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Die Mangelernährung besiegen — EU kündigt Ernährungshilfe in Höhe von 3,5 Mrd. EUR an

European Commission - IP/13/516   07/06/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 7. Juni 2013

Die Mangelernährung besiegen — EU kündigt Ernährungshilfe in Höhe von 3,5 Mrd. EUR an

Entwicklungskommissar Andris Piebalgs wird morgen im Namen der Europäischen Union die Bereitstellung der Rekordsumme von 3,5 Mrd. EUR zusagen, die zwischen 2014 und 2020 in die Verbesserung der Ernährungslage in einigen der ärmsten Länder der Welt fließen soll.

Auf der morgigen Geberkonferenz über Ernährung in London wird er bekannt geben, dass 400 Mio. EUR in gezielte Gesundheitsprogramme zur Verbesserung der Ernährung und weitere 3,1 Mrd. EUR in Maßnahmen investiert werden, die sicherstellen, dass Programme in anderen Bereichen wie Landwirtschaft, Bildung, Wasser und Sozialschutz eine deutlichere Verringerung der Unterernährung bewirken.

EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs erklärte: „Ich finde es nicht nachvollziehbar, dass im Zeitalter der technologischen Revolution noch immer 870 Millionen Menschen hungern und 3 Millionen Kinder jährlich an Unterernährung sterben. Wir verfügen durchaus über die Mittel, um diese Tragödie zu verhindern. Was aber fehlt, ist politischer Wille und Entschlossenheit. Deshalb freue ich mich, dass morgen so viele Menschen an dieser Veranstaltung teilnehmen werden und damit zeigen, dass die Geber der Ernährungsfrage die Bedeutung beimessen, die sie verdient. Mit dieser neuen finanziellen Zusage beweist die EU, dass sie entschlossen ist, die Unterernährung ein für alle Mal zu besiegen.“

Dieses zentrale Anliegen steht ganz oben auf der EU-Agenda für die langfristige Entwicklungszusammenarbeit. Eine unzureichende Nährstoffversorgung und mangelnde Ernährungssicherheit stellen eine massive Belastung für die Wirtschaft dar und beeinträchtigen die Existenzgrundlagen und die wirtschaftlichen Möglichkeiten der ohnehin gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Da auf das Problem des „versteckten Hungers“ bzw. der Unterernährung bislang nicht immer angemessen reagiert wurde, hat die EU eine Führungsrolle bei den weltweiten Bemühungen zur Beseitigung des Hungers und der Unterernährung in der Welt übernommen. So wird die EU in den nächsten zehn Jahren rund 50 Ländern, darunter 40 afrikanischen Staaten, bei der Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Bekämpfung von „Stunting“ (ernährungsbedingten Wachstumsstörungen) Hilfe leisten.

Die zugesagten Mittel werden es der Kommission ermöglichen, folgende im vergangenen Jahr beschlossene Zielvorgabe für das Jahr 2025 zu erreichen: Mit Hilfe von EU-finanzierten Programmen sollen die Partnerländer dabei unterstützt werden, die Zahl der von „Stunting“ betroffenen Kinder unter fünf Jahren bis 2025 um 7 Millionen zu senken. Unter „Stunting“ leidende Kinder sind aufgrund des fehlenden Zugangs zur Gesundheitsversorgung und zu nährstoffreichen Nahrungsmitteln chronisch untergewichtig und zu klein für ihr Alter. Sie sind in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung zurückgeblieben, was sich auch auf ihre Zukunft auswirken wird. Die von der Kommission eingegangene Verpflichtung soll zur Umsetzung des Ziels der Weltgesundheitsversammlung beitragen, die Gesamtzahl der unter „Stunting“ leidenden Kinder unter fünf Jahren bis zum Jahr 2025 um 10% (70 Millionen) zu verringern.

Hintergrund

Kommissar Piebalgs nimmt am 8. Juni an zwei hochrangigen Veranstaltungen teil, die vom Vereinigten Königreich, das den Vorsitz der G8-Staatengruppe innehat, in London ausgerichtet werden. An der am Vormittag stattfindenden Veranstaltung „Nutrition for Growth, Beating Hunger through Business and Science Event“ werden mehrere Staats- und Regierungschefs afrikanischer Staaten, einschließlich Côte d’Ivoire, Malawi, Uganda und Tansania, teilnehmen. Die Nachmittagsveranstaltung findet im Rahmen der neuen Allianz für Ernährungssicherung statt, die auf dem G8-Gipfeltreffen in Camp David im Juli 2012 ins Leben gerufen wurde. Ziel dieser neuen Allianz ist es, die Ernährungssicherheit und den Ernährungszustand der Bevölkerung in Afrika zu verbessern und dafür innerhalb von 10 Jahren 50 Millionen Menschen in Afrika aus der Armut zu befreien.

Darüber hinaus hat die Kommission einen politischen Rahmen entwickelt, um das Problem der Mangelernährung gezielt anzugehen. Die Einzelheiten sind in der Mitteilung „Verbesserung der Ernährung von Mutter und Kind im Kontext der Außenhilfe: ein politisches Rahmenkonzept der EU“ dargelegt. Dieser Rahmen wurde von den Mitgliedstaaten gemäß den Schlussfolgerungen des Rates vom 28. Mai befürwortet.

Weitere Informationen

MEMO/13/517: EU action on nutrition in development cooperation

Nutrition for Growth, Beating Hunger through Business and Science Event

http://nutrition4growth.org/index.html

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Website von EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Mitteilung: „Verbesserung der Ernährung von Mutter und Kind im Kontext der Außenhilfe: ein politisches Rahmenkonzept der EU“

http://ec.europa.eu/europeaid/documents/enhancing_maternal-child_nutrition_in_external_assistance_en.pdf

Kontakt :

Alexandre Polack (+32 229 90677)

Maria Sanchez Aponte (+32 229 81035)


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