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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 24. April 2013

Neuer Malaria-Test mit EU-Forschungsprojekt entwickelt

Ein mit EU-Mitteln gefördertes Forschungsprojekt beginnt mit den Tests für ein neues Malaria-Diagnoseinstrument und liegt damit ein Jahr vor dem Zeitplan. Das wegweisende Smartphone-ähnliche Gerät nutzt modernste Nanotechnologie, um mit Hilfe eines Bluttropfens nicht nur eine Malaria-Infektion zu erkennen, sondern auch eine etwaige Arzneimittelresistenz – und benötigt hierfür gerade 15 Minuten. Die Partner des Nanomal-Projekts gehen davon aus, dass bei einem erfolgreichen Verlauf der Feldversuche gegen Ende dieses Jahres das Gerät ab 2015 in Entwicklungsländern eingesetzt werden könnte.

Dazu Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: „Die Hälfte der Weltbevölkerung ist einem Malaria-Risiko ausgesetzt. Für die Bekämpfung der Krankheit sind eine schnelle und genaue Diagnose ebenso wichtig wie neue Impfstoffe, Arzneimittel und Verfahren zur Eindämmung ihrer Ausbreitung. Daher hat die EU seit 2002 über 209 Mio. EUR für Malaria-Forschung ausgegeben.“

Das mit 5,2 Mio. EUR ausgestattete Nanomal-Projekt wird unter Leitung der St. George's-Fakultät der University of London in Zusammenarbeit mit der auf Handdiagnosegeräte und DNA-Sequenzierung spezialisierten QuantuMDx-Gruppe und Teams der Universität Tübingen sowie des Karolinska-Instituts (Schweden) durchgeführt. Das als Prototyp vorliegende Gerät soll Ergebnisse in der gleichen Qualität liefern wie Labors, allerdings zu einem Bruchteil der Kosten und in sehr viel kürzerer Zeit, so dass es sich für den mobilen Einsatz hervorragend eignet. Auch werden Ärzte mit diesem Gerät die Möglichkeit haben, Patienten maßgeschneiderte Kombinationen von Malaria-Arzneimitteln zu verschreiben.

Das mit 4 Mio. EUR aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm geförderte Projekt wurde ins Leben gerufen, nachdem es immer mehr Anzeichen dafür gab, dass der Malariaerreger dabei ist, zu mutieren und Resistenzen gegen die besonders wirksame Klasse von Malaria-Kombinationstherapien auf der Basis von Artemisin zu entwickeln.

MEMO/13/374

Hintergrund

Der Weltgesundheitsorganisation zufolge gab es 2010 weltweit schätzungsweise 219 Millionen Malariaerkrankungen. An der Krankheit starben etwa 660 000 Menschen, vor allem Kinder unter fünf Jahren.

Seit 2002 hat die EU über 209 Mio. EUR in 87 Projekte zur Erforschung und Bekämpfung der Krankheit investiert. Im Rahmen ihrer Partnerschaft mit Ländern südlich der Sahara (der EDCTP-Initiative) unterstützt die EU mit etwa 50 Mio. EUR 32 klinische Versuche, bei denen neue Behandlungsmethoden getestet werden.

Seit 2008 begehen die WHO-Mitgliedstaaten am 25. April den Welt-Malaria-Tag, um darauf hinzuweisen, wie wichtig fortlaufende Investitionen und das ungebrochene politische Engagement für die Malaria-Prävention und Eindämmung sind.

Weitere Informationen:

Gesundheitsforschung:

http://ec.europa.eu/research/health/infectious-diseases/index_en.html

Nanomal-Projekt: www.nanomal.org/

European and Developing Countries Clinical Trials Partnerships – EDCTP (Partnerschaft zwischen Europa und den Entwicklungsländern im Bereich der klinischen Versuche). www.edctp.org

WHO: http://www.who.int/topics/malaria/en/

Ansprechpartner :

Michael Jennings (+32 2 296 33 88) Twitter: @ECSpokesScience

Monika Wcislo(+32 2 295 56 04)


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