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Kommission kündigt mögliche Maßnahmen gegen die Färöer im Zusammenhang mit Heringsfischerei an

European Commission - IP/13/441   17/05/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 17. Mai 2013

Kommission kündigt mögliche Maßnahmen gegen die Färöer im Zusammenhang mit Heringsfischerei an

Die Europäische Kommission hat den Fischereibehörden der Färöer mitgeteilt, dass sie Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit der sowohl von der EU als auch den Färöern befischten Heringsbestände plant. Diese Mitteilung ist ein erster Schritt und soll den Färöern die Gelegenheit einräumen, zuvor angehört zu werden. Die Maßnahmen können auch Einfuhrbeschränkungen für von den Färöern gefangene Heringe und verwandte Arten sowie Zugangsbeschränkungen für färöische Schiffe in EU-Häfen außer aus Sicherheits­gründen umfassen.

Der Bestand des skandinavischen Atlantikherings wird von Norwegen, der Russischen Föderation, Island, den Färöern und der Europäischen Union befischt; hierfür gelten durch Konsultation zwischen diesen Ländern gemeinsam beschlossene Bewirtschaftungs­maßnahmen. Die Färöer haben sich aus den Konsultationen über die Bestandsbewirt­schaftung für 2013 zurückgezogen und angekündigt, dass sie eine eigene Quote festlegen würden, die 145 % über ihrer Quote von 2012 läge. Dies erfolgte in einem Kontext, in dem sich alle anderen an der Fischerei beteiligten Parteien darauf verständigt hatten, ihre Quoten im Interesse der Bestandserhaltung um 26 % zu reduzieren.

Durch dieses Vorgehen werden die Nachhaltigkeit des Bestands erheblich gefährdet und die Chancen auf eine Erholung weitgehend zunichtegemacht. Mit der Maßnahme zielt die Kommission darauf ab, die Nachhaltigkeit zu gewährleisten und einen Zusammenbruch des Bestands zu verhindern, da sonst viele Fischer und ihre Familien ihre Lebensgrundlage verlieren würden. Die Maßnahme wird auf der Grundlage der Verordnung (EU) Nr. 1026/2012 ergriffen, in der ein Vorgehen gegenüber Ländern vorgesehen ist, die bei der Bewirtschaftung von Beständen von gemeinsamem Interesse nicht mit der EU zusam­menarbeiten und Bewirtschaftungsmaßnahmen ergreifen, die die Fischbestände gefähr­den.

Die Färöer sind ein selbstverwaltetes Gebiet Dänemarks und sind nicht Mitglied der Europäischen Union.

Kontaktpersonen:

Oliver Drewes (+32 229-92421)

Lone Mikkelsen (+32 229-60567)


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