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Digitale Agenda: Europäische Kommission fördert kleine und mittlere Hightech-Unternehmen im Fertigungssektor mit 77 Mio. EUR

European Commission - IP/13/533   13/06/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 13. Juni 2013

Digitale Agenda: Europäische Kommission fördert kleine und mittlere Hightech-Unternehmen im Fertigungssektor mit 77 Mio. EUR

Die Europäische Kommission steuert aus ihrem 7. FuE-Rahmenprogramm 77 Mio. EUR zu einer Innovationsinitiative im Fertigungssektor bei. Damit soll kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich der Spitzentechnologie ermöglicht werden, sich das Wachstumspotenzial der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zunutze zu machen.

Die „I4MS“-Initiative (IKT für KMU in der Fertigung) wird 200 kleinen und mittleren Unternehmen in ganz Europa dabei helfen, entweder die Risiken der Nutzung moderner, aber noch in den Kinderschuhen steckender Technologien abzufedern oder die Durststrecke zwischen der Entwicklung eines innovativen Prototyps und seiner erfolgreichen Markteinführung zu bewältigen.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte dazu: „Europas Forschergemeinde muss in der IKT-Forschung im Fertigungssektor führend sein. Und noch wichtiger ist es, diese Spitzenposition in eine Steigerung der Produktivität und der Wettbewerbsfähigkeit unserer Erzeugnisse und Unternehmen umzumünzen. Die I4MS-Initiative leistet hier einen wesentlichen Beitrag, indem sie gezielt Innovation fördert und in KMU investiert – unseren größten Trumpf in diesem Bereich.“

Die I4MS-Initiative läuft offiziell im Juli 2013 an und wird in den kommenden drei Jahren mehr als 150 innovative Versuche durchführen. Die Initiative ist an Anbieter und Nutzer von IKT-Lösungen gerichtet und betrifft Innovation in vier Bereichen: fortgeschrittene Roboter-Lösungen, Cloud-gestützte Hochleistungssimulationsdienste, intelligente sensorgestützte Ausrüstungen und innovative Laser-Anwendungen. Die Initiative hilft KMU in ganz Europa dreifach:

  • durch direkte finanzielle Unterstützung bei der Optimierung von Erzeugnissen oder Herstellungsverfahren;

  • beim Erwerb neuer Technologien und neuen Wissens;

  • beim Zugang zu neuen Märkten und Partnern jenseits ihres lokalen Umfelds.

Die Versuche werden mithilfe europaweiter Netze von Kompetenzzentren umgesetzt, die den Aufbau von Partnerschaften über die nationalen Grenzen hinweg mit Rat und Tat unterstützen. KMU können Finanzmittel über Ausschreibungen für innovative Versuche beantragen, die diese Zentren in den Jahren 2014 und 2015 durchführen werden.

Die wichtigsten Industrie- und Wissenschaftsvertreter in den laufenden Projekten der öffentlich-privaten Partnerschaft „Fabriken der Zukunft“ (PPP FoF) treffen diese Woche auf der Konferenz „imagineFOF2020“ in Genf zusammen und diskutieren über Fortschritte und künftige Herausforderungen im IKT-Bereich.

Die I4MS-Initiative ist Teil der allgemeinen Anstrengungen der Kommission, die Industrie und den Fertigungssektor in der EU zu stärken. Die Kommission hat in ihrer industriepolitischen Strategie der Investition in neue Technologien und Innovation oberste Priorität eingeräumt, um den rückläufigen Anteil der europäischen Industrie am BIP (15,6 % im Jahr 2011) bis 2020 wieder auf bis zu 20 % zu steigern (siehe MEMO/13/505).

Hintergrund

Die I4MS-Initiative ist Teil der öffentlich-privaten Partnerschaft „Fabriken der Zukunft“ (PPP FoF), die im November 2008 im Rahmen des Europäischen Konjunkturprogramms zur Bewältigung der globalen Wirtschaftskrise ins Leben gerufen wurde. Diese Partnerschaft soll EU-Fertigungsunternehmen, vor allem KMU, durch Verbesserung der technologischen Produktionsgrundlagen bei der Anpassung an den globalen Wettbewerbsdruck helfen. Die I4MS-Initiative ist ein erstes Pilotprojekt zur Förderung des Zusammenspiels von Forschung und Innovation im Rahmen des Programms Horizont 2020.

Für die I4MS-Initiative werden 77 Mio. EUR an öffentlichen Mitteln bereitgestellt. Davon gehen voraussichtlich 40 % an KMU, und der Rest wird zwischen Großunternehmen und Kompetenzzentren aufgeteilt. Die Partner aus der Industrie werden entweder 25 % (KMU) oder 50 % (Großunternehmen) der bei ihren Projekten anfallenden Kosten selbst tragen. Der EU-Beitrag von 77 Mio. EUR entspricht rund 13 % der Mittelausstattung der PPP FoF von insgesamt 600 Mio. EUR.

Die ersten an der I4MS-Initiative beteiligten KMU stammen aus 12 EU-Mitgliedstaaten (Österreich, Belgien, Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Italien, Litauen, Niederlande, Slowenien, Spanien, Schweden und Vereinigtes Königreich) und 5 assoziierten Ländern (Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, Israel, Mazedonien, Norwegen, Schweiz und Türkei). Mit den Versuchsausschreibungen in den Jahren 2014 und 2015 dürfte die Beteiligung europaweit zunehmen.

Nützliche Links

IKT-Innovation in der öffentlich-privaten Partnerschaft „Fabriken der Zukunft“ https://ec.europa.eu/digital-agenda/en/about-112

„Fabriken der Zukunft“ auf Europa

Konferenz „imagineFOF2020“ in Genf, 13. Juni 2013

EFFRA European Factories of the Future Research Association

Digitale Agenda

Neelie Kroes

Hash-Tags: #I4MS #FOF #manufacturing #SMEs #EUfunds

Ihre Meinung zählt: Digital Agenda Assembly Group on Innovation and Entrepreneurship

Neelie Kroes auf Twitter

Kontakt:

Ryan Heath (+32 229-61716), Twitter: @RyanHeathEU

Linda Cain (+32 229-99019)


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