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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 30. Mai 2013

EU-Kommissarin Damanaki begrüßt Einigung zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

Maria Damanaki, EU-Kommissarin für Fischerei und maritime Angelegenheiten, hat die Einigung des Ministerrates und des Europäischen Parlaments zur neuen, reformierten Fischereipolitik begrüßt.

Die Einigung markiert das Ende eines umfassenden Prozesses, der mit langwierigen Konsultationen begann, die zu den ehrgeizigen Reformvorschlägen der Europäischen Kommission von 2011 geführt haben. Die jetzt erzielte Einigung ist das Ergebnis einer Reihe von Beratungen zwischen dem irischen Ratsvorsitz unter der Leitung von Simon Coveney, dem irischen Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Meeresangelegenheiten, und dem Europäischen Parlament, an denen die Kommission als Vermittlerin beteiligt war. Die letzten noch offenen Fragen bezogen sich auf die vier Kernpunkte höchstmöglicher Dauerertrag, Rückwurfverbot, Regionalisierung und Steuerung der Flottenkapazität.

Hierzu erklärte Frau Damanaki: „Dies ein historischer Schritt für alle, die im Fischerei- und Aquakultursektor tätig sind. Wir werden die Art und Weise, wie in Zukunft gefischt wird, radikal ändern.

  • 1. Wir schaffen die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft unserer Fischer und unserer Fischwirtschaft.
    Dies erreichen wir, indem wir die Fischbestände über die nachhaltigen Mengen hinaus auffüllen, indem wir unsere Fangmöglichkeiten an wissenschaftlichen Gutachten ausrichten, und indem wir die Rückwürfe, das Fangen von Fischen und das Zurückwerfen toter Fische ins Meer, und alle anderen Praktiken von Ressourcenverschwendung unterbinden.

  • 2. Außerdem werden wir dieselben Grundsätze anwenden, wenn wir außerhalb unserer Hoheitsgewässer fischen. Wir werden das internationale Recht und unsere Verpflichtungen in vollem Umfang einhalten.

  • 3. Wir werden aufhören, alle Entscheidungen in Brüssel treffen zu lassen. Wir werden nicht mehr mithilfe von Mikromanagement arbeiten. Wir streben eine Regionalisierung an, also eine Zusammenarbeit mit den regionalen Behörden und Interessenträgern, um für jedes Problem spezifische und maßgeschneiderte Lösungen zu finden.

  • 4. Und schließlich werden wir unsere Marktpolitik ändern, um die Verbraucher besser zu informieren, damit unsere Fischer für ihren Fisch einen angemessenen Preis erhalten können.

Die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) ist ein wichtiger Motor für Wachstum und Beschäftigung zu einer Zeit, in der Europa ihn am nötigsten hat.

Ich bin Frau Rodust und Herrn Coveney sehr dankbar für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz zur Erreichung dieses Ergebnisses. Ebenso möchte ich dem Ministerrat und dem Europäischen Parlament für ihren offenen und ausgewogenen Ansatz während des gesamten Verhandlungsprozesses danken.

Der nächste Schritt für mich ist es, die Umsetzung der Reformen proaktiv zu begleiten, um dafür zu sorgen, dass sie für die Branche, für unsere Bürger und für die Wirtschaft Europas zu einem Erfolg werden."

Hintergrund

Übergreifendes Ziel der reformierten Fischereipolitik ist es, die Überfischung zu beenden und die Fischerei ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltig zu gestalten. Mit der Reform sollen die zukünftigen Bedingungen für die Fische und die Fischereien sowie für die Meeresumwelt, die deren Lebensgrundlage bildet, verbessert werden. Die Maßnahmen zielen darauf ab, mittels eines wissenschaftsbasierten Ansatzes bei der Festsetzung der Fangmöglichkeiten die Nachhaltigkeit der Fischbestände wieder herzustellen. Ferner wird angestrebt, das nachhaltige Wachstum im Sektor zu fördern, Beschäftigungsmöglichkeiten in Küstengebieten zu schaffen und letztlich die EU-Bürger nachhaltig mit gesundem Fisch zu versorgen.

Die Reform ist ein Beitrag zur Strategie Europa 2020 und bildet einen entscheidenden Bestandteil der Bestrebungen, für mehr Kohärenz in der EU-Meeres- und Küstenpolitik zu sorgen, indem die Leistungsfähigkeit der Branche und der Zusammenhalt in den Küstengebieten gestärkt werden.

Die Gemeinsame Fischereipolitik wurde 1970 durch die sechs Gründungsmitglieder der Europäischen Gemeinschaft geschaffen, um einen gemeinsamen Markt für die Fischwirtschaft aufzubauen. Seit der letzten großen Reform im Jahr 2002 wurde sie mehrmals geändert.

Weitere Informationen

Die Einzelheiten zur Reform:

http://ec.europa.eu/fisheries/reform/index_de.htm

MEMO/13/482

Ansprechpartner:

Oliver Drewes (+32 229-92421)

Lone Mikkelsen (+32 229-60567)


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