auch um die Frage, wie die Regionen in äußerster Randlage stärker von der EU-Politik profitieren können. In den Strategien sind die Schritte festgelegt, die jede Region individuell setzen muss, um die „Europa 2020“-Wachstumsziele zu erreichen, Themen wie die Jugendarbeitslosigkeit in Angriff zu nehmen und die lokale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. An der heute stattfindenden Veranstaltung nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Direktionen der Europäischen Kommission aus den Bereichen Meerespolitik, Beschäftigung, Landwirtschaft, Verkehr, Handel, Entwicklung und Binnenmarkt teil.

Die Aktionspläne umfassen u. a. folgende Hauptthemen:

  • Besserer Zugang zum EU-Binnenmarkt – Schwerpunkte: Verkehrsnetze, Personenmobilität, maritime Dimension und Infrastrukturbedarf;

  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Modernisierung und Diversifizierung der Wirtschaft – Schwerpunkte: Landwirtschaft, Forschung und Innovation sowie Tourismus;

  • Bessere regionale, geografische Integration;

  • Soziale Entwicklung - Schaffung von Arbeitsplätzen, Förderung von Fähigkeiten und Qualifikationen mit einem klaren Fokus auf Jugend, Bildung und Beschäftigung;

  • Berücksichtigung von Klimaschutzaspekten in allen Politikbereichen.

EU-Kommissar Hahn und die regionalen Präsidenten halten um 16 Uhr im Berlaymont-Gebäude (11. Stock) ein Pressebriefing ab.. Journalistinnen und Journalisten sind auch zur Eröffnungsansprache von EU-Kommissar Hahn um 14:25 Uhr eingeladen.

Hintergrund

Im Zeitraum 2007-2013 wurden den Regionen in äußerster Randlage mehr als 5,9 Mrd. EUR aus den Strukturfonds zugewiesen. Darin enthalten ist derzeit eine Sonderzuteilung von 979 Mio. EUR (in Preisen von 2004) zur Bewältigung ihrer besonderen Herausforderungen – große Entfernung, Insellage, geringe Größe, schwierige Topografie und schwieriges Klima sowie wirtschaftliche Abhängigkeit von einigen wenigen Produkten. Dieser Sonderstatus ist in Artikel 349 EU-Vertrag festgelegt.

Vorzeigeprojekte, die bereits mit EU-Mitteln gefördert werden:

Réunion:

Cyclotron Réunion Océan Indien (CYROI)

Azoren:

Pico Vermelho und Ribeira Grande, geothermische Kraftwerke

Capelinhos-Leuchtturm

Kanarische Inseln:

„Hierro 100%“, Wind-Wasserkraftwerk

Madeira:

CIVITAS MIMOSA – umweltfreundliche Busse

Guadeloupe:

Ecodec: Weltklasse Recycling-Zentrum [EN]

Französisch-Guayana:

Landwirtschaft, Agrar- und Ernährungswirtschaft, Projekte zur Biodiversität

Martinique:

Agrar-Umweltforschung PRAM

Weitere Informationen

Regionalpolitik und Gebiete in äußerster Randlage

http://ec.europa.eu/regional_policy/activity/outermost/index_de.cfm

Twitter @EU_Regional @JHahnEU

Eröffnungsansprache und Pressebriefing auf EBS

Kontakt:

Shirin Wheeler (+32 229-66565)

Annemarie Huber (+32 229-93310)


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