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Die besten Ideen zur sozialen Innovation: neue Möglichkeiten zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Unternehmen

European Commission - IP/13/471   29/05/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 29. Mai 2013

Die besten Ideen zur sozialen Innovation: neue Möglichkeiten zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Unternehmen

Die soziale Innovation kann neuen Unternehmensmodellen zur Bewältigung eines ungedeckten sozialen Bedarfs Impulse verleihen. Heute hat José Manuel Durão Barroso, der Präsident der Europäischen Kommission, die ersten Preise für soziale Innovation für drei bahnbrechende Ideen verliehen, die auf neue Möglichkeiten zur Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen in Europa ausgerichtet sind. Die preisgekrönten Projekte zielen darauf ab, die Jugendarbeitslosigkeit durch die Aufteilung von Arbeitsplätzen zwischen jungen und älteren Arbeitnehmern zu senken, die Reichweite und Qualität von klein angelegten Sozial- und Gesundheitsleistungen durch Anwendungssoftware (App) auszudehnen und den Zugang wirtschaftlich benachteiligter Personen zum Arbeitsmarkt durch weite Sichtbarmachung deren Fähigkeiten zu verbessern.

Zur Ankurbelung der sozialen Innovation hat die Europäische Kommission am 1. Oktober 2012 den Wettbewerb zur sozialen Innovation zum Gedenken an Diogo Vasconcelos1 ins Leben gerufen. Dabei wurden die Europäerinnen und Europäer aufgefordert, Lösungen zur Schaffung neuer und besserer Beschäftigungsmöglichkeiten zu entwickeln. Daraufhin gingen über 600 Vorschläge ein, von denen drei heute in Brüssel ein mit 20 000 EUR dotierter Preis bei der Preisverleihungszeremonie des Wettbewerbs zur sozialen Innovation in Europa verliehen wurde.

José Manuel Durão Barroso, der Präsident der Europäischen Kommission, erklärte dazu: „Die preisgekrönten Ideen zeigen, dass die soziale Innovation das Potenzial besitzt, maßgeblich zur Schaffung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten beizutragen. Neue Märkte können durch Ideen erschlossen werden, die an der Basis entwickelt wurden, was angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftskrise wichtiger denn je ist. Soziale Innovation kann Anreize für eine dynamischere, integrative und nachhaltige soziale Marktwirtschaft liefern. Neues Potenzial anzuzapfen und Arbeitsplätze zu schaffen, ist genau das richtige Rezept für unsere schwierige Gegenwart.“

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission, Antonio Tajani, fügte hinzu: „Wir müssen im Kampf gegen die Erwerbslosigkeit, die größte gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit, neue Denk- und Handlungsweisen entwickeln. Es ist wünschenswert, dass derartige innovative Ideen ausgeweitet und nachgeahmt werden, um weit reichende Auswirkungen zu erzielen. Sie bilden ein Potenzial für Wachstum und Beschäftigung, das unbedingt zu nutzen ist.“

Weitere Informationen sind verfügbar auf der Wettbewerbsseite.

Arbeitsplätze für die wirtschaftlich Benachteiligten – drei herausragende Ideen

Durch die soziale Innovation können neue Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen geschaffen werden, um die Position Europas in Wachstumsbereichen wie dem Gesundheitswesen und Umweltschutzleistungen zu stärken. Soziale Innovatoren konzipieren öffentliche Dienstleistungen, die stärker auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger abgestimmt sind und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Die folgenden neuen, herausragenden Ideen für die Freisetzung noch unverbrauchter Talente und Fähigkeiten zur Bewältigung eines drängenden ungedeckten Bedarfs sind als Sieger aus dem diesjährigen Wettbewerb zur sozialen Innovation hervorgegangen:

