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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 12. April 2013

Kommissarin Vassiliou trifft Marie-Curie-Forschende am CERN

Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, wird die Europäische Organisation für Teilchenforschung (CERN) in Genf, Schweiz, besuchen am 15. April um dort Wissenschaftler und Forschende zu treffen, die von der EU im Rahmen der Marie-Curie-Maßnahmen unterstützt werden. Dabei kommt sie auch mit Mitgliedern des Teams zusammen, das im letzten Sommer das Higgs-Boson entdeckte (IP/12/755), sowie mit Forschenden, die bahnbrechende neue 3D-Bildgebungsverfahren zur Verbesserung von Krebsbehandlungen entwickeln. Für 35 Forschungsausbildungsinitiativen am CERN wurden im Rahmen der Marie-Curie-Maßnahmen insgesamt 44 Mio. EUR an Fördermitteln bereitgestellt.

Das neue Projekt zur Krebstherapie, bekannt als ENTERVISION (European training network in digital medical imaging for radiotherapy), verwendet Elementarteilchen, um hochpräzise, strahlungsbasierte Therapien zu entwickeln, mit denen die Früherkennung von Tumoren sowie die spätere Behandlung verbessert werden sollen. Medizinische 3D-Bildgebungsverfahren geben genauere Informationen als die herkömmliche Röntgentechnik. Das Projekt wurde im Rahmen der Marie-Curie-Maßnahmen mit 3,8 Mio. EUR gefördert.

Kommissarin Vassiliou kommentierte: „CERN und Marie-Curie-Maßnahmen sind ideale Partner, weil sie derselben Philosophie folgen: sie haben sich der wissenschaftlichen Exzellenz zum Nutzen der Gesellschaft verschrieben. Daher hat die Kommission die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament aufgefordert, zu gewährleisten, dass die Marie-Curie-Maßnahmen im künftigen EU-Haushalt mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden. Ich bin stolz darauf, dass die Marie-Curie-Maßnahmen zur Entdeckung des Higgs-Bosons und zu Forschungsprojekten wie ENTERVISION beigetragen haben, die die Krebsbehandlung verbessern werden und eine neue Generation von Forschenden in diesem lebenswichtigen Bereich heranwachsen lassen."

Sechzehn junge Forschende erhalten im Rahmen der vom CERN koordinierten vierjährigen interdisziplinären (nämlich Physik, Medizin, Elektronik, Informatik, Radiobiologie, Ingenieurwissenschaft) Initiative ENTERVISION eine Spezialausbildung. An dem Projekt sind internationale Partner aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor, zehn führende Hochschuleinrichtungen und Forschungszentren sowie die Firma IPA, ein führendes europäisches Unternehmen im Bereich Teilchentherapie, beteiligt.

Während ihres Besuchs wird Kommissarin Vassiliou auch CERN-Generaldirektor Rolf Heuer treffen, um mit ihm die künftige Zusammenarbeit seiner Einrichtung mit der EU, insbesondere im Rahmen der Marie-Curie-Maßnahmen, zu erörtern. Geplant sind auch Gespräche mit dem Schweizer Bundesratsmitglied Johann N. Schneider-Ammann, dem Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung.

Hintergrund

Was sind Marie-Curie-Maßnahmen?

Marie-Curie-Maßnahmen kommen Forschenden in Europa zugute. Verwaltet werden die verschiedenen Aktionsstränge von der Exekutivagentur für die Forschung der Europäischen Kommission. Insgesamt stehen für Marie-Curie-Maßnahmen Mittel in Höhe von 4,7 Mrd. EUR aus dem siebten Forschungsrahmenprogramm (FP7) bereit, dem mit 50 Mrd. EUR ausgestatteten wichtigsten Forschungsförderungspaket der EU im Zeitraum 2007-2013.

Mit den Marie-Curie-Maßnahmen des FP7 wurden 60 000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus knapp 130 Ländern unterstützt. Über die Hälfte der geförderten Forschungstätigkeit ist gesellschaftlichen Herausforderungen wie Gesundheit, Klimawandel und Energieknappheit gewittert. 38 % der geförderten Forschenden sind Frauen. Der Anteil der KMU liegt bei über 50 % aller an den Projekten beteiligten Unternehmen.

Seit 2007 haben 570 Schweizer Projekte insgesamt 220 Mio. EUR im Rahmen von Marie Curie erhalten.

Wie geht es mit den Marie-Curie-Maßnahmen nach 2014 weiter?

Die Maßnahmen werden unter der neuen Bezeichnung Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCM) im Rahmen des Programms Horizont 2020 weitergeführt. Die MSCM werden mit 25 000 unterstützten Doktoranden das wichtigste EU-Programm zur Förderung der Promotion im Exzellenzbereich. Dazu zählen Industriedoktorate, gemeinsame Doktorandenprogramme und andere hochwertige Forschungsausbildungen. Bei den MSCM wird besonderer Wert darauf gelegt, Forschung mit anderen Qualifikationen zu kombinieren, die für hervorragende Beschäftigungsfähigkeit sorgen.

Die Mitgliedstaaten haben sich angesichts des wichtigen Beitrags dieses Programms zu einer intelligenten, nachhaltigen und inklusiven europäischen Wirtschaft darauf geeinigt, die Mittelausstattung für Horizont 2020 in den nächsten sieben Jahren im Vergleich zu 2013 anzuheben. Das Europäische Parlament und der Rat müssen jedoch noch eine endgültige Vereinbarung über das neue Programm treffen.

Was ist CERN?

CERN ist das weltweit führende Labor für Teilchenphysik mit Hauptsitz in Genf. Mitgliedstaaten sind derzeit Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, die Niederlande, Norwegern, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Rumänien ist Beitrittsanwärter. Israel, Serbien und Zypern sind assoziierte Mitglieder in einer Vorstufe zur Vollmitgliedschaft. Indien, Japan, die Russische Föderation, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Türkei, die Europäische Kommission und die Unesco haben Beobachterstatus.

Mehr zum Thema

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Website von Entervision CORDIS

Entervision-Website

CERN

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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