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EU und Marokko nehmen Verhandlungen über engere Handelsbeziehungen auf

Commission Européenne - IP/13/344   22/04/2013

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Europäische Kommission

Brüssel, 22. April 2013

EU und Marokko nehmen Verhandlungen über engere Handelsbeziehungen auf

Die EU und Marokko läuteten heute die erste Runde der Verhandlungen über eine vertiefte und umfassende Freihandelszone (Deep and Comprehensive Free Trade Area/DCFTA) ein, nachdem Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der marokkanische Premierminister Abdelilah Benkirane am 1. März 2013 die Aufnahme von Verhandlungen offiziell angekündigt hatten.

Die DCFTA soll das bestehende Assoziierungsabkommen aufwerten, das bereits seit 2000 den zollfreien Handel mit vielen Produkten ermöglicht. Die Verhandlungspartner werden in Rabat Gespräche über ein Abkommen führen, das die Handelsbeziehungen in zahlreichen bisher nicht abgedeckten Bereichen wie z. B. Dienstleistungen und öffentliches Beschaffungswesen vertiefen, den Investitionsschutz verbessern und neue Zusagen in den Bereichen Wettbewerb und Rechte des geistigen Eigentums bringen dürfte. Um die Wirksamkeit der bestehenden Freihandelsbestimmungen zu erhöhen, werden die Verhandlungspartner auch versuchen, das Zollsystem zu vereinfachen und Handelshemmnisse abzubauen, die durch inkompatible oder unnötig beschwerliche Industrienormen und Auflagen zur Lebensmittelsicherheit entstehen. Mit einem Kapitel über nachhaltige Entwicklung wird sichergestellt, dass die Liberalisierung des Handels keine Umwelt- oder Sozialnormen und ‑standards gefährdet.

Ich hoffe, dass die Verhandlungen mit Marokko schnell vorankommen und dass sie einen Anreiz für andere Partner im südlichen Mittelmeerraum darstellen, recht bald ähnliche Gespräche aufzunehmen“, sagte der EU-Handelskommissar Karel De Gucht. Die Verhandlungen zeigen, dass die EU fest entschlossen ist, ihre Handels- und Investitionsbeziehungen mit denjenigen Partnern im südlichen Mittelmeerraum auszubauen, die den Weg der politischen und wirtschaftlichen Reformen einschlagen.

Die vertiefte und umfassende Freihandelszone wird Handelshindernisse sowohl an der Grenze als auch hinter den Grenzen beseitigen und somit einen wichtigen Schritt zur schrittweisen Einbindung der marokkanischen Wirtschaft in den EU-Binnenmarkt darstellen. Die „vertiefte“ Integration wird dadurch erreicht, dass Marokko seine handelsbezogenen Vorschriften, Industrienormen, technischen Vorschriften sowie tier- und pflanzengesundheitlichen Maßnahmen an die EU-Vorschriften annähert; zudem wird die Freihandelszone ein „umfassendes“ Spektrum von Feldern abdecken, die die Grundlage für ein modernes, transparentes und stabiles Handels- und Investitionsklima bilden.

Hintergrund

Als Reaktion auf die bedeutenden politischen Entwicklungen in der arabischen Welt erhielt die Europäische Kommission im Dezember 2011 grünes Licht für Verhandlungen mit Ägypten, Jordanien, Marokko und Tunesien über die Schaffung vertiefter und umfassender Freihandelszonen.

Marokko kommt jetzt als erstes der vier Länder an den Verhandlungstisch, nachdem letztes Jahr vorbereitende Gespräche geführt wurden und Präsident Barroso und der marokkanische Premierminister Benkirane am 1. März 2013 die baldige Aufnahme von Verhandlungen vereinbarten.

Die EU ist Marokkos größter Handelspartner; auf sie entfallen etwa 50 % des gesamten Handels des Landes. Der Warenhandel zwischen der EU und Marokko hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugelegt und erreichte 2012 einen Wert von über 26 Mrd. EUR. Der Handel mit Dienstleistungen hat nach den neuesten verfügbaren Daten ein Volumen von 7 Mrd. EUR. Die bilateralen Direktinvestitionsbestände betragen insgesamt fast 29 Mrd. EUR.

Die zweite Verhandlungsrunde ist für Ende Juni in Brüssel angesetzt.

Weitere Informationen

Rede von Präsident Barroso nach seiner Zusammenkunft mit Premierminister Abdelilah Benkirane am 1. März 2013 (auf Französisch) SPEECH/13/177

Handel zwischen der EU und Marokko:

http://ec.europa.eu/trade/creating-opportunities/bilateral-relations/countries/morocco/ (auf Englisch)

Handel zwischen der EU und dem südlichen Mittelmeerraum:

http://ec.europa.eu/trade/creating-opportunities/bilateral-relations/regions/euromed/ (auf Englisch)

Kontakt:

John Clancy (+32 229-53773)

Helene Banner (+32 229-52407)


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