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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 10. Juni 2013

Luftverkehr: EU und Israel unterzeichnen Abkommen

Am Rande der Tagung der EU-Verkehrsminister in Luxemburg haben die Europäische Union und Israel heute ein umfassendes Luftverkehrsabkommen unterzeichnet, das schrittweise zur Öffnung und Integration der betreffenden Märkte beider Partner, zur Entstehung eines Luftverkehrsraums mit gemeinsamen Vorschriften, zu wirtschaftlichen Vorteilen für die Verbraucher und zu neuen Möglichkeiten für die Luftfahrtunternehmen führen wird.

Dazu der für Mobilität und Verkehr zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Siim Kallas: „Israel ist ein äußerst wichtiger Partner für die EU, und das heute unterzeichnete Abkommen ist für die weitere Stärkung der Gesamtbeziehungen zwischen Israel und der EU in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Tourismus von großer Bedeutung. Wir erwarten mehr Direktflüge nach Israel und von Israel in die EU, Preissenkungen, zusätzliche Arbeitsplätze und wirtschaftliche Vorteile für beide Seiten. Dieses Abkommen ist ein wichtiger weiterer Schritt bei der Realisierung der 2012 beschlossenen erneuerten und verstärkten Strategie für die Luftfahrtaußenbeziehungen der EU.“

Das Abkommen ermöglicht allen EU-Luftfahrtunternehmen Direktflüge nach Israel von jedem beliebigen Ort in der EU und israelischen Luftfahrtunternehmen Flüge nach Flughäfen in der gesamten EU. Der Luftverkehrsmarkt EU-Israel soll in den nächsten fünf Jahren schrittweise geöffnet werden, wobei die volle Öffnung 2018 erreicht sein soll, d. h. die Zahl der Flüge wird dann keinen Beschränkungen mehr unterliegen.

Die Erfahrungen mit anderen Ländern lassen annehmen, dass die schrittweise Marktöffnung ein größeres Angebot an Direktflügen begünstigen wird. Aufgrund der schrittweisen Durchführung des Abkommens werden die Luftfahrtunternehmen beider Seiten genügend Zeit zur Vorbereitung auf den intensiveren Wettbewerb haben.

Parallel zur Öffnung der Märkte soll Israel durch das Abkommen auch – auf der Grundlage gemeinsamer Vorschriften – in einen erweiterten gemeinsamen Luftverkehrsraum mit der EU eingebunden werden. Israel wird Regulierungsanforderungen und Standards anwenden, die den Luftfahrtvorschriften der EU in Bereichen wie Flugsicherheit, Umwelt, Verbraucherschutz (einschließlich Fluggastrechte), Flugverkehrsmanagement, wirtschaftliche Regulierung, Wettbewerbsfragen und soziale Aspekte gleichwertig sind.

Zahlen und Fakten

Die EU ist der wichtigste Luftverkehrsmarkt für Israel mit 57 % der Linienflüge im internationalen Fluggastverkehr von und nach Israel. Umgekehrt ist Israel für die EU einer der wichtigsten Luftverkehrsmärkte im Nahen Osten mit einem großen Wachstumspotenzial. Im Jahr 2011 hatte der Luftverkehr EU-Israel ein Gesamtvolumen von 7,2 Mio. Fluggästen, was einer Zunahme um 6,8 % gegenüber 2010 entspricht. Derzeit gibt es direkte Linienflugverbindungen im Fluggastverkehr zwischen Israel und 18 EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Lettland, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Schweden, Vereinigtes Königreich und Zypern).

In einer kürzlich für die Europäische Kommission durchgeführten Studie wird geschätzt, dass der wirtschaftliche Gesamtnutzen aus einem Luftverkehrsabkommen EU-Israel etwa 350 Mio. EUR jährlich betragen wird, sobald die volle Marktöffnung erreicht ist.

Hintergrund

Dieses Abkommen wird bilaterale Luftverkehrsabkommen zwischen EU-Mitgliedstaaten und Israel ersetzen.

Das Abkommen bedeutet einen weiteren Schritt zur Schaffung eines erweiterten gemeinsamen Luftverkehrsraums zwischen der EU und ihren Nachbarn bis 2015, einem zentralen Ziel des 2012 beschlossenen Ausbaus der Luftfahrtaußenbeziehungen der EU. Ähnliche umfassende Luftverkehrsabkommen mit Nachbarländern wurden bereits mit den Staaten des westlichen Balkans sowie mit Marokko, Jordanien, Georgien und der Republik Moldau geschlossen, entsprechende Verhandlungen werden mit der Ukraine, Aserbaidschan und dem Libanon geführt und sollen demnächst mit Tunesien beginnen.

Die Kommission wird im Verlauf dieses Jahres weitere Vorschläge zur Umsetzung des neuen Fahrplans für die Gestaltung der Luftfahrtaußenbeziehungen der EU vorlegen.

Weitere Informationen:

Luftfahrtaußenbeziehungen der EU

Pressemitteilung vom 22. März 2012

Ansprechpartner:

Helen Kearns (+32 2 298 76 38)

Dale Kidd (+32 2 295 74 61)


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