Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Kommission schlägt neue europäische Industriestrategie für die Elektronik vor – gezieltere Unterstützung der Mobilisierung privater Neuinvestitionen in Höhe von 100 Milliarden EUR

Commission Européenne - IP/13/455   23/05/2013

Autres langues disponibles: FR EN DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 23. Mai 2013

Kommission schlägt neue europäische Industriestrategie für die Elektronik vor – gezieltere Unterstützung der Mobilisierung privater Neuinvestitionen in Höhe von 100 Milliarden EUR

Die Europäische Kommission hat heute eine Kampagne für koordinierte öffentliche Investitionen in die Mikro- und Nanoelektronik (Halbleiter und Computerchips) gestartet, um die hochentwickelte Fertigung in Europa auszubauen.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, sagte dazu: „Wenn anderswo massiv in Computerchips investiert wird, darf Europa nicht zurückstehen. Wir müssen unsere Stärken ausbauen und bündeln und neue Stärken entwickeln. Damit dieser Wandlungsprozess funktioniert, brauchen wir eine zügige und enge Koordinierung der öffentlichen Investitionen auf der Ebene der EU, der Mitgliedstaaten und der Regionen.“

Die europäische Elektronikbranche stützt die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas insgesamt, weil sie eine Schlüsseltechnologie für alle Wirtschaftszweige darstellt, von der Energieversorgung über die Automobilindustrie bis zur Gesundheitsfürsorge. Ein wachsender Elektroniksektor ist für Wachstum und Beschäftigung in Europa daher unverzichtbar.

Neelie Kroes erklärte hierzu: „Ich möchte, dass sich unsere Chip-Produktion auf etwa 20 % der Weltproduktion verdoppelt. Ich möchte, dass Europa mehr Chips in Europa produziert als die Vereinigten Staaten im eigenen Land. Das ist ein realistisches Ziel, wenn wir unsere Investitionen richtig lenken.“

Die wichtigsten Elemente dieser industriepolitischen Strategie:

  1. Höhere und besser koordinierte Investitionen in die Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI) – Maximierung der Wirkung der Investitionen der EU-Mitgliedstaaten durch verstärkte grenzübergreifende Zusammenarbeit (70 % der öffentlichen Investitionen sollen von den Mitgliedstaaten kommen, 30 % von der EU).

  2. Ausbau der drei europäischen Weltklasse-Elektronik-Cluster: Dresden (DE), Eindhoven (NL) / Löwen (BE) und Grenoble (FR) sowie bessere Anbindung an andere führende europäische Cluster wie Cambridge (UK), Kärnten (AT), Dublin (IRL) und Mailand (IT).

  3. Im Mittelpunkt der Strategie stehen drei sich ergänzende Entwicklungsrichtungen: billigere Chips (Übergang zu 450-mm-Silikon-Wafern, dem Ausgangsmaterial der Chips), schnellere Chips („Mehr Moore“) und intelligentere Chips („Mehr als Moore“).

  4. Mobilisierung von 10 Milliarden EUR an privaten, regionalen, nationalen und EU-Mitteln für eine Reihe gemeinsamer Forschungs- und Innovationsziele, davon 5 Milliarden mit Hilfe einer gemeinsamen öffentlich-privaten Partnerschaft. Diese auf sieben Jahre angelegte Partnerschaft soll die gesamte Wertschöpfungs- und Innovationskette im Elektroniksektor abdecken und auch große Innovationsprojekte im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020 finanzieren.

Neelie Kroes ergänzte: „Mit dieser Strategie wird die europäische Industrie besser aufgestellt, um ingenieurstechnische Innovationen in kommerziell nutzbare Technik zu verwandeln.“

Von der erfolgreichen Umsetzung der Strategie wird Folgendes erwartet:

  1. größere Verfügbarkeit der Mikro- und Nanoelektronik für europäische Schlüsselindustrien,

  2. eine erweiterte Lieferkette und ein größeres Ökosystem mit mehr Chancen für KMU,

  3. höhere Investitionen in eine hoch entwickelte Fertigung,

  4. Förderung der Innovation in der gesamten Lieferkette, um die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas zu erhöhen.

Hinter den ehrgeizigen Zielen der Kommission stehen die Forscher und die Elektronikindustrie, die Ende 2012 dargelegt haben, wie eine Gesamtinvestition in Höhe von 100 Milliarden EUR zwischen 2013 und 2020 zustande gebracht werden könnte.

Hintergrund

Mikro- und nanoelektronische Komponenten und Systeme sind nicht nur für digitale Produkte und Dienste unverzichtbar, sie bilden auch eine wichtige Grundlage für die Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in allen großen Wirtschaftszweigen. Dank ihrer elektronischen Bauteile sind heutige Kraftfahrzeuge, Flugzeuge und Züge sicherer, energieeffizienter und bequemer. Das Gleiche gilt für große Sektoren wie Medizin- und Gesundheitstechnik, Haushaltsgeräte, Energienetze und Sicherheitssysteme. Deshalb ist die Mikro- und Nanoelektronik eine grundlegende Schlüsseltechnologie („KET“), auf die es im Hinblick auf Wachstum und Beschäftigung in der Europäischen Union ganz maßgeblich ankommt.

Nach einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum um 5 % seit 2000 hat die europäische Elektronikindustrie heute 200 000 direkt Beschäftigte, bildet indirekt die Grundlage für eine Million Arbeitsplätze und benötigt weitere qualifizierte Fachkräfte.

In den letzten 15 Jahren wurden beträchtliche Anstrengungen unternommen, um Industrie- und Technologiecluster in Europa aufzubauen. Angesichts der breiten Palette künftiger Möglichkeiten und der Herausforderungen, vor denen die Industrie heute steht, ist es dringend notwendig, alle einschlägigen öffentlichen Maßnahmen europaweit zu verstärken und zu koordinieren.

Diese Strategie wird allen Wirtschaftssektoren in Europa zugute kommen, denn mindestens 10 % des BIP hängen von Elektronikprodukten und ‑diensten ab.

Nützliche Links

MEMO/13/451: Neue Elektronikstrategie: Was hat die Wirtschaft davon?

Mitteilung „Eine europäische Strategie für mikro- und nanoelektronische Komponenten und Systeme“

Elektronik in der Digitalen Agenda

Schlüsseltechnologien

Hash-Tags: #electronics, #nanoelectronics

Ihre Meinung zählt

Digitale Agenda

Neelie Kroes

Neelie Kroes auf Twitter

Ansprechpartner:

Ryan Heath (+32 2 296 17 16), Twitter: @RyanHeathEU

Linda Cain (+32 2 299 90 19)


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site