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Fusionskontrolle: Kommission genehmigt geplante gemeinsame Übernahme von Virgin Atlantic durch Delta und die Virgin Group

European Commission - IP/13/587   20/06/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 20. Juni 2013

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt geplante gemeinsame Übernahme von Virgin Atlantic durch Delta und die Virgin Group

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme der gemeinsamen Kontrolle über Virgin Atlantic durch Delta und die Virgin Group nach der EU-Fusionskontrollverordnung freigegeben. Delta wird an die Stelle des Minderheitsaktionärs Singapore Airlines (49 % der Anteile an Virgin Atlantic) treten, die Virgin Group wird ihre Beteiligung von 51 % behalten. Darüber hinaus werden Delta und Virgin Atlantic ihren Passagierverkehr auf Strecken zwischen dem Vereinigten Königreich und Nordamerika in einem vollständig integrierten Gemeinschaftsunternehmen zusammenfassen. Die Untersuchung der Kommission ergab, dass für das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen auf allen Märkten weiterhin Konkurrenz seitens mehrerer starker Wettbewerber, insbesondere British Airways und American Airlines, bestehen wird.

Die Nonstop-Verbindungen von Delta und Virgin Atlantic überschneiden sich auf den Strecken London-New York und London-Boston. Darüber hinaus bestehen auf mehreren Strecken zwischen dem Vereinigten Königreich und Nordamerika1 Überschneidungen zwischen Delta-Flügen mit einer Zwischenlandung und Nonstop-Flügen von Virgin Atlantic.

Auf allen transatlantischen Strecken, die sowohl von Virgin als auch von Delta bedient werden, gibt es ausreichend starke Wettbewerber – insbesondere British Airways und American Airlines, die sich zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammengeschlossen haben. Von allen wird erheblicher Wettbewerbsdruck auf das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen ausgehen. Außerdem stehen Delta und Virgin momentan nicht in besonders engem Wettbewerb, sie konkurrieren vor allem mit British Airways und American Airlines.

Die Kommission ist deshalb zu dem Schluss gelangt, dass die Übernahme keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.

Das Vorhaben wurde am 15. Mai 2013 bei der Kommission angemeldet.

Die Kommission hat eng mit ihren US-amerikanischen Amtskollegen zusammengearbeitet, unter anderem mit dem Justiz- und dem Verkehrsministerium. Während der gesamten Untersuchung bestand Kontakt mit den zuständigen Behörden. Aufgrund dieser Zusammenarbeit welche dank der Kooperationsbereitschaft der beteiligten Unternehmen erleichtert wurde, konnte die Überprüfung effizient durchgeführt werden.

Unternehmen

Virgin Group ist die Holdinggesellschaft einer Unternehmensgruppe, die weltweit unterschiedlichste Produkte und Dienstleistungen anbietet (z. B. Sporthallen und Dienste in den Bereichen Gesundheitswesen, Mobilfunk und Transport).

Virgin Atlantic ist eine im Vereinigten Königreich ansässige Fluggesellschaft, die weltweit 34 Reiseziele anfliegt (u. a. in Nordamerika, der Karibik, Afrika, dem Fernen Osten und Australien). Virgin hat keine integrierten Gemeinschaftsunternehmen und gehört keiner internationalen Luftfahrtallianz an.

Delta (einschließlich der Luftfahrtunternehmen von Delta Connections) erbringt Personenbeförderungsdienstleistungen zu mehr als 350 Bestimmungsorten in 66 Ländern auf sechs Kontinenten. Delta hat seinen Hauptgeschäftssitz in den USA und ist Gründungsmitglied der SkyTeam Airline Alliance. Die Fluggesellschaft ist an einem transatlantischen Gemeinschaftsunternehmen mit Air France-KLM und Alitalia beteiligt.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission ist verpflichtet, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung (Phase I) genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren einleitet (Phase II).

Weitere Informationen werden unter der Nummer der Wettbewerbssache M.6828 im öffentlich zugänglichen Register auf der Website der GD COMP veröffentlicht.

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513), Twitter: @ECspokesAntoine )

Marisa Gonzalez Iglesias (+32229-51925)

1 :

London-Washington, London-Chicago, London-Los Angeles, London-San Francisco, London-Cancún, London-Miami, London-Orlando, London-Las Vegas, Manchester-Orlando und Manchester-Las Vegas.


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