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Notfallabwehrzentrum: Eine schnellere und effizientere europäische Katastrophenabwehr

Commission Européenne - IP/13/422   15/05/2013

Autres langues disponibles: FR EN BG

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 15. Mai 2013

Notfallabwehrzentrum: Eine schnellere und effizientere europäische Katastrophenabwehr

Heute nimmt das Notfallabwehrzentrum (Emergency Response Centre, ERC) der Europäischen Kommission, das für eine besser koordinierte, schnellere und effizientere Katastrophenabwehr in Europa und weltweit steht, den Betrieb auf.

„Angesichts der leider zunehmenden Zahl und Komplexität von Katastrophen müssen die EU-Mitgliedstaaten noch enger zusammenarbeiten. Das neue Notfallabwehrzentrum der EU bietet ihnen eine Plattform auf dem neuesten technischen Stand, dank derer sie sich unter extremsten Umständen miteinander koordinieren und diese Herausforderungen noch wirksamer angehen können. Damit wird ein Beitrag zum Schutz unserer Bürger geleistet“, erklärte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion ergänzte: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass kein Land der Welt völlig gegen Katastrophen gefeit ist, und zwar unabhängig davon, wie gut vorbereitet es ist. Da Katastrophen immer häufiger auftreten und komplexer werden, ist eine koordinierte und unverzügliche Reaktion ein wesentlicher Bestandteil einer jeden lebensrettenden Maßnahme. Wir haben das Notfallabwehrzentrum eingerichtet, damit die EU und ihre Mitgliedstaaten auf überwältigende Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Katastrophen zeitnäher und wirksamer reagieren können.“

Das ERC wird rund um die Uhr einsatzbereit und in der Lage sein, sich mit bis zu drei gleichzeitig auftretenden Notsituationen in verschiedenen Zeitzonen zu befassen. Es analysiert die eingehenden Hilfsersuchen aus den betroffenen Ländern und fungiert als Schnittstelle für die Koordinierung auf verschiedenen Ebenen: Kommission, Mitgliedstaaten, das betroffene Land, humanitäre Partner und vor Ort eingesetzte Katastrophenschutzteams.

Das ERC wird Bewertungs- und Koordinierungsexperten in Katastrophengebiete entsenden, Frühwarnungen über sich anbahnende Katastrophen weitergeben und den Transport der Unterstützung der Mitgliedstaaten bei schweren Katastrophen erleichtern. Dadurch wird sichergestellt, dass durch die europäische Unterstützung der prioritäre Bedarf am Katastrophenort gedeckt sowie unnötige und kostspielige Doppelarbeit vermieden wird.

Darüber hinaus wird das ERC die Planung und Vorbereitung von EU-Katastrophenschutzeinsätzen in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten intensivieren. Dank der neuen Rechtsvorschriften, die bald in Kraft treten werden, können die 32 am EU-Katastrophenschutzverfahren beteiligten Länder einige ihrer Notfallabwehrkapazitäten — beispielsweise Spezialluftfahrzeuge, schwere Ausrüstung oder Such- und Rettungsteams — in Form eines freiwilligen Pools bereitstellen, damit sie im Bedarfsfall im Rahmen eines vollständig koordinierten europäischen Einsatzes sehr kurzfristig eingesetzt werden können.

Das ERC wird ferner in den Fällen, in denen ein sektorübergreifendes Vorgehen erforderlich ist, die enge Koordinierung zwischen den verschiedenen an der Notfallabwehr beteiligten Kommissionsdienststellen fördern und regelmäßig Informationen mit den Krisenzentren der wichtigsten internationalen Partner der EU austauschen.

Hintergrund

Das ERC ist das neue „operative Zentrum“ des EU-Katastrophenschutzverfahrens. Darüber hinaus wird es eine wichtige Rolle als Koordinierungsschnittstelle spielen, um kohärente europäische Notfalleinsätze innerhalb und außerhalb Europas zu erleichtern. Die technischen Aspekte seines Aufbaus wurden von den für die Immobilienpolitik zuständigen Kommissionsdienststellen unter der Verantwortung von Vizepräsident Maroš Šefčovič ausgearbeitet. Dabei wurde ein ursprünglich für technische Funktionen bestimmter Bereich umgestaltet, um die Bereitstellung zusätzlicher Bürofläche für die Kommission zu vermeiden. Durch Isolierung wurde ferner die Energieeffizienz des ERC verbessert.

Bei der Konzeption des ERC wurde auch die über zehnjährige Erfahrung mit der Koordinierung der europäischen Katastrophenabwehr berücksichtigt. Im Jahr 2001 wurde der Vorgänger des ERC, das Beobachtungs- und Informationszentrum (MIC), als wichtigstes praktisches Instrument des EU-Katastrophenschutzverfahrens geschaffen.

Zentrales Ziel des Verfahrens ist es, die Zusammenarbeit bei Katastrophenschutzeinsätzen bei schweren Katastrophen zu erleichtern. Neben den 27 EU-Mitgliedstaaten sind Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Liechtenstein und Norwegen am EU-Katastrophenschutzverfahren beteiligt. Die Teilnehmerstaaten bündeln Ressourcen, die von Katastrophen betroffenen Ländern zur Verfügung gestellt werden können, und tauschen bewährte Praktiken des Katastrophenmanagements aus.

Weitere Informationen:

MEMO/13/427 Q/A: The European Emergency Response Centre Opens

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Contacts :

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

David Sharrock (+32 2 296 89 09)


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