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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 29. Mai 2013

Copernicus: EU-Erdbeobachtungsprogramm schafft Arbeitsplätze und fördert den Umweltschutz!

In einer zunehmend von Naturkatastrophen und anderen Katastrophen bedrohten Welt sorgt das neue Programm Copernicus für eine regelmäßige Beobachtung und Überwachung von Atmosphäre, Ozeanen und Landoberflächen und stellt somit verlässliche, validierte und sichere Informationen zur Unterstützung einer großen Bandbreite von Anwendungen und Entscheidungen im Bereich Umwelt und Sicherheit zur Verfügung. Gleichzeitig wird das Programm zum Wachstumsmotor, indem kleine und mittlere Unternehmen dazu ermutigt werden, benutzerdefinierte Dienste zu entwickeln und somit für Wachstum und Beschäftigung in einem klar zukunftsorientierten Wirtschaftssektor sorgen. Vor diesem Hintergrund legte die Europäische Kommission heute den Vorschlag für ein neues Erdbeobachtungsprogramm mit der Bezeichnung Copernicus1 vor, das mit einem Budget von 3,786 Mrd. EUR für den Zeitraum 2014 – 2020 ausgestattet ist. Aus diesem Budget werden die Ausgaben für die Entwicklung, den Start und den Betrieb einer Reihe von Satelliten (Sentinel-Missionen) gedeckt und sechs operationelle Dienste eingerichtet, mit deren Hilfe Satellitenbilder in praktisch nutzbare Informationsprodukte umgewandelt werden (MEMO/13/478).

Der für Industrie und Unternehmertum zuständige Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani erklärte: „Mit der Bereitstellung von Informationen zu unserer Umwelt stellt das Programm Copernicus eine enorme Chance für die Europäische Union dar. Mit dem Programm werden der Klimawandel überwacht und die Sicherheit unserer Bürger verbessert. Es wird Investitionen von Unternehmen auslösen, die im Bereich Raumfahrtinfrastrukturen liefern, und damit Wachstum und Beschäftigung schaffen. Es wird auch die nachgelagerten Industriebranchen fördern, nämlich Unternehmen, die innovative Anwendungen oder Dienstleistungen entwickeln, mit denen gewährleistet wird, dass Bürger und Unternehmen von solchen öffentlichen Investitionen profitieren.“

Weitere Informationen

Wichtige Umwelt- und Sicherheitsdienste

Copernicus ist die neue Bezeichnung für das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Kommission, das bisher als GMES (Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung) bekannt war. Das Programm zielt darauf ab, Europa einen kontinuierlichen, unabhängigen und verlässlichen Zugang zu Erdbeobachtungsdaten und –informationen zu ermöglichen.

Das Programm ist in sechs unterschiedliche Dienste aufgeteilt: Überwachung im Bereich Meeresumwelt, Atmosphäre, Land und Klimawandel sowie Unterstützung für Not- und Sicherheitsdienste. Copernicus nutzt Daten von Satelliten und von In-situ-Sensoren, z. B. Bojen oder Luftsensoren, um aktuelle und zuverlässige Informationen und Prognosen als Unterstützung für Maßnahmen in folgenden Bereichen bereitzustellen: Landwirtschaft, Fischerei, Landnutzung und Städteplanung, Bekämpfung von Waldbränden, Katastrophenabwehr, Seeverkehr oder Überwachung der Luftverschmutzung.

Im Rahmen des Copernicus-Programms werden folgende Dienste angeboten:

  • ein Dienst für die Landüberwachung: Informationen zur Unterstützung der Konzeption und Anpassung europäischer Politiken, wie z. B. umweltpolitische Maßnahmen zum Naturschutz und Biodiversität, Maßnahmen im Bereich natürliche Ressourcen, Umweltrisiken, Umweltverträglichkeitsprüfung, Wasserpolitikrichtlinie, Regionalpolitik, räumlicher Zusammenhalt und Raumentwicklung, gemeinsame Verkehrspolitik und KMU-Politik;

  • ein Dienst für die Beobachtung der Meeresumwelt: Informationen zum Zustand der Ozeane, darunter Meeresspiegel, Strömungen, Salzgehalt und Ölteppiche;

  • ein Dienst für die Überwachung der Atmosphäre: Informationen über die chemische Änderung der Atmosphäre mit Auswirkungen auf den Klimawandel und die Luftqualität sowie Informationen zur Sonneneinstrahlung;

  • ein Dienst zur Unterstützung des Katastrophenmanagements: Bewältigung von Naturkatastrophen, z. B. meteorologische Gefahren (etwa Stürme, Brände und Überschwemmungen), geophysikalische Gefahren (wie Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche, Erdrutsche und Bodensenkungen), vom Menschen ausgelöste Katastrophen und sonstige humanitäre Krisen und zivile Notfälle, wobei die letzteren komplexer Natur sind und eine bereichsübergreifende Reaktion erfordern;

  • ein Sicherheitsdienst: beispielsweise im Bereich Überwachung des Seeverkehrs durch den Küstenschutz sowie Überwachung kritischer Infrastrukturen zur Verringerung der Zahl terroristischer Angriffe;

  • ein parallel zu entwickelnder Dienst zur Überwachung des Klimawandels: Modellierung von Szenarien für den Klimawandel durch die Erhebung verlässlicher und lückenloser Daten zu bestimmten Indikatoren.

Riesiges Potenzial für Innovation und Unternehmensentwicklung

Die jüngsten Studien zu den voraussichtlichen Auswirkungen des Copernicus-Programms auf die Wirtschaft Europas sehen finanzielle Vorteile in der Höhe von mindestens 30 Mrd. EUR bis zum Jahr 2030 sowie die Schaffung von 50,000 neuen Arbeitsplätzen vor. Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass bei der Aufrechterhaltung günstiger Bedingungen auf den nachgelagerten Märkten (einschließlich der Gewährleistung fairer Wettbewerbsbedingungen mit Hilfe einer Politik der umfassenden, kostenlosen und öffentlich zugänglichen Copernicus-Daten) die kumulativen Vorteile um einen Faktor von fünf bis zehn bis zu einer Höhe von 200 Mrd. EUR bis zum Jahr 2030 ansteigen könnten. (MEMO/12/966).

Kontakt :

Carlo Corazza (+32 229 51752) Twitter: @ECspokesCorazza

Sara Tironi (+32 229 90403)

1 :

Seit dem Eintritt des Programms in seine operationelle Phase wurde seine Bezeichnung in Copernicus geändert. Mit dieser Namensänderung wird ein großer europäischer Wissenschaftler und Naturbeobachter gewürdigt: Nikolaus Kopernikus. Seine Theorie des heliozentrischen Weltbilds gilt als der wichtigste Vorläufer der modernen Wissenschaft. Er stieß für die Menschheit das Tor zum unendlichen Universum auf, nachdem dieses zuvor als ein Raum verstanden worden war, in dessen Mittelpunkt die Erde lag, um die sich die Sonne und die Planeten bewegten – Kopernikus schuf damit eine Welt ohne Grenzen. Die Menschheit zog aus seinen Erkenntnissen einen großen Nutzen, da auf diese Weise der Funken wissenschaftlichen Forschens entzündet war, der es uns schließlich ermöglicht hat, die Welt, in der wir leben, besser zu verstehen.


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