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Westlicher Balkan: Genehmigung erster Wohnungsbauprojekte zum einjährigen Bestehen des regionalen Wohnungsbauprogramms

European Commission - IP/13/368   24/04/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 24. April 2013

Westlicher Balkan: Genehmigung erster Wohnungsbauprojekte zum einjährigen Bestehen des regionalen Wohnungsbauprogramms

In Kürze werden sich die Lebensbedingungen von rund 460 Flüchtlingsfamilien aus Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Montenegro und Serbien dank mehrerer Projekte im Rahmen des regionalen Wohnungsbauprogramms für den westlichen Balkan verbessern. Die ersten vier Projekte im Rahmen des Programms wurden vor kurzem genehmigt. Von den dafür insgesamt bereitgestellten 8,7 Mio. EUR werden 7,1 Mio. EUR aus dem Fonds des regionalen Wohnungsbauprogramms finanziert. Zur Lösung der Wohnprobleme sind Maßnahmen wie der Bau von Wohnanlagen und Fertighäusern sowie die Bereitstellung von Baumaterial für die Renovierung bestehender Gebäude vorgesehen.

Diese Leitinitiative des Prozesses von Sarajewo ist ein Zeichen für das erneute Engagement der vier Länder, die weiterhin anhaltende Flüchtlingsproblematik infolge der Konflikte in der Region im Zeitraum 1991-1995 zu beenden. Das Programm wird wie im vergangenen Jahr auf der internationalen Geberkonferenz in Sarajewo vereinbart insgesamt rund 74 000 bedürftigen Personen zugute kommen. Beteiligt sind an dem Programm, das direkt von den vier Partnerländern durchgeführt wird, verschiedene Geber und internationale Akteure, darunter die Europäische Union, die Entwicklungsbank des Europarats (CEB), der UNHCR, die OSZE und die Vereinigten Staaten.

„Das regionale Wohnungsbauprogramm ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir auf nachhaltige Weise mit schwierigen Fragen im Zusammenhang mit Flüchtlingen und Vertriebenen umgehen können. Ich freue mich sehr, dass der Bau und die Renovierung der ersten Häuser jetzt beginnen wird und dass die ersten Familien bald in neue und bessere Wohnungen einziehen können“, erklärte der Europäische Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik Štefan Füle.

Rolf Wenzel, der Gouverneur der Entwicklungsbank des Europarats (CEB), die das Programm verwaltet, bekräftigte: „Jetzt, da die ersten Ergebnisse des regionalen Wohnungsbauprogramms bald greifbar sein werden, setzen wir unsere Arbeit mit noch größeren Anstrengungen fort, um den Ländern dabei zu helfen, angemessene Wohnungsbedingungen für diese besonders bedürftigen Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten.“

Anne C. Richard, stellvertretende Staatssekretärin für Bevölkerung, Flüchtlinge und Migration erklärte: „Es ist uns eine große Freude, das regionale Wohnungsbauprogramm zu unterstützen. Dieses Programm trägt dazu bei, ein schmerzhaftes Kapitel der Geschichte zum Abschluss zu bringen, und langjährige Flüchtlings- und Vertriebenenprobleme in Serbien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro nun endlich zu lösen. Dieses Programm ist ein entscheidender Meilenstein für die Diplomatie und bringt für viele Menschen in der Region die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.“

Lamberto Zannier, Generalsekretär der OSZE, erklärte: „Dieses Wohnungsbauprogramm ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie die Länder der Region und die internationale Gemeinschaft zusammenarbeiten, um den bedürftigsten Menschen wieder ein Dach über dem Kopf zu geben. Und genau das ist unser Ziel, wo auch immer wir tätig werden: Menschen dabei zu helfen, ihr Leben wiederaufzubauen."

„Die internationale Gemeinschaft hat ihrer Solidarität und ihrem Engagement Ausdruck gegeben und die vier Partnerländer bei ihrer mutigen Entscheidung, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und die Bedürfnisse der Bedürftigsten in den Vordergrund zu stellen, unterstützt. Dies muss nun fortgesetzt werden, damit all diejenigen, die immer noch nicht in ihre Heimat zurückgekehrt sind, eine tragfähige, würdige und dauerhafte Lösung finden können“, sagte UN-Flüchtlingskommissar António Guterres.

Hintergrund

Das regionale Wohnungsbauprogramm wurde eingerichtet, um dauerhaft Wohnraum für 74 000 bedürftige Personen zu schaffen, denen nach den bewaffneten Konflikten im ehemaligen Jugoslawien in den 1990er Jahren der Flüchtlingsstatus zuerkannt wurde. Das Programm soll mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft unter der Führung der Europäischen Union in einem Zeitraum von fünf Jahren durchgeführt werden. Die Gesamtkosten des Programms, das durch einen von mehreren Gebern gespeisten Fonds finanziert wird, werden auf rund 580 Millionen EUR veranschlagt. Die Europäische Union ist der größte Geber und hat Mittel in Höhe von 234 Mio. EUR zugesagt, bis Ende 2013 sollen über 100 Mio. EUR bereitgestellt werden.

Ab dem 24. April wird eine Website für das regionale Wohnungsbauprogramm verfügbar sein, dessen Verwaltung die CEB, die das Programm verwaltet, übernimmt.

Kontakt:

Anca Paduraru (+32 229-66430)

Peter Stano (+32 229-57484)


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