Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Umwelt: Kommission verklagt Griechenland wegen Nitratbelastung der Gewässer

Commission Européenne - IP/13/576   20/06/2013

Autres langues disponibles: FR EN EL

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 20. Juni 2013

Umwelt: Kommission verklagt Griechenland wegen Nitratbelastung der Gewässer

Auf Empfehlung von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik, verklagt die Europäische Kommission verklagt Griechenland beim Gerichtshof der Europäischen Union wegen des Versäumnisses, Maßnahmen zur wirksamen Verhinderung der Gewässerverunreinigung durch Nitrate zu treffen. Obwohl die Nitratrichtlinie seit 1991 in Kraft ist, hat Griechenland einige Gebiete immer noch nicht als nitratgefährdet ausgewiesen und muss noch Maßnahmen treffen, um die Nitratbelastung in diesem Gebieten wirksam zu bekämpfen.

Nitrate sind wichtig für das Pflanzenwachstum und als Düngemittel weit verbreitet, doch zu große Mengen dieses Stoffs führen zu einer starken Verunreinigung der Gewässer. Die Nitratrichtlinie hat zum Ziel, die Wasserqualität EU-weit zu schützen, indem verhindert wird, dass Nitrate aus landwirtschaftlichen Quellen Grund- und Oberflächengewässer verunreinigen, und indem die Anwendung guter landwirtschaftlicher Praktiken gefördert wird. Die Mitgliedstaaten müssen die Gebiete ausweisen, die durch Nitratverunreinigung gefährdet sind, und Maßnahmen ergreifen, um die Belastung in diesen Gebieten zu verringern und zu verhindern. Hierzu zählen Sperrzeiten, in denen Dung und chemische Düngemittel nicht ausgebracht werden dürfen, Lagerkapazitäten für Dung, wenn dieser nicht ausgebracht werden kann, sowie eine Begrenzung der Anwendung von Düngemitteln insgesamt.

Aus den Daten zur Wasserqualität geht hervor, dass einige derzeit in Griechenland nicht ausgewiesene Gebiete in der Tat nitratgefährdet sind. Deshalb fordert die Kommission Griechenland nachdrücklich auf, Maßnahmen zu treffen, indem mehr Gebiete ausgewiesen und geeignete Pläne zur Lösung dieses Problems aufgestellt werden.

Die Kommission hat am 1. Oktober 2012 eine mit Gründen versehene Stellungnahme an Griechenland gerichtet und darin rasche Maßnahmen zur Behebung der Probleme gefordert, woraufhin Griechenland einige weitere nitratgefährdete Gebiete ausgewiesen hat. Dies ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, geht aber nicht auf alle Mängel ein, die die Kommission festgestellt hat, denn andere Gebiete müssen ebenfalls noch als gefährdet ausgewiesen werden oder sind nur teilweise ausgewiesen worden. Deshalb hat die Kommission beschlossen, den Gerichtshof der Europäischen Union mit der Angelegenheit zu befassen.

Hintergrund

Laut der Nitratrichtlinie müssen die Mitgliedstaaten ihre Gewässer überwachen und diejenigen ausweisen, die durch Nitrate aus landwirtschaftlichen Quellen verunreinigt sind oder werden könnten. Nach dieser Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten alle in ihrem Gebiet bekannten Flächen ausweisen, die in diese Gewässer entwässern und zur Verunreinigung beitragen. Außerdem müssen sie für diese Gebiete geeignete Aktionsprogramme aufstellen, die diese Verunreinigungen verhindern bzw. eindämmen.

Übermäßige Mengen an Nitraten können durch die sogenannte Eutrophierung Süßwasser und Meeresumwelt schädigen; bei diesem Prozess kommt es zu einem starken Algenwachstum, das anderes Leben erstickt und u. a. zum Fischsterben in Seen und Flüssen führt. Die Entfernung von Nitraten aus dem Trinkwasser ist zudem ein sehr kostenaufwändiges Verfahren.

Weitere Informationen

Zur Anwendung der EU-Umweltvorschriften:

http://ec.europa.eu/environment/legal/implementation_en.htm

Weitere Informationen über die Vertragsverletzungsverfahren:

http://ec.europa.eu/eu_law/infringements/infringements_de.htm

Siehe auch:

Beschlusspaket vom Juni zu Vertragsverletzungen: MEMO/13/583

Zum Vertragsverletzungsverfahren allgemein: MEMO/12/12

Ansprechpartner:

Joe Hennon (+32 229-53593)

Monica Westeren (+32 229-91830)


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site