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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 14. Mai 2013

Tunesien und die EU: bessere Bildungsmöglichkeiten

Die Europäische Union (EU) hat im Rahmen der Programme Erasmus Mundus und Tempus zusätzliche Mittel für die weitere Modernisierung der Hochschulbildung sowie die internationalen Kooperationskapazitäten von Hochschulen in Tunesien bewilligt. Dadurch sollen Studierende, Wissenschaftler und Lehrpersonal aus Tunesien mehr Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte in der EU erhalten und Kooperationsprojekte zwischen europäischen und tunesischen Hochschulen auf den Weg gebracht werden.

Štefan Füle, EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP), erklärte dazu: „Mit dem heute gefassten Beschluss hebt die EU hervor, wie wichtig der persönliche Austausch und der interkulturelle Dialog sind. Neben ihren bisherigen Bemühungen zur Förderung der wirtschaftlichen Erholung und des Wachstums, zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zur Verringerung regionaler Unterschiede in Tunesien setzt sich die EU nun auch verstärkt für eine qualitativ hochwertige Bildung junger Tunesier ein. Das Wissen und die Fertigkeiten, die sie im Rahmen dieses Programms erwerben, werden dazu beitragen, sie zu aktiven Mitgliedern ihrer im Umbruch befindlichen Gesellschaft zu machen.“

Dank des heute gefassten Beschlusses über Mittel in Höhe von 10 Mio. EUR können tunesische Studierende ihre Bildungs- und Karrierechancen durch Teilnahme an Master-, Promotions- oder Postdoktorandenprogrammen an europäischen Hochschulen verbessern. Darüber hinaus soll das Programm die Internationalisierung von Hochschuleinrichtungen in Tunesien begünstigen, etwa durch Verwaltungskapazitäten für internationale Kooperationsprojekte und für Mobilitätsmaßnahmen (Aufnahme ausländischer Studierender im Land und Entsendung von einheimischen Studierenden ins Ausland) und durch internationale Studiengänge, wobei die internationalen Standards im Hochschulbereich Berücksichtigung finden.

Mit dem Programm Erasmus Mundus werden auch Studierende, Wissenschaftler und Mitarbeiter der beteiligten tunesischen Hochschulen durch modernisierte Programme für Studierende und Postgraduierte, ein internationales Umfeld und den Austausch bewährter Verfahren mit anderen europäischen Bildungseinrichtungen ihre Kompetenzen verbessern und ihre Beschäftigungsfähigkeit erhöhen können.

Die Beteiligung Tunesiens an Erasmus Mundus und Tempus umfasst drei Hauptbereiche:

  • die Einrichtung von Erasmus-Mundus- und Tempus-Partnerschaften zwischen Hochschulen in Tunesien und in der Europäischen Union;

  • Stipendien für tunesische Studierende (alle Studienzyklen), Wissenschaftler (Doktoranden und Postdoktoranden) und Hochschulmitarbeiter (Lehrpersonal und Verwaltung), die es ihnen ermöglichen, im Rahmen von Erasmus-Mundus-Partnerschaften und gemeinsamen Erasmus-Mundus-Promotionsprogrammen zu studieren, zu forschen und/oder an Ausbildungsmaßnahmen teilzunehmen;

  • die Durchführung gemeinsamer Projekte auf der Grundlage von multilateralen Partnerschaften zwischen Hochschulen in der EU und in Tunesien als Beitrag zum Aufbau von Kapazitäten, zum Erfahrungsaustausch und zum Wissenstransfer zwischen Einrichtungen.

Mit „Erasmus für alle“, dem neuen Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport 2014-2020, werden auch Mittel für ENP-Länder wie Tunesien bereitgestellt. Durch das neue Programm wird die Zusammenarbeit für den Aufbau von Kapazitäten zwischen EU- und ENP-Ländern mit der Förderung von Möglichkeiten zur kurzfristigen Mobilität kombiniert.

Hintergrund

Tunesien sieht sich im Zusammenhang mit dem Übergang zur Demokratie zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Durch die EU-Mittel werden insbesondere tunesische Studierende, Wissenschaftler und Hochschullehrer von einer größeren Mobilität profitieren können. Ferner sind die tunesischen Hochschuleinrichtungen dadurch in der Lage, langfristige strukturierte Partnerschaften mit Einrichtungen aus der EU einzugehen, um die Zusammenarbeit zu verbessern und die Qualität und Relevanz der Hochschulprogramme, die den tunesischen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen, zu steigern.

Die Finanzierung in Höhe von 10 Mio. EUR, die im Rahmen des Nationalen Richtprogramms 2013 erfolgt, ergänzt andere, von der EU 2013 geförderte neue Maßnahmen, etwa die Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung und des Übergangs zur Demokratie in Tunesien.

Weitere Informationen:

Website der Generaldirektion Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_de.htm

Website zur Zusammenarbeit EU-Tunesien:

http://ec.europa.eu/europeaid/where/neighbourhood/country-cooperation/tunisia/tunisia_en.htm (auf Englisch)

Website zur Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP):

http://ec.europa.eu/world/enp/index_en.htm (auf Englisch)

Website von Štefan Füle, EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP):

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/fule/index_en.htm (auf Englisch)

Website von Erasmus Mundus:

http://ec.europa.eu/education/external-relation-programmes/mundus_de.htm

http://eacea.ec.europa.eu/erasmus_mundus/index_en.php (auf Englisch)

Website von Tempus:

http://ec.europa.eu/education/external-relation-programmes/tempus_de.htm

http://eacea.ec.europa.eu/tempus/index_en.php (auf Englisch)

Kontakt :

Anca Paduraru (+32 229-66430)

Peter Stano (+32 229-57484)


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