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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 28. Januar 2013

Afghanistan: Neues EU-Hilfepaket zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von 14 Millionen Menschen und zur Unterstützung der Landwirte

Die Europäische Kommission und der afghanische Finanzminister, Oman Zakhilwal, unterzeichnen heute zwei Finanzierungsabkommen in Höhe von 185 Mio. EUR zur Unterstützung neuer Programme in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft.

Durch das Programm zur Gesundheitsförderung werden für 14 Millionen Menschen (knapp die Hälfte der Bevölkerung) in 21 Provinzen medizinische Grundversorgung sowie grundlegende Krankenhausdienste bereitgestellt. Darüber hinaus wird das Gesundheitsministerium bei der Umsetzung der nationalen Strategie „Gesundheit für alle Afghanen“ unterstützt. Dank des neuen Programms erhalten arme Menschen in Afghanistan Zugang zu grundlegenden öffentlichen Diensten, und für Menschen in abgelegenen Provinzen wird der Zugang zu guten medizinischen Einrichtungen sowie zu Ärzten und Hebammen erleichtert.

Das Programm zur Unterstützung der Landwirtschaft, das auch die Wasserwirtschaft berücksichtigt, konzentriert sich auf die ländlichen Gebiete in Afghanistan, in denen rund 80 % der Bevölkerung von der Landwirtschaft und damit verbundenen Bereichen leben. Durch das Programm wird das Landwirtschaftsministerium bei der Bereitstellung geeigneter Strategien zur Entwicklung der Landwirtschaft und zur Umsetzung des Plans für die Bewirtschaftung der Wasserressourcen unterstützt, indem die Entwicklung der Privatwirtschaft gefördert und die saisonale und chronische Arbeitslosigkeit angegangen werden. Darüber hinaus trägt das Programm dazu bei, für die Landbevölkerung alternative Einkommensmöglichkeiten zum Mohnanbau zu schaffen, z. B. durch die Förderung des Anbaus von Nutzpflanzen, die Erzeugung und den Verkauf krankheitsfreier Bäume und die Verbesserung der Marktbedingungen.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs erklärte:Die afghanische Bevölkerung hat in den letzten Jahren aufgrund des Krieges, der Instabilität und der großen Armut enorm gelitten. Durch die EU-Entwicklungshilfe wollen und müssen wir diesen Menschen helfen, und ihnen Hoffnung für eine bessere Zukunft geben. Durch das neue Hilfepaket wird Afghanistan bei seinem Wandel vom „Übergang zur Transformation“ hin zu einem Land unterstützt, das in der Lage ist sich selbst zu tragen.“

Hintergrund

Die Europäische Union zählt zu den größten Gebern öffentlicher Entwicklungshilfe und humanitärer Hilfe für Afghanistan. Im Jahr 2012 boten mehrere internationale Konferenzen der EU die Gelegenheit, ihr Engagement für einen friedlichen Übergang und eine inklusive nachhaltige Entwicklung Afghanistans zu bekräftigen: das NATO-Gipfeltreffen in Chicago (Mai 2012), auf dem die Bedeutung der Sicherheit als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung anerkannt wurde; die Konferenz in Tokio (Juli 2012), auf der sich die Entwicklungspartner Afghanistans verpflichteten, den Übergang und das „Jahrzehnt der Transformation“ Afghanistans auf der Grundlage von Partnerschaft und gegenseitiger Rechenschaftspflicht zu unterstützen; und die „Heart of Asia“-Ministerkonferenz in Kabul (Juli 2012), die der regionalen Zusammenarbeit als wichtigem Element bei der Verlagerung des politischen Schwerpunkts vom Konflikt hin zur Förderung von Handel und Transit gewidmet war.

Die EU-Unterstützung für die Bemühungen der afghanischen Regierung, der Bevölkerung den Zugang zu grundlegenden öffentlichen Diensten zu gewährleisten, erstreckt sich auf drei Schwerpunktbereiche: Staatsführung und Rechtsstaatlichkeit, Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums sowie Gesundheit und Sozialschutz.

Weitere Informationen

Memo "Afghanistan – EU cooperation": MEMO/13/41

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)

Wojtek Talko (+32 229-78551)


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