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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 14. Juni 2013

Fusionskontrolle: Kommission gibt grünes Licht für Übernahme von Central European Media Enterprises durch Time Warner

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des Unternehmens Central European Media Enterprises („CME“) mit Sitz auf den Bermudas durch den US-Medienkonzern Time Warner nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Die Untersuchung der Kommission ergab, dass der geplante Zusammenschluss keine Wettbewerbsbehinderungen nach sich ziehen wird, da sich die Tätigkeiten der beiden Unternehmen im Wesentlichen ergänzen und sie nicht in direktem Wettbewerb miteinander stehen.

Die Kommission untersuchte die Auswirkungen des geplanten Zusammenschlusses auf den Wettbewerb auf folgenden Märkten: Lizenzierung audiovisueller Inhalte, Großhandelsvertrieb von Fernsehprogrammen, Verkauf von TV-Werbung, Lizenzierung und Vertrieb von Filmen für die Kinovorführung sowie von Heimunterhaltungsinhalten in Bulgarien, der Tschechischen Republik, Ungarn, Rumänien, der Slowakischen Republik und Slowenien („CME-Länder“).

Die Untersuchung der Kommission ergab, dass sich die Tätigkeiten der beteiligten Unternehmen im Bereich der Lizenzierung von TV-Inhalten nicht überschneiden. Außerdem kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass die geplante Übernahme die Nachfragemacht des zusammengeschlossenen Unternehmens gegenüber Rechteinhabern nicht erhöhen wird, da Time Warner und CME größtenteils verschiedene Arten von Senderechten erwerben.

Hinsichtlich des Großhandelsvertriebs von Fernsehprogrammen stellte die Kommission fest, dass der geplante Zusammenschluss keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt, zumal es sich bei den Fernsehsendern der beteiligten Unternehmen nicht um enge Substitute handelt. Denn CME bietet hauptsächlich frei empfangbare Vollprogramme an, während Time Warner Standard-Pay-TV-Sender und Premium-Filmkanäle betreibt, die in den CME-Ländern nur in geringfügigem Maße vertreten sind.

Auch in Bezug auf den Verkauf von TV-Werbung gelangte die Kommission angesichts des überaus geringen Anstiegs des Marktanteils, der sich aus dem Zusammenschluss ergibt, sowie der Tatsache, dass CME und Time Warner keine engen Wettbewerber auf diesem Markt sind, zu dem Schluss, dass der geplante Zusammenschluss keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt.

Hinsichtlich des Vertriebs von Filmen für die Kinovorführung sowie der Heimunterhaltungsbranche kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass der geplante Zusammenschluss keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken geben wird, da sich die Geschäftstätigkeiten der beteiligten Unternehmen in diesen Bereichen (allenfalls) geringfügig überschneiden und das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen sowohl bei der Lizenzierung als auch beim Vertrieb weiterhin mit einer Vielzahl anderer Marktteilnehmer im Wettbewerb stehen wird.

Auch die vertikalen Beziehungen in den von der geplanten Übernahme betroffenen Bereichen stufte die Kommission als wettbewerbsrechtlich unbedenklich ein, zumal das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen nicht das erforderliche Maß an Marktmacht und/oder den wirtschaftlichen Anreiz hat, um Anbieter oder Abnehmer von den Märkten auszuschließen.

Die Kommission gelangte daher zu dem Schluss, dass die Übernahme keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt. Das Übernahmevorhaben wurde am 8. Mai 2013 bei der Kommission angemeldet.

Unternehmen und Produkte

Time Warner ist ein in den USA ansässiger Medien- und Unterhaltungskonzern, der [über ein Netz von Tochtergesellschaften] weltweit in der Film- und Fernsehbranche sowie im Zeitschriftenverlagsgeschäft tätig ist.

CME ist in den Bereichen Fernsehsendungen und andere Medientätigkeiten vor allem in Bulgarien, der Tschechischen Republik, Kroatien, Rumänien, der Slowakischen Republik, Slowenien und in geringerem Maße in Ungarn und der Republik Moldau vertreten.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren

Die Kommission hat die Aufgabe, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und dafür zu sorgen, dass Zusammenschlüsse den wirksamen Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern.http://ec.europa.eu/competition/mergers/legislation/regulations.html

Der weitaus größte Teil der angemeldeten Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Standardprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss im Vorprüfverfahren genehmigt oder das Hauptprüfverfahren einleitet.

Weitere Informationen sind auf der Wettbewerbs-Website der GD Wettbewerb der Kommission im öffentlich zugänglichen Register unter der Nummer der M.6866 abrufbar.

Kontakt:

Antoine Colombani (+32 229-74513, Twitter: @ECspokesAntoine )

Marisa Gonzalez Iglesias (+32 229-51925)


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