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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 6. Mai 2013

Europäischer Tag der Straßenverkehrssicherheit: im Stadtverkehr sollen weniger Fußgänger zu Tode kommen

Der Europäische Tag der Straßenverkehrssicherheit am 6. Mai ist der Beitrag der Kommission zu der von den Vereinten Nationen initiierten Internationalen Woche der Sicherheit im Straßenverkehr (United Nations Global Road Safety Week), deren diesjähriges Thema die Sicherheit der Fußgänger im Straßenverkehr ist. Siim Kallas, Vizepräsident der Kommission und verantwortlich für Verkehrsfragen, eröffnete die Konferenz zum Europäischen Tag der Straßenverkehrssicherheit. Im Anschluss daran fanden in Brüssel eine öffentliche Demonstration von Verkehrssicherheitstechnologien und ein „Long short walk” zur Unterstützung der Straßenverkehrssicherheit statt.

Vizepräsident Kallas erklärte: „Im internationalen Vergleich ist die Straßenverkehrssicherheit in der EU ausgezeichnet. Jeder Verkehrstote ist jedoch einer zuviel. Im Stadtverkehr sind Fußgänger und Radfahrer den größten Risiken ausgesetzt, und dieses Risiko dürfte in unseren wachsenden Städten mit ständig zunehmendem Verkehrsaufkommen eher größer als kleiner werden. Deshalb müssen wir dieses Thema anlässlich des Europäischen Tages der Straßenverkehrssicherheit und der Internationalen Woche der UN für Sicherheit im Straßenverkehr vorausschauend angehen.“

Von den 30 000 Menschen, die jährlich auf Europas Straßen zu Tode kommen (28 000 im Jahr 2012), sind durchschnittlich 21 % Fußgänger, 7 % Fahrradfahrer und 18 % Motorrad- und Mopedfahrer. 70 % der tödlichen Fußgängerunfälle ereignen sich in Stadtgebieten. Es gibt Anlass zur Sorge, denn in den vergangenen 10 Jahren ist die Anzahl der bei Verkehrsunfällen zu Tode gekommenen Fußgänger nicht in gleichem Maße gesunken wie die Gesamtzahl der Verkehrstoten. Fast die Hälfte aller Straßenverkehrstoten in Stadtgebieten sind Fußgänger oder Radfahrer.

Gefährdet sind Fußgänger und Radfahrer in der Stadt aufgrund des Fehlens getrennter Fahrspuren bzw. Gehwege, der hohen Geschwindigkeit der Fahrzeuge und des gefährlichen Verhaltens von Straßenverkehrsteilnehmern. Alle Verkehrsteilnehmer tragen hier Verantwortung: Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer müssen durch verantwortungsvolles und rücksichtsvolles Verhalten zur Straßenverkehrssicherheit beitragen.

Die Kommission arbeitet derzeit an mehreren spezifischen Maßnahmen für die Sicherheit gefährdeter Verkehrsteilnehmer und die Straßenverkehrssicherheit in Städten generell. Es handelt sich u. a. um die folgenden:

  1. Vorschlag neuer EU-Vorschriften für die Auslegung von Lkw-Fahrerhäusern (z. B. besseres Sichtfeld für den Fahrer, abgerundete Form und Knautschzone im vorderen Teil des Fahrerhauses), wodurch jährlich 300-500 gefährdeten Straßenverkehrsteilnehmern wie Fußgängern und Fahrradfahrern das Leben gerettet werden könnte (siehe IP/13/328);

  2. das demnächst erwartete Paket zur städtischen Mobilität mit Bestimmungen für die Planung eines sicheren und nachhaltigen städtischen Verkehrssystems (http://ec.europa.eu/transport/themes/urban/urban_mobility/index_en.htm);

  3. die Initiative CIVITAS, in deren Rahmen Städte innovative Maßnahmen für eine nachhaltigere städtische Mobilität testen, auch im Hinblick auf mehr Sicherheit für gefährdete Verkehrsteilnehmer (www.civitas.eu);

  4. Arbeiten zur verstärkten Einführung moderner Technologien und bordeigener Sicherheitssysteme wie Fußgängererkennung und Notbremssysteme (http://ec.europa.eu/transport/themes/its/road/action_plan/its_and_vulnerable_road_users_en.htm);

  5. neue Initiative zu schweren Verletzungen bei Verkehrsunfällen (http://ec.europa.eu/transport/road_safety/topics/serious_injuries/index_de.htm);

  6. Sensibilisierungsmaßnahmen, z. B. durch die Charta für die Straßenverkehrssicherheit (http://www.erscharter.eu).

Weitere Informationen über die Fußgängersicherheit enthält das jährlich erscheinende Informationsblatt zur Straßenverkehrssicherheit (2011) mit detaillierten statistischen Daten zu diesem Thema: http://bookshop.europa.eu/en/road-safety-2012-pbMIAB12001/

Programm des Europäischen Tages der Straßenverkehrssicherheit:

  1. 9:00–16:00: Konferenz zur Straßenverkehrssicherheit im Konferenzzentrum Borschette: http://ec.europa.eu/transport/road_safety/events-archive/2013_05_06_ersd_de.htm

  2. 16:00–16:30: „Long short walk”, organisiert von der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA): http://www.makeroadssafe.org/longshortwalk/Pages/homepage.aspx

  3. 14:00–20:00: Demonstration von Verkehrssicherheitstechnologien im Parc du Cinquantenaire, organisiert vom europäischen Verband der Automobilzulieferer (CLEPA): http://www.clepa.eu/events/clepa-safety-event-6-may-2013/

Ansprechpartner:

Helen Kearns (+32 229 87638)

Dale Kidd (+32 229 57461)

Anteil der Fußgänger an den Opfern tödlicher Straßenverkehrsunfälle in Stadtgebieten (2011)

(Für Malta und Litauen liegen keine Daten vor.)

Weitere Länderstatistiken:

http://bookshop.europa.eu/de/road-safety-2012-pbMIAB12001/


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