  • Ausdehnung der Reichweite und Wirkung klein angelegter Sozial- und Gesundheitsleistungen: Community Catalysts (Vereinigtes Königreich) schlagen vor, Talente in Unternehmen und Gemeinschaften zur Schaffung von Arbeitsplätzen zu sozialem Nutzen zusammenschließen, indem man die Betreffenden dabei unterstützt, ihre Kreativität zur Einrichtung nachhaltiger und bezahlbarer klein angelegter Sozial- und Gesundheitsleistungen zu entfalten. Diese Kleinstunternehmen könnten von einer Vielzahl von Personen eingerichtet werden, u. a. von Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen und pflegenden Angehörigen. Community Catalysts möchte deren gegenwärtige Reichweite und Wirkung durch ein verwaltetes Netz professioneller Unternehmen und professioneller Mentoren ausdehnen, die lokale Unternehmer im gesamten Vereinigten Königreich über eine Online-Plattform unterstützen. Weitere Informationen

  • Verbesserter Zugang wirtschaftlich benachteiligter Personen zum Arbeitsmarkt durch weite Sichtbarmachung deren Fähigkeiten: Dies kann sich auf alles Mögliche beziehen, von hausgemachtem Käse über Car-Pooling bis hin zu Computerunterstützung bzw. allen anderen Produkten oder Dienstleistungen, die vernünftigerweise zu Hause oder in einem kleinen Unternehmen bereitgestellt werden können. Economy App (Deutschland) erfasst Informationen von Nutzern darüber, was sie in einer lokalen Wirtschaft anbieten könnten und welche wirtschaftlichen Bedürfnisse sie haben. Die Software führt Buch über den Wert der Produkte und Dienstleistungen, die von jeder einzelnen Person in diesem Wirtschaftsnetzwerk bereitgestellt bzw. genutzt wurden, so dass kein Geld ausgetauscht werden muss. Weitere Informationen

  • Senkung der Jugendarbeitslosigkeit durch Aufteilung von Arbeitsplätzen zwischen jungen und älteren Arbeitnehmern: MITWIN.NET (Spanien) schlägt ein generationenübergreifendes professionelles Netz zur Vereinfachung der Kontaktaufnahme zwischen Menschen vor, damit Arbeitsplätze und Know-how geteilt werden können; das Hauptziel dabei ist die Senkung der hohen Jugendarbeitslosenquote. MITWIN.NET schlägt vor, dass ältere Arbeitnehmer sich einen Arbeitsplatz mit jüngeren Menschen teilen, so dass die Personen, die bald das Ruhestandsalter erreichen werden, ihr Wissen mit den Personen teilen können, die in den Arbeitsmarkt eintreten, was sowohl den Eintritt in den Arbeitsmarkt als auch den Rückzug von diesem vereinfacht und einen Beitrag zur Bewältigung der Jugendarbeitslosigkeit leistet. Weitere Informationen

Hintergrund

Die Jury bestand aus 10 Experten für soziale Innovation aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Hintergründen, die von der Europäischen Kommission unabhängig sind. In jedem einzelnen Vorschlag der Finalisten kamen die Innovation, das Potenzial für systemischen Wandel, die Möglichkeit der Reproduktion oder Übertragung auf einen anderen EU-Mitgliedstaat oder mehrere und das Potenzial der Nachhaltigkeit deutlich zum Ausdruck.

Der Wettbewerb zur sozialen Innovation 2014 wird im Oktober 2013 in Mailand eingeleitet.

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 229-51752) Twitter: @ECspokesCorazza

Sara Tironi (+32 229-90403)

1 :

Diogo Vasconcelos war im Januar 2009 Vorsitzender eines Unternehmenspanels zur künftigen Innovationspolitik der EU, das einen Beitrag zur Tätigkeit der nächsten Europäischen Kommission im Rahmen der Lissabonstrategie nach 2010 leisten sollte. Darüber hinaus war er Vorsitzender des Social Innovation Exchange (SIX), einer weltweiten Gemeinschaft von über 5000 Einzelpersonen und Organisationen, die sich der Förderung der sozialen Innovation verschrieben haben.


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