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Kommission begrüßt neuen Bericht über die Schwerpunkte der Post-2015-Entwicklungsagenda

Commission Européenne - IP/13/308   09/04/2013

Autres langues disponibles: FR EN LV

Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 9. April 2013

Kommission begrüßt neuen Bericht über die Schwerpunkte der Post-2015-Entwicklungsagenda

Der für Entwicklung zuständige EU-Kommissar Andris Piebalgs nimmt heute den neuesten Europäischen Entwicklungsbericht (EEB) entgegen, der sich damit befasst, wie globale Maßnahmen die Entwicklungsanstrengungen der ärmstem Länder am wirksamsten unterstützen können.

Der EEB 2013 mit dem Titel: „Post-2015: Global handeln für eine inklusive und nachhaltige Zukunft“ wird nur etwas mehr als einen Monat nach der Veröffentlichung des EU-Vorschlags für einen entwicklungspolitischen Handlungsrahmen für die Zeit nach 2015, dem Zieltermin für die Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele, vorgelegt (der in der Mitteilung „Ein würdiges Leben für alle: Beseitigung der Armut und Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft für die Welt“ zusammengefasst ist).

In dem unabhängigen Bericht wird die Auffassung vertreten, dass zwar der Impuls für Entwicklungsanstrengungen vorrangig von der nationalen Ebene ausgehen muss, aber förderliche internationale Rahmenbedingungen für die Entwicklungsländer bei der Umsetzung ihrer Entwicklungsagenda ebenfalls von zentraler Bedeutung sind. Außerdem wird in dem Bericht auch die Bedeutung eines starken kollektiven Handelns auf internationaler Ebene hervorgehoben und eine Reihe wichtiger potenzieller Antriebskräfte für eine globale Partnerschaft genannt.

Bei der Veranstaltung anlässlich der Berichtsübergabe, erklärte Kommissar Piebalgs: „Ich freue mich, dass der neue EEB, der sich durch große Aktualität und Relevanz auszeichnet, in vielerlei Hinsicht die Arbeit der Kommission ergänzt und unterstützt. Der diesjährige Bericht wird mit seiner eingehenden Analyse und seinen ehrgeizigen Empfehlungen der Diskussion über die Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015 sowohl auf EU- als auch auf internationaler Ebene neue Impulse verleihen“.

Dem Bericht zufolge sollte die Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015 auf den MDG aufbauen, aber auf die Verwirklichung der umfassenderen Vision der Millenniumserklärung und die Förderung einer breitenwirksamen und nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet werden. Dabei bleibt die Beseitigung der Armut nach wie vor ein zentrales Ziel, das allerdings nur durch Strategien, die die Ursachen der Armut breitenwirksam und nachhaltig bekämpfen, erreicht und aufrechterhalten werden kann. Die Verwirklichung dieser Vision verlangt Anstrengungen, die über die MDG und über die reine Entwicklungshilfe hinausgehen.

Aus der Analyse ergeben sich vier zentrale Schlussfolgerungen für die Entwicklungsagenda nach 2015:

  • Die neue Agenda muss als transformative Agenda konzipiert werden, deren Schwerpunkt auf strukturellen wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, der Schaffung von Arbeitsplätzen, der Bekämpfung von Ungleichheit und der Suche nach nachhaltigen Lösungen liegt.

  • Nationale Eigenverantwortlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg: Der neue Rahmen muss der Abstimmung der globalen Ziele auf die nationalen Bedürfnisse und Zielsetzungen stärker Rechnung tragen.

  • Intensivierung des globalen kollektiven Handelns. Dringend erforderlich ist eine Stärkung des kollektiven Handelns im Rahmen einer Weltinnenpolitik. Reichere Länder sollten ihre Unterstützung in den für die Entwicklung wichtigen Bereichen ausbauen, die Politikkohärenz im Interesse der Entwicklung verbessern und sowohl den Umfang als auch die Wirksamkeit der Hilfe stärken.

  • Der neue Rahmen sollte nicht nur die Ziele sondern auch die erforderlichen Instrumente umfassen: Die verfügbaren Instrumente und die damit zu erreichenden Zielvorgaben sollten deutlich hervorgehoben werden.

Hintergrundinformation

Die EEB-Initiative wird von der Europäischen Kommission und sieben EU-Mitgliedstaaten (Deutschland, Finnland, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Schweden und Vereinigtes Königreich) unterstützt. Der EEB ist ein unabhängiger Bericht, der nicht den offiziellen Standpunkt der EU oder ihrer Mitgliedstaaten wiedergibt.

Der Europäische Entwicklungsbericht 2013 wurde von einem unabhängigen Team mit Wissenschaftlern dreier Forschungsinstitute erstellt: Overseas Development Institute (ODI), Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), und European Centre for Development Policy Management (ECDPM). Für die Analyse wurden außerdem vier Fallstudien von einheimischen Forschungsinstituten in Côte d’Ivoire (Cires), Nepal (SAWTEE und Social Science Baha), Peru (IEP und Rimisp) und Ruanda (IPAR) ausgearbeitet.

Weitere Informationen:

Der EEB 2013 und alle damit zusammenhängenden Unterlagen stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung:

http://www.erd-report.eu

MEMO/13/143: Mitteilung: „Ein menschenwürdiges Leben für alle: Beseitigung der Armut und Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft für die Welt“:

Website von Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Entwicklungszusammenarbeit:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/piebalgs/index_en.htm

Website der GD Entwicklung und Zusammenarbeit – EuropeAid:

http://ec.europa.eu/europeaid/index_en.htm

Kontakt:

Alexandre Polack (+32 229-90677)


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