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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 25. März 2013

EU und Japan verstärken Zusammenarbeit beim Katastrophenmanagement

Die EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, und der japanische Minister für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, Akihiro Ohta, haben eine schriftliche Vereinbarung geschlossen, die den Rahmen für den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der EU und Japan beim Katastrophenmanagement vorgibt.

„Naturkatastrophen werden immer häufiger und schwerer. Dies macht uns alle sehr verwundbar. Die dreifache Katastrophe, von der Japan im März 2011 heimgesucht wurde, hat gezeigt, dass unter Umständen sogar sehr gut vorbereitete Länder gegen die Naturgewalten nicht ankommen. Gemeinsam können wir ihnen besser trotzen. Ich bin davon überzeugt, dass der Austausch von Informationen und bewährter Praxis für beide Seiten – die EU und Japan – von Nutzen ist“, erklärte EU-Kommissarin Kristalina Georgieva.

Die Vereinbarung bildet die Grundlage für eine breit gefächerte Zusammenarbeit im Bereich der Katastrophenvorsorge, darunter im Falle großer Naturkatastrophen und vom Menschen verursachter Katastrophen wie Überschwemmungen, Dürren, Erdrutsche und Tsunamis. Die Zusammenarbeit soll Vorbereitungs- und Abwehrmaßnahmen im Hinblick auf Großkatastrophen umfassen und der Berücksichtigung der Anpassung an den Klimawandel im Rahmen des Katastrophenmanagements dienen. Grundgedanke ist dabei, aus den Erfahrungen der anderen zu lernen.

Die Entschlossenheit zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Japan und der EU wuchs im Anschluss an das Erdbeben, den Tsunami und den Reaktorunfall, von denen Japan im Jahr 2011 betroffen war. Auf dem EU-Japan-Gipfeltreffen 2011 haben beide Partner bereits ein ambitioniertes Arbeitsprogramm verkündet, das ein Kapitel über humanitäre Hilfe, Soforthilfe und Katastrophenvorsorge enthält.

Obwohl Japan zu den Ländern gehört, die auf die Bewältigung von Katastrophen mit am besten vorbereitet sind, war die eigene Katastrophenabwehr Japans angesichts des Ausmaßes des Erdbebens und des dadurch ausgelösten Tsunamis auf Unterstützung aus dem Ausland angewiesen. Die EU zeigte sich solidarisch und stellte ein großzügiges Hilfspaket für die Opfer der Katastrophe bereit.

Als Botschafterin der Solidarität der EU mit Japan besuchte EU-Kommissarin Georgieva als erste internationale Spitzenpolitikerin das Land nach der Katastrophe.

Seither wurde der Partnerschaft zwischen der EU und Japan zur Stärkung der Resilienz große Aufmerksamkeit gewidmet. Auch bei der Ausarbeitung des Folgerahmens zum Hyogo-Rahmenaktionsplan unter Federführung der Vereinten Nationen, bei dem es um die Verbesserung der Katastrophenvorsorge in den teilnehmenden Ländern geht, wird diesem Thema hohe Priorität eingeräumt. Beide Partner setzen sich dafür ein, dass Katastrophenvorsorge-Initiativen Eingang in Entwicklungspläne finden und die Auswirkungen von Naturkatastrophen durch Stärkung der Resilienz der Bevölkerung abgefedert werden.

Hintergrund

Nach dem Erdbeben, dem Tsunami und dem Reaktorunfall in Japan im Jahr 2011 vereinbarten die EU und Japan, ihren Dialog und ihre Zusammenarbeit im Bereich der Katastrophenabwehr weiter zu intensivieren. In den letzten beiden Jahren hat der Dienst für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO) die Zusammenarbeit mit den japanischen Behörden in den Bereichen Soforthilfe und Katastrophenvorsorge verstärkt. Die nun geschlossene Vereinbarung bildet eine solide Grundlage, um diese Zusammenarbeit weiter voranzubringen.

Darüber hinaus wollen die EU und Japan enger zusammenarbeiten, um die Erbringung von humanitärer Hilfe in der ganzen Welt nach Maßgabe der Bedürfnisse der von Katastrophen oder Krisen betroffenen Menschen und im Einklang mit den humanitären Grundsätzen zu fördern und zu erleichtern.

Nach der dreifachen Katastrophe in Japan hat die EU rasch und solidarisch reagiert. Fast 400 Tonnen Hilfsgüter wie Schutzausrüstungen und Strahlenmessgeräte wurden von 19 Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt und im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens nach Japan gebracht. Insgesamt belief sich die finanzielle Unterstützung durch die EU und ihre Mitgliedstaaten auf mehr als 17 Mio. EUR. Damit wurden Nahrungsmittel, Unterkünfte sowie sonstige Versorgungs- und Hilfsleistungen für Tausende Erdbeben- und Tsunami-Opfer in Japan finanziert.

Weitere Informationen:

Die humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission für Japan:

http://ec.europa.eu/echo/aid/asia/japan_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Kontakt:

Michael Mann (+32 229-99780)

Eamonn Prendergast (+32 229-98851)

Irina Novakova (+32 229-57517)

David Sharrock (+32 229-68909)


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