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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 23. April 2013

Libanon: EU beschließt zusätzliche finanzielle Unterstützung zur Bewältigung der Flüchtlingskrise

Die Europäische Kommission hat angesichts der Auswirkungen des Konflikts in Syrien die Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Unterstützung für Libanon beschlossen.

Der EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik, Štefan Füle, erklärte hierzu:Libanon hat von allen Ländern die höchste Zahl an syrischen wie auch an palästinensischen Flüchtlingen aus Syrien aufgenommen und damit die Grenzen seiner Belastbarkeit erreicht. Die Gastfreundschaft und Großzügigkeit, die das libanesische Volk seinen Nachbarn entgegenbringt, sind eine große und bewundernswerte Leistung und die EU wird Libanon weiterhin bei der Bewältigung dieser Flüchtlingskrise unterstützen.“

Gleichzeitig begrüßte er, dass Libanon mit einem umfassenden Aktionsplan auf diese Flüchtlingskrise reagiert hat und drückte seine Anerkennung dafür aus, dass das Land seine Grenzen für Menschen offen hält, die vor der Gewalt im Nachbarstaat Syrien fliehen.

Schwerpunkte der EU-Hilfe sind der Ausbau der Krisenbewältigungskapazitäten der libanesischen Institutionen, die Verbesserung des Zugangs zu Einrichtungen für Bildung und frühkindlicher Entwicklung, sowohl für syrische Flüchtlinge wie auch für libanesische Gemeinschaften, von denen die Flüchtlinge - häufig in den Familien – aufgenommen werden, die Stärkung der sozialen und wirtschaftlichen Eigenverantwortung lokaler Gemeinschaften, der Ausbau der bestehenden Strukturen für die Betreuung von Kindern und anderen besonders schutzbedürftigen Gruppen und die Unterstützung palästinensischer Flüchtlinge aus Syrien.

Für die Gruppe der palästinensischen Flüchtlinge sollen 5 Mio. EUR der heute zugesagten 30 Mio. EUR bereitgestellt werden.

Hintergrund

Mit diesen 30 Mio. EUR wird die finanzielle Unterstützung die die Europäische Union für Libanon im Rahmen der Syrien-Krise bereitstellt auf mehr als 90 Mio. EUR für humanitäre und nichthumanitäre Hilfe aufgestockt.

Die Kommission wird mit dieser Sondermaßnahme im Einklang mit den Prioritäten des Krisenaktionsplans der libanesischen Regierung auf die mittel- und längerfristigen Bedürfnisse sowohl der Flüchtlinge aus Syrien als auch der Aufnahmegemeinschaften in den Gebieten Libanons mit hohen Flüchtlingszahlen eingehen.

Die Europäische Union wird weitere Möglichkeiten der Bereitstellung von Mitteln prüfen, um Libanon in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen.

Der Libanon ist zwar das kleinste der Nachbarländer Syriens, hat jedoch die höchste Zahl an Flüchtlingen aufgenommen. Bis zur letzten Märzwoche sind mehr als 400 000 syrische Flüchtlinge sowie schätzungsweise 40 000 palästinensische Flüchtlinge aus Syrien in das Land geströmt.

Gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten ist die EU der größte Geber von Hilfe für syrische Flüchtlinge sowohl in Syrien als auch in den Nachbarländern und hat seit Ausbruch der Krise annähernd 580 Mio. EUR bereitgestellt.

Die bisherige Unterstützung der EU zur Bewältigung der Folgen der Syrien-Krise in Libanon wird hauptsächlich von UN-Agenturen im Land abgewickelt. Sie soll sowohl den dringenden Bedarf an humanitärer Hilfe als auch die mittel- und längerfristigen Bedürfnisse der Flüchtlinge und libanesischen Aufnahmegemeinschaften decken, die sich vor allem in den ärmsten und am meisten vernachlässigten Regionen des Landes befinden.

Weitere Informationen

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit - EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Website von Štefan Füle, EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/fule/

Informationen über die Hilfe im Rahmen der Nachbarschaftspolitik

http://ec.europa.eu/europeaid/where/neighbourhood/index_en.htm

Kontakt :

Anca Paduraru (+32 229 66430)

Peter Stano (+32 229 57484)


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