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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 27. März 2013

Vorbereitungen für Kroatien-Beitritt im Soll – Vorlage des ersten Monitoring-Berichts

Die Kommission hat heute ihren ersten Bericht über den Stand der administrativen Vorbereitungen für den EU-Beitritt Kroatiens angenommen. Dem Bericht zufolge schreiten die Vorbereitungen planmäßig voran, so dass alle Maßnahmen bis zum Beitritt am 1. Juli 2013 getroffen sein dürften.

Tatsächlich sind die Vorbereitungen in den meisten Bereichen bereits abgeschlossen: Durchführung von allgemeinen Auswahlverfahren für den europäischen öffentlichen Dienst sowie von Verfahren für die Besetzung von Stellen mit besonderem Anforderungsprofil; Festlegung der Rechte und Pflichten der Bediensteten aus dem neuen Mitgliedstaat; Einstellung der Mitarbeiter/innen, die dem Übergangsteam angehören werden, und des Personals für die neue Vertretung der Kommission in Zagreb; Einrichtung von Diensten für die Integration der kroatischen Bediensteten; immobilienbezogene Maßnahmen; logistische Vorbereitung der Bibliotheken, Europaschulen und Kinderbetreuungseinrichtungen; Anpassung der Informations- und Kommunikationstechnologie an die durch die Neueinstellungen und das Hinzukommen einer weiteren Sprache bedingten Erfordernisse; Veröffentlichung von Informationen in kroatischer Sprache.

Hierzu Vizepräsident Maroš Šefčovič: „Nur wenigen ist bewusst, welche Arbeiten hinter den Kulissen ablaufen, wenn ein Land der EU beitritt. In den vergangenen 20 Jahren konnten wir aber bereits umfangreiche praktische Erfahrungen sammeln, und es ist erfreulich zu sehen, dass die Vorbereitungen für den Beitritt Kroatiens relativ reibungslos vonstattengehen. Ich freue mich darauf, Kroatien bald im Kreise unserer europäischen Familie zu begrüßen.“

Lediglich in fünf Bereichen sind gewisse Verzögerungen festzustellen, deren Folgen aber ohne Probleme zu verkraften sein dürften. Unter anderem ist man in Kroatien mit der Übersetzung des bestehenden Gemeinschaftsrechts (des sogenannten „Acquis“) und seiner Veröffentlichung in kroatischer Sprache im Rückstand (wird das derzeitige Tempo gehalten, dürften die Arbeiten aber rechtzeitig bis zum Beitritt abgeschlossen sein). Auch das Auswahlverfahren für die Einstellung von Personal der mittleren Führungsebene findet mit geringfügiger Verspätung erst im April statt.

Die Kommission hat heute ebenfalls konkretere Zielvorgaben für die Einstellung kroatischer Bediensteter in den einzelnen Generaldirektionen (GD) beschlossen. Bereits im Juli 2012 hatte die Kommission entschieden, 249 kroatische Staatsangehörige als Beamte oder Zeitbedienstete einzustellen: 149 Administrator/innen, darunter 13 mittlere und 4 höhere Führungskräfte, und 100 Assistent/innen. Dieses Ziel sollte bis Ende eines fünfjährigen Übergangszeitraums (1. Juli 2013 – 30. Juni 2018) erreicht sein. Mit der Festlegung konkreter Richtwerte für die einzelnen Generaldirektionen wird gewährleistet, dass die kroatischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Politikbereichen angemessen vertreten sein werden.

Mit dem Beitritt Kroatiens wächst die Bevölkerung der EU um etwa 4,443 Mio. Menschen, die Zahl der Amtssprachen steigt auf 24, und die Fläche der Union vergrößert sich um 56 594 Quadratkilometer.

Kontakt:

Antonio Gravili (+32 2 295 43 17)

Marilyn Carruthers (+32 2 299 94 51)


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