Navigation path

Left navigation

Additional tools

Europäische Kommission stellt Meeresstrategie für den atlantischen Raum vor

European Commission - IP/13/420   13/05/2013

Other available languages: EN FR ES PT

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 13. Mai 2013

Europäische Kommission stellt Meeresstrategie für den atlantischen Raum vor

Die Europäische Kommission hat heute einen Aktionsplan zur Wiederbelebung der marinen und maritimen Wirtschaft im atlantischen Raum angenommen. Der Aktionsplan baut auf der Strategie für den atlantischen Raum auf, die die Kommission im Jahr 2011 verabschiedet hatte (siehe IP/11/1456). Ziel ist aufzuzeigen, wie die EU-Mitgliedstaaten am Atlantik, ihre Regionen und die Kommission einen Beitrag zu nachhaltigem Wachstum in den Küstenregionen und zur Förderung der „blauen Wirtschaft“ leisten können, die das Potenzial hat, bis zum Jahr 2020 7 Mio. Arbeitsplätze in Europa zu stellen. Gleichzeitig müssen die Umwelt und die ökologische Stabilität im atlantischen Raum geschützt werden.

Im atlantischen Raum gibt es zahlreiche maritime Tätigkeiten. Darunter finden sich sowohl traditionelle Aktivitäten wie Fischerei, Aquakultur, Tourismus und Schifffahrt sowie jüngste Entwicklungen wie erneuerbare Offshore-Energien und marine Biotechnologie. Die einzelnen am Atlantik gelegenen Mitgliedstaaten (Irland, Frankreich, Portugal, Spanien und das Vereinigte Königreich) bringen in jedem dieser Bereiche bereits große Leistungen und haben jeweils eigene Meeresstrategien verabschiedet. Mit dem Aktionsplan werden die Mitgliedstaaten nun angeregt zusammenzuarbeiten und Informationen und Kosten zu teilen sowie Ergebnisse und bewährte Verfahren auszutauschen. Außerdem sollen Ideen für weitere Bereiche der Zusammenarbeit entwickelt werden.

Im Aktionsplan werden mögliche Antworten erwogen auf Herausforderungen erwogen wie die Wachstumsförderung, die Verringerung des CO2-Fußabdrucks, die nachhaltige Nutzung der natürlichen Meeresressourcen, die wirksame Reaktion auf Bedrohungen und Notfälle und die Umsetzung eines Ökosystem basierten Bewirtschaftungskonzepts in den atlantischen Gewässern. Er umfasst vier übergreifende Prioritäten:

  • Förderung von Unternehmergeist und Innovation;

  • Schutz, Sicherung und Verbesserung der Meeres- und Küstenumwelt;

  • Verbesserung von Zugang und Anbindung;

  • Schaffung eines integrativen und nachhaltigen Modells für die regionale Entwicklung.

Bei den vereinbarten Maßnahmen wird spezielles Augenmerk auf das Wachstum des Tourismusmarkts, die Befriedigung der steigenden Nachfrage nach Offshore-Anlagen, bessere Bildung und Ausbildung in traditionellen oder neu entstehende maritimen Industrien sowie die Ausweitung der Zusammenarbeit im Bereich der Meeresforschung gelegt. Letzteres soll helfen, die Auswirkungen des Klimawandels besser beurteilen zu können.

Die für maritime Angelegenheiten und Fischerei zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki erklärte: „Der Atlantik spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte Europas und für seine Identität. Unsere Meeresstrategie für den atlantischen Raum wird sein enormes Potenzial für die künftige nachhaltige Entwicklung Europas erschließen. Zusammen mit unseren fünf am Atlantik gelegenen Mitgliedstaaten werden wir die gemeinsamen Herausforderungen und Chancen nutzen, die der Atlantik uns bietet, sei es im Tourismus, der Fischerei, erneuerbaren Energien, der Gewinnung von Mineralien aus dem Meeresboden oder der Meeresbiotechnologie.“

Der Plan wird zur EU-Strategie „Blaues Wachstum“ der Meereswirtschaft (IP/12/955) beitragen und entspricht dem Fokus der Kommission auf regionale Zusammenarbeit zur Förderung eines nachhaltigen Wachstums und zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

Die im Aktionsplan für den atlantischen Raum festzulegenden Investitions- und Forschungsprioritäten könnten für eine Finanzierung durch die EU im neuen Programmplanungszeitraum 2014-2020 in Betracht gezogen werden.

Nächste Schritte

Der Aktionsplan wird nun dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Prüfung vorgelegt. Partnerschaftsabkommen mit den Mitgliedstaaten über strukturelle Investitionen sollen vor Ende des Jahres 2013 in Kraft sein. Diese sollten beschreiben, wie die Mitgliedstaaten die EU-Mittel zur Umsetzung des Aktionsplans einsetzen werden. Da es sich beim Atlantik um eine von mehreren Staaten genutzte Ressource handelt, hat die Kommission außerdem erste Schritte hin zu einer stufenweisen Internationalisierung der Strategie für den atlantischen Raum einzuleiten. Zu diesem Zweck soll am 24. Mai in Galway (Irland) eine gemeinsame Erklärung für eine atlantische Forschungspartnerschaft mit den USA und Kanada unterzeichnet werden.

Weitere Informationen

http://ec.europa.eu/maritimeaffairs/policy/sea_basins/atlantic_ocean/index_en.htm

MEMO/13/417

Kontaktpersonen:

Oliver Drewes (+32 229-92421)

Lone Mikkelsen (+32 229-60567)


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website