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Bericht zeigt: In der EU sind Frauen in der Forschung immer noch unterrepräsentiert

European Commission - IP/13/303   05/04/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, den 5. April 2013

Bericht zeigt: In der EU sind Frauen in der Forschung immer noch unterrepräsentiert

Obwohl der Anteil der Forscherinnen in Europa wächst, sind Frauen in wissenschaftlichen Disziplinen und Laufbahnen nach wie vor unterrepräsentiert. Dies ist die Aussage der neuesten Ausgabe des Berichts „She Figures“, den die Europäische Kommission heute veröffentlicht hat. Nur 33 % der europäischen Forscher, 20 % der ordentlichen Professoren und 15,5 % der Leiter von Einrichtungen im Hochschulsektor sind Frauen.

Dazu Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: „Trotz einiger in den letzten Jahren erzielter Fortschritte sind Frauen in der Forschung weiterhin eine Minderheit, und eine „gläserne Decke“ trennt vor allem Frauen von Spitzenpositionen. Dies ist eine gravierende Ungerechtigkeit und eine skandalöse Verschwendung von Talenten. In ihren Forschungsprogrammen bemüht sich die Kommission, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern, und sie arbeitet darauf hin, eine tief verwurzelte institutionelle Kultur zu verändern.“

Dem heute vorgelegten Bericht zufolge liegt der Frauenanteil an den Forschenden im Hochschulsektor bei rund 40 %, im staatlichen Sektor bei 40 % und im Unternehmenssektor bei 19 %. Obwohl die Zahl der Forscherinnen in allen Sektoren schneller gestiegen ist als die Zahl ihrer männlichen Kollegen (Forscherinnen: jährlich +5,1 %, Forscher: +3.3 % im Zeitraum 2002 bis 2009), haben Forscherinnen noch immer Schwierigkeiten, Führungspositionen zu erreichen. In der EU kommt in den wissenschaftlichen und administrativen Leitungsgremien im Durchschnitt auf jeweils zwei Männer nur eine einzige Frau.

Im Jahr 2010 lag der Anteil der weiblichen Studierenden (55 %) und Absolventinnen (59 %) über dem Anteil der männlichen Studierenden und Absolventen, doch die Zahl der männlichen Doktoranden und promovierten Hochschulabsolventen war höher als die Zahl der weiblichen Doktoranden und promovierten Hochschulabsolventinnen (49 % bzw. 46 %). Bei der Betrachtung der akademischen Laufbahnentwicklung lässt sich zudem feststellen, dass 44 % der promovierten Forscher in der ersten Laufbahnstufe Frauen sind, dass der Frauenanteil in der höchsten Laufbahnstufe jedoch nur 20 % beträgt. Die Unterrepräsentation der Frauen ist in Bereichen wie den Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften noch ausgeprägter.

Die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine der wichtigsten Prioritäten der Kommission für die Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums (EFR). Die Kommission hat die Mitgliedstaaten zur Beseitigung der Hindernisse aufgefordert, die der Einstellung, dem Verbleib und der Laufbahnentwicklung von Forscherinnen entgegenstehen. Außerdem ist die Kommission bestrebt, gegen ein unausgewogenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern in Führungspositionen vorzugehen.

Hintergrund

„She Figures 2012“ ist die vierte Veröffentlichung einer Reihe von Indikatoren, die für das Verständnis der Lage der Frauen in Wissenschaft und Forschung entscheidend sind. Im Laufe der Zeit hat sich die Liste der Indikatoren zu einer Beschreibung der Beteiligung von Frauen auf allen Ebenen und in allen wissenschaftlichen Disziplinen weiterentwickelt, die von der Hochschulausbildung bis zum Arbeitsmarkt, einschließlich der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, nicht nur in den 27 EU-Ländern, sondern auch in Kroatien, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Island, Israel, Norwegen, der Schweiz und der Türkei reicht.

„She Figures“ wird von der Europäischen Kommission (Generaldirektion Forschung und Innovation und Eurostat) in Zusammenarbeit mit den Statistikkorrespondenten der Helsinki-Gruppe „Frauen in der Wissenschaft“ erstellt.

„She Figures 2012“:

http://ec.europa.eu/research/science-society/index.cfm?fuseaction=public.topic&id=1282&lang=1

Frauen in der Wissenschaft:

http://ec.europa.eu/research/science-society/index.cfm?fuseaction=public.topic&id=1253&lang=1

Europäischer Forschungsraum:

http://ec.europa.eu/research/era/gender-equality-and-gender-mainstreaming_en.htm

Kontakt:

Michael Jennings (+32 2 296 33 88) Twitter: @ECSpokesScience

Monika Wcislo(+32 2 295 56 04)


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