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EU und IOC wollen „besondere Beziehung“ zur Förderung des Dialogs im Sport weiter pflegen

European Commission - IP/13/526   10/06/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 10. Juni 2013

EU und IOC wollen „besondere Beziehung“ zur Förderung des Dialogs im Sport weiter pflegen

Androulla Vassiliou, die für Sport zuständige EU-Kommissarin, und der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Jacques Rogge trafen heute im Rahmen des „strukturierten Dialogs“ zwischen Europäischer Kommission und Sportbewegung zusammen. Beide hoben den Nutzen ihrer ausgezeichneten Zusammenarbeit hervor und waren sich darin einig, diesen Austausch künftig im jährlichen Rhythmus stattfinden zu lassen. Jacques Rogge, der von der Vorsitzenden der IOC-Athletenkommission Claudia Bokel und dem Präsidenten des Europäischen Olympischen Komitees (EOC) Patrick Hickey begleitet wurde, bezeichnete das Treffen mit Kommissarin Vassiliou als „außerordentlich nützlich“ und würdigte die Vorschläge für den Ausbau der konkreten Zusammenarbeit. Er sei überzeugt, dass sein Nachfolger gleichermaßen enge Beziehungen zur EU pflegen werde und die Kommission stets auf die Unterstützung des IOC zählen könne.

Kommissarin Vassiliou erklärte: „Ich bin Jacques Rogge und den Vertretern der internationalen und der europäischen Olympischen Bewegung sehr dankbar für die Unterstützung über die Jahre. Das IOC ist ein sehr wertvoller Partner für die EU, und mit einem jährlichen Dialog können wir diese besondere Beziehung ausbauen. Mit Treffen in diesem Rhythmus können wir für Kontinuität im Interesse des Sports sorgen."

Die Kommissarin und der IOC-Präsident erörterten die Umsetzung des aktuellen (2011-2014) und die Prioritäten des künftigen Arbeitsplans der EU für Sport. Patrick Hickey würdigte die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der EU, auch in den Expertengruppen, die im Zuge des ersten Arbeitsplans eingerichtet wurden.

Über Erasmus für alle, das von der Kommission vorgeschlagene neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, sollen Initiativen für den Breitensport gefördert werden. EOC-Präsident Hickey bezeichnete dieses Förderprogramm als "historisch".

IOC-Präsident Rogge und Kommissarin Vassiliou sprachen auch über die für 2015 geplante Europäische Woche des Sports, die den Sport auf allen Ebenen fördern und die Menschen zu mehr körperlicher Aktivität anregen soll. Jacques Rogge schlug vor, bei der Sportwoche auf bestehenden Initiativen wie dem Olympischen Tag aufzubauen, der jedes Jahr am 23. Juni stattfindet. „Alles, was hilft, die Menschen zu körperlicher Aktivität zu animieren, sollte unterstützt werden“, sagte er. Der IOC-Präsident und die Kommissarin vereinbarten bei der Initiative eng zusammenzuarbeiten und sich um die Unterstützung und Mitwirkung aller wichtigen Interessenträger zu bemühen.

Andere Themen des Treffens waren die Vertretung der Athleten und ihre Teilnahme am strukturierten EU-Dialog über den Sport. Claudia Bokel erläuterte Rolle und Tätigkeit der Athletenkommission des IOC und anderer Athletengremien der Olympischen Bewegung. Erörtert wurden auch die finanzielle Unterstützung der EU für das Europäische Olympische Jugendfestival, den Kampf gegen Doping und Spielabsprachen und die sogenannte „duale Laufbahn“, ein Konzept, das darauf abzielt, dass Athleten parallel zur Sportkarriere ihre Berufsausbildung vorantreiben.

Die Kommissarin informierte den IOC-Präsidenten auch über einen Vorschlag für eine Ratsempfehlung über gesundheitsfördernde körperliche Aktivität (HEPA), der im Laufe dieses Jahres vorgelegt werden soll, und lud das IOC zur EU-Konferenz über Geschlechtergleichstellung und Sport am 3.und 4. Dezember in Wilna ein.

Hintergrund

Es ist das zweite Treffen von Kommissarin Vassiliou und IOC-Präsident Rogge im Rahmen des strukturierten Dialogs über den Sport. Jacques Rogge ist seit 2001 Präsident des IOC. Sein Nachfolger wird im September dieses Jahres auf der 125. IOC-Vollversammlung in Buenos Aires gewählt.

Der strukturierte Dialog der Kommission mit der Sportbewegung wurde 2007 aufgenommen, zur Vorbereitung auf die mit dem Vertrag von Lissabon (Artikel 165) eingeführte neue Zuständigkeit der EU auf dem Gebiet des Sports. Die Kommission veranstaltet jedes Jahr das EU-Sportforum, das Vertretern von Sportorganisationen die Möglichkeit zum Austausch über aktuelle Fragen bietet. Das nächste Forum findet am 30. September und 1. Oktober in Wilna statt. Der Dialog zwischen Kommission und Sportbewegung wird auch in bilateralen Treffen und im Rahmen von Tagungen und Seminaren gepflegt. Ferner erfolgt ein regelmäßiger Austausch mit Vertretern des IOC und der europäischen Olympischen Komitees, insbesondere über deren Vertretung in Brüssel.

Der erste EU-Arbeitsplan für Sport 2011-2014 wird mit Unterstützung von sechs Expertengruppen umgesetzt, die der Rat für die Bereiche Dopingbekämpfung; Good Governance im Sport; allgemeine und berufliche Bildung im Sport; Sport, Gesundheit und Beteiligung; Sportstatistik und nachhaltige Finanzierung des Sports eingesetzt hat. Interessenträger aus dem Bereich des Sports können Beobachterstatus in diesen Gruppen beantragen. Bis Ende 2013 wird die Kommission Prioritäten für den neuen Arbeitsplan vorschlagen, der im Mai 2014 unter dem griechischen Ratsvorsitz angenommen werden soll.

Die Verhandlungen über Erasmus für alle sind noch nicht abgeschlossen: Die Kommission hat für 2014-2020 Sportfördermaßnahmen in Höhe von fast 240 Mio. EUR vorgeschlagen. Der endgültige Betrag hängt vom Ergebnis der Verhandlungen über den EU-Gesamthaushalt ab. In den letzten vier Jahren hat die EU über 30 Mio. EUR für länderübergreifende Sportprojekte und besondere jährliche Veranstaltungen bereitgestellt.

Weitere Informationen

Europäische Kommission Sport

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258)

Dina Avraam (+32 229-59667)


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