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Fangmöglichkeiten 2014: weiterer Abbau der Überfischung

European Commission - IP/13/487   30/05/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 30. Mai 2013

Fangmöglichkeiten 2014: weiterer Abbau der Überfischung

Die jüngsten Zahlen über die Fischbestände in EU‑Gewässern zeigen, dass die Bemühungen der Kommission um eine Reduzierung der Überfischung erfolgreich waren. In einem heute verabschiedeten Konsultationspapier berichtet die Europäische Kommission über die Lage der europäischen Fischbestände und legt ihre Pläne für die Festsetzung der Fangmöglichkeiten für 2014 dar. 39 % der untersuchten Fischbestände in den EU‑Gewässern im Nordostatlantik waren überfischt, gegenüber 47 % im vergangenen Jahr und 95 % im Jahr 2005. Der Nutzen der Maßnahmen für den Fischereisektor tritt immer deutlicher zutage; so verzeichnen die jüngsten Einkommensdaten einen Anstieg um 40 % gegenüber dem Vorjahr. Allerdings sind weitere Fortschritte erforderlich.

Die EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, Maria Damanaki, erklärte: „Die Zahlen zeigen, dass verantwortungsvolle Bestands­bewirtschaftungs­maßnahmen sinnvoll sind und Erfolg haben. Dennoch müssen wir unsere Anstrengungen noch verstärken, um die Überfischung bis zu dem vereinbarten Zieldatum zu beenden. Dazu muss die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik abgeschlossen werden.“

Mit diesem jedes Jahr zu erstellenden Konsultationspapier bittet die Kommission die Mitgliedstaaten und die Interessenvertreter um ihre Meinung zur Festsetzung der zulässigen Gesamtfangmengen (TAC), der Quoten und des Fischereiaufwands (Tage auf See) für das kommende Jahr. Es zeigt, dass die Bemühungen der Kommission um eine Reduzierung der Überfischung bereits erste Früchte tragen. Momentan werden 25 Fischbestände in europäischen Meeren nachweislich nicht überfischt – im Jahr 2005 waren das nur 2 Bestände.

Die wissenschaftliche Grundlage für die Schätzung der Fischbestände verbessert sich immer mehr. Neue Methoden, die der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) eingebracht hat, bedeuten, dass gegenüber dem vergangenen Jahr Gutachten für 30 Bestände mehr vorliegen.

Der Nettogewinn der EU‑Fischereiflotte ist seit 2011 um durchschnittlich rund 40 % gestiegen; dies zeigt, dass das Einkommen der Fischer durch den Rückgang der Überfischung steigt, auch wenn die hohen Treibstoffkosten für die Flotte eine zusätzliche Belastung darstellen.

Die Kommission fordert den Fischereisektor auf, die wissenschaftlichen Gutachten zu befolgen. Für die Bestände, die unter langfristige Bewirtschaftungspläne fallen, sollten TAC und ein höchstzulässiger Fischereiaufwand im Einklang mit den bestehenden Plänen festgesetzt werden (rechtliches Erfordernis). Für die übrigen Bestände, die nicht unter solche Pläne fallen, sollten sich die TAC auf wissenschaftliche Gutachten stützen mit dem Ziel, der Überfischung bis zum Jahr 2015 ein Ende zu bereiten. Liegen keine Gutachten vor, sollte das Vorsorgeprinzip angewendet werden.

Hintergrund

Die folgenden Bestände in EU-Gewässern im Nordostatlantik wurden 2012 als nicht überfischt bewertet:

Arten

Gebiet

Blauer Wittling

Nordostatlantik

Kabeljau

Keltische See und Ärmelkanal

Östliche Ostsee

Gemeine Seezunge

Skagerrak, Kattegat, Ostsee

Westlicher Ärmelkanal

südwestlich von Irland

Keltische See

Schellfisch

Nordsee, Skagerrak und Kattegat

Rockall

westlich von Schottland

Hering

Nordsee

westlich von Schottland

Irische See

Keltische See

Westliche Ostsee

Bottenwiek und Bottnische See

Butte

Nordsee und westlich von Schottland

Kaisergranat

Skagerrak und Kattegat

Nordsee

westlich von Schottland

Scholle

Nordsee

Seelachs

Nordsee und westlich von Schottland

Sprotte

Ostsee

Dornhai

alle Gebiete

Wittling

Keltische See

Der Zustand der Bestände, die wissenschaftlich geschätzt werden können, hat sich im Laufe der vergangenen Jahre verbessert. Im Nordostatlantik und in benachbarten Meeren ging die Zahl der überfischten Bestände von 32 von 34 im Jahr 2005 auf 16 von 41 im Jahr 2012, d. h. von 94 % auf 39 % zurück. Im Mittelmeer und im Schwarzen Meer liegen für 85 Bestände ausreichende Daten vor. Davon gelten 75 (88 %) als überfischt.

Weitere Einzelheiten sind dem Konsultationspapier zu entnehmen:

http://ec.europa.eu/fisheries/cfp/fishing_rules/tacs/index_de.htm

Kontaktpersonen:

Oliver Drewes +32 229-92421

Lone Mikkelsen +32 229-60567


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