Navigation path

Left navigation

Additional tools

Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis: Auszeichnung der Gewinner 2013 und Feier zum 25-jährigen Bestehen

European Commission - IP/13/507   06/06/2013

Other available languages: EN FR ES IT EL IS

Europäische Kommission Pressemitteilung

Brüssel/Barcelona, 6. Juni 2013

Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis: Auszeichnung der Gewinner 2013 und Feier zum 25-jährigen Bestehen

Die Gewinner des diesjährigen Europäischen Preises für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis erhalten morgen ihre Auszeichnung. Die Zeremonie, bei der auch das 25-jährige Bestehen des Preises gefeiert wird, findet im Mies-van-der-Rohe-Pavillon in Barcelona statt. Henning Larsen Architects, Studio Olafur Eliasson und Batteríið Architects gewinnen den Hauptpreis für das Konzerthaus und Konferenzzentrum Harpa in Reykjavik, Island (siehe IP/13/376). Der Sonderpreis für junge Architekten geht an María Langarita und Víctor Navarro für die Nave de Música Matadero (Red Bull Music Academy), die für ein Musikfestival in Madrid erbaut worden war.

Die Geschichte des Harpa-Gebäudes kann uns Mut machen. Das Gebäude - begonnen, kurz bevor die Wirtschaftskrise über Island und Europa hineinbrach, - hätte das Gebäude leicht zu einem Symbol des Zusammenbruchs werden können. Die isländische Regierung und die Stadt Reykjavik waren jedoch entschlossen, den Bau fertigstellen zu lassen. Harpa ist damit zu einem Sinnbild für Hoffnung und Erneuerung geworden. Fast zwei Millionen Besucher kamen seit der Eröffnung im Jahr 2011. Wir haben hier ein großartiges Beispiel dafür, wie Investitionen in die Kultur- und Kreativwirtschaft Arbeitsplätze schaffen und insgesamt der Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur förderlich sein können. Ich hoffe, dass die Geschichte von Harpa mehr öffentliche und private Investoren ermutigen wird, das enorme Talent zu unterstützen, das wir in der zeitgenössischen Architektur in Europa haben“, sagte die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend Androulla Vassiliou.

Jan Truszczyński, Generaldirektor für Bildung und Kultur bei der EU-Kommission, und Xavier Trias, Bürgermeister von Barcelona, werden den Gewinnern das Preisgeld von 60 000 EUR (Hauptpreis) bzw. 20 000 EUR (Sonderpreis für junge Architekten) überreichen. Außerdem erhalten die Gewinner Skulpturen des katalanischen Künstlers Xavier Corberó.

Nach der Preisverleihung wird die Ausstellung „Constructing Europe, 25 Years of Architecture“ im Museu Nacional d'Art de Catalunya eröffnet. Gezeigt werden 200 Modelle von Gebäuden, die seit 1988 in die engere Auswahl für den Preis gekommen sind. Damit werden die Bandbreite und die Qualität der zeitgenössischen Architektur in Europa in den letzten 25 Jahren veranschaulicht. Zur Ausstellung gibt es auch einen Katalog.

Im Mies-van-der-Rohe-Pavillon findet außerdem eine Debatte zum Thema „Breaking New Ground“ mit Beiträgen der Preisträger sowie von Spitzenarchitekten, Kritikern und Studierenden statt. Teilnehmen werden unter anderem Valéry Didelon, Ricardo Devesa, Anne Isopp, Vasa Perović und Ibai Rigby. Die Debatte wird im weiteren Verlauf des Jahres 2013 und im Jahr 2014 in europäischen Universitäten und Einrichtungen fortgesetzt, begleitet von der Ausstellung.

Hintergrund

Die Architekturbranche ist das Herzstück des dynamischen Kultur- und Kreativsektors Europas. Mehr als eine halbe Million Menschen sind direkt in dieser Branche beschäftigt, weitere 12 Millionen im Baugewerbe. Die Kultur- und Kreativbranche erwirtschaftet 4,5 % des BIP der EU.

Der Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis unterstreicht den Beitrag europäischer Architektinnen und Architekten zur Entwicklung neuer Ideen und Technologien in der modernen Stadtentwicklung. Die 1987 ins Leben gerufene und gemeinsam vom EU-Programm „Kultur“ und der Stiftung Mies van der Rohe finanzierte Auszeichnung ist der renommierteste europäische Architekturpreis. Er wird alle zwei Jahre an ein Projekt verliehen, das in den vorangegangenen zwei Jahren fertiggestellt wurde. Nominiert werden die Projekte von unabhängigen Fachleuten, den Mitgliedsverbänden des Rates der europäischen Architekten (ACE), nationalen Architektenverbänden sowie den Mitgliedern des Beirats für den Preis.

Der Preis ist nach Ludwig Mies van der Rohe benannt, der als einer der Vorreiter der modernen Architektur im 20. Jahrhundert gilt. Zu seinen berühmtesten Werken gehören der deutsche Pavillon auf der Weltausstellung von Barcelona (1929), die Villa Tugendhat in Brno (Tschechien), das Seagram-Gebäude in New York und die Nationalgalerie in Berlin.

Neben der Anerkennung herausragender Leistungen werden Architekten durch den Europäischen Preis für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis dazu ermutigt, über ihre Landesgrenzen hinaus tätig zu werden und dazu beizutragen, im Einklang mit den Zielen der Strategie Europa 2020 die Kreativität in Europa zu stärken.

Die Preisträger wurden unter 335 Bewerbern aus 37 europäischen Ländern ausgewählt. Fünf Arbeiten kamen in die Endauswahl. Die übrigen Finalisten waren: Rathaus (Gent, Belgien; Robbrecht en Daem architecten, Marie-José Van Hee architecten); Superkilen (Kopenhagen, Dänemark; BIG Bjarke Ingels Group, Superflex, Topotek1); Seniorenheim (Alcácer do Sal, Portugal; Aires Mateus Arquitectos) und Metropol Parasol (Sevilla, Spanien; J. Mayer H).

Die Mitglieder der Jury, die die Finalisten für das Jahr 2013 ausgewählt haben, sind: Wiel Arets, Vorsitzender der Jury/Leiter von Wiel Arets Architekten, Maastricht, und Dekan am College of Architecture IIT Chicago; Pedro Gadanho, Kurator für zeitgenössische Architektur, Museum of Modern Art (MoMA), New York; Antón García-Abril, Ensamble Studio, Madrid; Louisa Hutton, Sauerbruch Hutton Architekten, Berlin; Kent Martinussen, Vorstand, Danske Arkitekter Center (DAC), Kopenhagen; Frédéric Migaryou, Direktor für Architektur & Design, Centre Pompidou, Paris; Ewa Porebska, Chefredakteurin, Architektura-murator, Warschau; Giovanna Carnevali, Sekretärin der Jury/Direktorin, Stiftung Mies van der Rohe, Barcelona.

Für eine vollständige Liste der 335 Nominierungen klicken Sie auf die Ländernamen:

Albanien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien (EJRM), Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Serbien, Slowakische Republik, Slowenien, Schweden, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

Weitere Informationen

Videobotschaft der Kommissarin

http://ec.europa.eu/culture

http://www.miesarch.com

Twitter: @VassiliouEU

@EUMiesAward

Facebook:

Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur/Mies-van-der-Rohe-Preis

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Dina Avraam (+32 229-59667)

Mercedes Soler, Gemma Pasqual/ICE (+34 93 215 10 11)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website