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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 17. April 2013

Terrorismusbekämpfung: Atlas-Verbund bereitet sich auf größte Antiterror-Übung auf EU-Ebene vor

Am 17. und 18. April 2013 kamen dem von der EU finanzierten Atlas-Verbund angeschlossene Antiterror-Spezialeinheiten der EU-Mitgliedstaaten zusammen, um gemeinsam die bislang komplexeste Krisenreaktionssimulation auf europäischer Ebene vorzubereiten. Die Simulation umfasst zeitgleich verübte Terroranschläge in neun EU-Mitgliedstaaten.

Die für den Bereich Inneres zuständige Kommissarin Cecilia Malmström erklärte: „Die Bekämpfung des Terrorismus ist eine der größten Herausforderungen für unsere innere Sicherheit. Terrorismus kennt keine Grenzen, und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit stellt eine komplexe Aufgabe dar, die nur durch Koordinierung unserer Anstrengungen zu bewältigen ist. Ich unterstütze mit aller Kraft die Arbeit des Atlas-Verbunds und bin überzeugt, dass wir mehr denn je der Zusammenarbeit zwischen den Polizeibehörden in Europa bedürfen.“ Die Schaffung gemeinsamer Plattformen für Fortbildung und taktische Maßnahmen, der Austausch von Ausrüstung und die enge Zusammenarbeit in grenzüberschreitenden Gebieten der Mitgliedstaaten tragen zu mehr Professionalität und Fachkompetenz aller Spezialeinheiten bei, was wiederum der öffentlichen Sicherheit zugute kommt.

Die in jüngster Vergangenheit von Einzelpersonen und Gruppen innerhalb und außerhalb Europas verübten Terroranschläge deuten darauf hin, dass die terroristischen Gruppen sehr sorgfältig und koordiniert vorgehen. Die koordinierten Anschläge von Mumbai im Jahr 2008, die 2012 von Al-Qaida verübten Anschläge auf eine algerische Gasproduktionsanlage sowie die jüngsten Bombenanschläge während des Boston-Marathons verdeutlichen, dass sowohl kritische Infrastrukturen als auch sonstige öffentliche Bereiche in einzelnen Ländern und auch grenzübergreifend verstärkt geschützt werden müssen. Um zu gewährleisten, dass EU-weit alle Bürger gleichermaßen geschützt sind, tauscht der Atlas-Verbund bewährte Praktiken und Verfahren aus und führt gemeinsame Übungen durch. Im Rahmen von Vorkehrungen gegen Terroranschläge führen die dem Atlas-Verbund angeschlossenen Antiterror-Einheiten verschiedener Mitgliedstaaten realitätsnahe Simulationen von Terroranschlägen durch.

Die praktische Übung „Common Challenge 2013“ simuliert Terroranschläge in neun EU-Mitgliedstaaten in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens. Dabei stellen unter anderem Kraftwerke, Schulen, Geschäfte und verschiedene Verkehrsträger wie Busse und Züge Ziele von simulierten Terroranschlägen dar. Daher wird „Common Challenge 2013“ als bislang umfassendste Übung dieser Art dazu beitragen, praktische Erfahrungen zu sammeln und Rückschlüsse zu ziehen, wie weitere Verbesserungen im Bereich Vorkehrungen und Krisenreaktion erzielt werden können. Die Generaldirektion Inneres der Europäischen Kommission ist zuständig für die Koordinierung der Simulationsübung, die gemeinsam mit dem von der deutschen Polizei-Spezialeinheit GSG 9 wahrgenommenen Atlas-Vorsitz durchgeführt wird.

Der Atlas-Verbund ist ein hervorragendes praktisches Beispiel für proaktives Vorgehen gegen den Terrorismus. Er veranschaulicht die Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gemäß Artikel 222 des Vertrags von Lissabon, die erheblich zum Schutz der Bürger und der öffentlichen Sicherheit in der EU beitragen.

Hintergrund

Der 2001 geschaffene Atlas-Verbund ist ein Zusammenschluss von Polizei-Spezialeinheiten der 27 EU-Mitgliedstaaten und befasst sich mit der Bekämpfung terroristischer und krimineller Handlungen. Er wird von der Generaldirektion Inneres der Europäischen Kommission finanziert und unterstützt. Ziel des Atlas-Verbunds ist es, eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Polizeieinheiten herbeizuführen sowie durch Fortbildungsmaßnahmen und Austausch bewährter Praktiken deren Fähigkeiten zu verbessern.

Kontakt:

Michele Cercone (+32 2 298 09 63)

Tove Ernst (+32 2 298 67 64)


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