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EU-Häfen: Europäischer Sozialdialog zwischen Hafen­arbeitern und Arbeitgebern

Commission Européenne - IP/13/562   19/06/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 19. Juni 2013

EU-Häfen: Europäischer Sozialdialog zwischen Hafen­arbeitern und Arbeitgebern

Die Europäische Kommission begrüßt den neuen Ausschuss für den sozialen Dialog im Hafensektor, der heute von Hafenbehörden, Terminalbetreibern, Dockarbeitern und sonstigen Hafenbeschäftigten ins Leben gerufen wird. Die Häfen der 22 Küstenstaaten der EU beschäftigen 1,5 Millionen Menschen direkt und weitere 1,5 Millionen indirekt. Der neue Ausschuss soll sich mit den Problemen des Sektors auseinandersetzen und ihm zu langfristigem Erfolg verhelfen. Häfen sind Triebfedern der wirtschaftlichen Entwicklung und Quellen des Wohlstands, und durch mehr Fracht, Kreuzfahrt- und Fährschiffe in unseren Häfen entstehen zugleich auch mehr Arbeitsplätze und neue Möglichkeiten.

Der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Kommission Siim Kallas erklärte hierzu: „Die europäischen Häfen verfügen über ein enormes Potenzial im Hinblick auf die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze, die Mobilisierung von Investitionen und die Wachstums­förderung. Durch den von mir am 23. Mai vorgeschlagenen Rechtsrahmen – zusammen mit den Leitlinien für das transeuropäische Verkehrsnetz und der von Parlament und Rat derzeit erörterten Fazilität „Connecting Europe“ – werden Verfahrensabläufe vereinfacht, Hafendienste zugänglicher gemacht und Investitionen mobilisiert. Allerdings sind dafür auch gut ausgebildete Hafenarbeiter und ein entsprechend angepasstes Arbeitsumfeld notwendig. Der soziale Dialog wird dazu einen Beitrag leisten.“

László Andor, Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, erklärte: „Die Rolle der Sozialpartner muss auf allen Ebenen gestärkt werden, wenn wir die Krise überwinden und die Vorteile des europäischen Sozialmodells und des sozialen Zusammenhalts bewahren wollen. Die Gespräche innerhalb des Ausschusses für den sozialen Dialog im Hafensektor werden das Berufsleben der Hafenarbeiter verbessern helfen, beispielsweise im Bereich des Arbeitsschutzes und der Arbeitsbedingungen. Die Einbeziehung der Sozialpartner in die Reformen der Regierung ist ausgesprochen wichtig, insbesondere vor dem Hintergrund der Modernisierung von Hafeninfrastruktur und staatlicher Ausgabenkürzungen.“

Heute tritt der Ausschuss in Brüssel zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. In ihm vereinigt sind die Organisation europäischer Seehäfen (ESPO), die europäische Vereinigung privater Hafenbetreiber (FEPORT), die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) sowie „International Dockers Coordination Europe“ als Vertretung der europäischen Dock- und Hafenarbeiter.

Hintergrund

Das Arbeitsprogramm des Ausschusses für die nächsten Jahre reflektiert die Bereitschaft der Sozialpartner, die Herausforderungen gemeinsam anzugehen, darunter Themen wie die Aus- und Weiterbildung, die Attraktivität des Berufs für junge Menschen sowie der Arbeitsschutz und die Förderung der Beschäftigung von Frauen.

Am 23. Mai 2013 hat die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Legislativvorschlag zur Modernisierung der Hafendienste und Mobilisierung von Hafeninvestitionen in der EU vorgelegt. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzt sich die konjunkturelle Erholung der Häfen und der Seeverkehrslogistik fort, was dem Handel und den EU-Exporten zugute kommt und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft verbessert.

Die Verkehrszunahme wird die europäischen Häfen in den nächsten 15 bis 20 Jahren vor große Herausforderungen stellen und dazu zwingen, sich auf neue Schiffsgenerationen, neue Formen des Energiehandels mit Gas und Biomasse sowie auf komplexe logistische Aspekte des Terminalbetriebs und der Hinterlandanbindungen einzustellen.

Das erwartete Wachstum wird viele neue Arbeitsplätze entstehen lassen, vor allem für junge Menschen. Infolge der technischen Entwicklung ändern sich allerdings auch die Ausbildungsanforderungen. Parallel zum steigenden Bedarf an fachlicher Ausbildung rücken auch IT-Technologien für die Bereiche Frachtumschlag und Hafenlogistik stärker in den Mittelpunkt. Gleichzeitig können sich diese neuen Anforderungen aber auch auf die Arbeitsbedingungen auswirken und zu neuen Risiken und Gefahren für die Beschäftigten führen.

Im Rahmen eines Aktionsplans zu ihrem Legislativvorschlag hat die Kommission ihre administrative und technische Unterstützung des sozialen Dialogs zugesagt, um diese gemeinsamen Herausforderungen zu bewältigen.

Europäischer sozialer Dialog – das sind Gespräche, Konsultationen, Verhandlungen und gemeinsame Maßnahmen von Organisationen der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite. Er ist Teil des europäischen Sozialmodells und als ein Instrument des gesellschaftspolitisch verantwortlichen Handelns („Good Governance“) und der sozialen Subsidiarität anerkannt. Zudem hat er sich als soziales Stabilisierungsinstrument bewährt, das die negativen gesellschaftlichen Folgen von Rezession und Krise abfedert.

Weitere Informationen

Kommission schlägt Verbesserungen für 300 wichtige Seehäfen vor, IP/13/451

Die europäischen Seehäfen 2030, MEMO/13/448

Europäischer sozialer Dialog: http://ec.europa.eu/socialdialogue

Häfen als Wachstumsmotor:

http://ec.europa.eu/transport/modes/maritime/infographics_en.htm

Website von László Andor:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/andor/index_de.htm

László Andor auf Twitter: http://twitter.com/LaszloAndorEU

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Integration: http://ec.europa.eu/social/e-newsletter

Kontakt:

Jonathan Todd (+32 2 299 41 07)

Cécile Dubois (+32 2 295 18 83)

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)


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