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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 24. Mai 2013

Europawahlen: zwei von drei jungen Menschen wollen wählen

Eine Umfrage der Europäischen Kommission zur Teilnahme von Jugendlichen am demokratischen Leben ergab, dass knapp zwei Drittel (64 %) der jungen Europäerinnen und Europäer vorhaben, 2014 bei den Wahlen zum Europäischen Parlament ihr Kreuzchen zu machen, und nur etwa ein Drittel (35 %) nicht vorhat zu wählen. Junge Menschen nehmen ihr Wahlrecht seltener wahr als ihre Eltern und zeigen sich zunehmend unzufrieden mit der Politik. Dennoch möchten sie sich einbringen und fordern mehr Möglichkeiten, in der Politik zu Wort zu kommen. Verglichen mit anderen Altersgruppen identifizieren sich Jugendliche stark mit Europa und schätzen die europäische Integration höher ein.

„Ich möchte auf die Wahlen zum Europäischen Parlament hinweisen und den jungen Menschen sagen, warum es so wichtig ist, zur Wahl zu gehen. Die Europäische Jugendwoche ist eine exzellente Gelegenheit, um die aktive Beteiligung junger Menschen an der Gesellschaft zu stärken und zu zeigen, was die EU-Unterstützung für die Jugend in Europa in den letzten 25 Jahren geleistet hat“, so Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend.

Im Mittelpunkt der Europäischen Jugendwoche (26. Mai bis 2. Juni) steht die aktive Bürgerschaft junger Menschen als Beitrag zur Gesellschaft. In den 27 EU-Ländern, Island, Kroatien, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und der Türkei werden hunderte Veranstaltungen organisiert. Die Jugendwoche wird darüber hinaus 25 Jahre EU‑Unterstützung für junge Menschen feiern, dank derer etwa 2,5 Mio. Jugendliche und Jugendbetreuer an Austauschprogrammen mit anderen Ländern, am Europäischen Freiwilligendienst und an anderen nichtformalen Lernaktivitäten teilnehmen.

In Belgien, den Niederlanden, Schweden, Italien, Irland, Luxemburg und Malta gaben 75 % der jungen Menschen an, dass sie zur Wahl gehen werden, in Zypern, Griechenland, Estland, der Tschechischen Republik und Slowenien höchstens 55 %. Die Umfrage zeigt auch, dass von denen, die wählen gehen möchten, etwa ein Drittel (28 %) dies fest vorhat; 11 % sagten, sie würden auf keinen Fall wählen. Neun von zehn der Jugendlichen, die wahrscheinlich zur Wahl gehen werden, würden wählen, weil sie Demokratie, Europa und die Europawahlen für wichtig halten. Zwei von drei der Jugendlichen, die wahrscheinlich nicht wählen gehen werden, sind der Meinung, ihre Stimme werde nichts ändern.

Die Umfrage wurde im April 2013 durchgeführt; befragt wurden 13 000 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren in den 27 EU-Mitgliedstaaten und 500 Jugendliche in Kroatien. Ziel war, herauszufinden, wie die jungen Menschen zur Beteiligung an der Gesellschaft und den Europawahlen 2014 stehen.

Hintergrund

35 % der jungen Europäerinnen und Europäer gaben an, im letzten Jahr in einem Sportclub aktiv gewesen zu sein, 22 % in einer Jugendorganisation, 15 % in einer lokalen Organisation und 14 % in einer kulturellen Organisation. 44 % der jungen Europäerinnen und Europäer gehören gar keiner Organisation an. Wer an mindestens einer Aktivität teilgenommen hat bzw. in einer Organisation eingeschrieben war, konnte sich eher vorstellen, später einmal für ein politisches Amt zu kandidieren (23 %, gegenüber 14 % derer, die nicht teilgenommen haben bzw. nicht eingeschrieben waren), und geht auch eher zu den Europawahlen. Bei den Befragten, die an keiner Aktivität teilgenommen haben, ist es weniger wahrscheinlich, dass sie sich für Politik oder Wahlen interessieren (53 %, gegenüber 41 % bei denen, die teilgenommen haben).

Die Studie der Europäischen Kommission, die von der London School of Economics zum Thema „Teilnahme der Jugendlichen am demokratischen Leben“ durchgeführt wurde, zeigt auf, dass die jungen Menschen immer unzufriedener mit der Politik sind. Sie möchten sich in die Politik einbringen, indem man sie anhört und auf verschiedene Weise involviert. Internet und neue Technologien gelten als gute Mittel zur Verbesserung der Teilnahme. Die jungen Menschen möchten auch besser über Politik und Wahlen informiert werden und denken über spezielle institutionelle Gegebenheiten nach, die ihre Beteiligung und ihre Repräsentation verbessern könnten. Bürgernahe und in der Gemeinde verankerte Organisationen motivieren die Jugendlichen erfolgreich dazu, sich einzubringen.

Laut dem Bericht der Europäischen Kommission zu „EU Bürgerschaft und politische Beteiligung junger Menschen“ sehen sich die jungen Menschen mehr als jede andere Altersgruppe als Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union. 69 % der Befragten sind der Meinung, dass es zu ihrer Bürgerschaft gehört, Teil der Europäischen Union zu sein (im Gegensatz zu rund 60 % aus der Gruppe älterer Befragter). Nur 30 % der jungen Europäerinnen und Europäer fühlen sich ausschließlich als Staatsangehörige ihres Landes (im Vergleich zu etwa 38 % aus der Gruppe älterer Befragter).

Das gegenwärtige Programm „Jugend in Aktion“ möchte bei den jungen Europäerinnen und Europäern einen Sinn für aktive Bürgerschaft, Solidarität und Toleranz wecken und sie an der Gestaltung der Zukunft der Europäischen Union beteiligen. Das neue Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, Erasmus für alle, wird im Zeitraum 2014 bis 2020 weiterhin Jugendprojekte unterstützen.

Europäische Jugendwoche

Das 25-jährige Bestehen der EU-Jugendprogramme wird am 31. Mai in Brüssel gefeiert. Neben einer politischen Debatte über den Wert der Beteiligung der Jugend werden zu diesem Anlass herausragende Jugend-in-Aktion-Projekte prämiert. Auf der Esplanade des Europäischen Parlaments werden am 30. und 31. Mai 2013 in einem Pavillon Projekte vorgestellt.

Vom 27. bis 29. Mai findet in Brüssel mit jungen Menschen und Jugendorganisationen eine Konferenz zum strukturierten Dialog der EU statt. Dabei kommen Vertreter der nationalen Arbeitsgruppen aus den Mitgliedstaaten zusammen. Auf der Konferenz werden bewährte Verfahren zur Führung des strukturierten Dialogs weitergegeben und Schlussfolgerungen über dessen künftige Entwicklung gezogen.

Weitere Informationen

Eurobarometer: Bericht, Zusammenfassung und Datenblätter nach Land

Studie zur Teilnahme der Jugendlichen am demokratischen Leben

Bericht über EU-Bürgerschaft und politische Beteiligung junger Menschen

Europäisches Jugendportal

Europäische Jugendwoche

EU-Jugendprogramme, 1988-2013

Europäische Kommission: Jugend

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258)

Dina Avraam (+32 229-59667)


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