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Leistungsanzeiger: EU wird innovativer, aber Kluft zwischen den Ländern vertieft sich

Commission Européenne - IP/13/270   26/03/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 26. März 2013

Leistungsanzeiger: EU wird innovativer, aber Kluft zwischen den Ländern vertieft sich

Die Innovationsleistung in der EU verbessert sich trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise von Jahr zu Jahr, gleichzeitig jedoch vertieft sich die Innovationskluft zwischen den Mitgliedstaaten. Dies geht aus dem aktuellen Leistungsanzeiger der Innovationsunion 2013 hervor, einem von der Europäischen Kommission veröffentlichten Ranking der EU‑Mitgliedstaaten. Zwar haben die innovativsten Länder ihre Leistung weiter verbessert, andere dagegen machen kaum Fortschritte. Insgesamt hat sich das Ranking innerhalb der EU relativ wenig verändert: Schweden hält die Spitzenposition, gefolgt von Deutschland, Dänemark und Finnland. Estland, Litauen und Lettland haben ihre Leistung im letzten Jahr am stärksten verbessert. Wichtigste Antriebskräfte für Innovationen in der EU sind u. a. die KMU, die Vermarktung von Innovationen sowie exzellente Forschungssysteme. Der Rückgang der Unternehmens- und Risikokapitalinvestitionen zwischen 2008 und 2012 hat sich jedoch negativ auf die Innovationsleistung ausgewirkt.

Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Industrie und Unternehmertum, erklärte: „Die diesjährigen Ergebnisse zeigen, dass die Wirtschaftskrise die Innovationstätigkeit in einigen Teilen Europas negativ beeinflusst hat. Wir müssen in Innovation investieren, wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt bewahren und das Wachstum in Europa wiederherstellen wollen. Es gilt, das Unternehmertum zu fördern, denn die KMU haben sich als wichtiger Innovationsmotor erwiesen.“

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, sagte dazu: „Innovation sollte nun ganz oben auf der politischen Tagesordnung sämtlicher Mitgliedstaaten stehen. Laut dem jüngsten Bericht über den Stand der Innovationsunion, der auch heute veröffentlicht wurde, haben wir 2012 in besonders wichtigen Fragen einige Fortschritte gemacht, z. B. beim Einheitspatent oder bei den neuen Vorschriften für Risikokapitalfonds. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, wenn wir einen Innovationsgraben in Europa vermeiden wollen.“

Ergänzend zum Leistungsanzeiger hat die Europäische Kommission heute einen weiteren Bericht veröffentlicht: Der Bericht über den Stand der Innovationsunion belegt, dass die Kommission ihren wichtigsten Selbstverpflichtungen im Rahmen der Innovationsunion großenteils nachgekommen ist.

Eine nach Ländern gegliederte Übersicht über die Innovationsleistung aller 27 Mitgliedstaaten finden Sie hier: MEMO/13/274.

Hintergrund

Im Leistungsanzeiger der Innovationsunion 2013 werden die Mitgliedstaaten in vier Ländergruppen eingeteilt:

  • Innovationsführer: Schweden, Deutschland, Dänemark und Finnland zeigen eine Leistung deutlich über dem EU-Durchschnitt.

  • Innovationsfolger: Die Niederlande, Luxemburg, Belgien, das Vereinigte Königreich, Österreich, Irland, Frankreich, Slowenien, Estland und Zypern haben allesamt eine Leistung über dem EU-Durchschnitt.

  • Mäßige Innovatoren: Italien, Spanien, Portugal, die Tschechische Republik, Griechenland, die Slowakei, Ungarn, Malta und Litauen befinden sich unter dem EU-Durchschnitt.

  • Bescheidene Innovatoren: Die Leistung von Polen, Lettland, Rumänien und Bulgarien liegt weit unter dem EU-Durchschnitt.

Schaubild: Die Innovationsleistung der EU-Mitgliedstaaten

Anmerkung: Die durchschnittliche Leistung wird anhand eines zusammengesetzten Indikators gemessen, in den Daten für 24 Indikatoren einfließen, für die eine Leistungsziffer zwischen 0 (niedrigstes Leistungsniveau) und 1 (höchstes Leistungsniveau) bestimmt wird. Die durchschnittliche Leistung spiegelt aufgrund einer Verzögerung bei der Datenverfügbarkeit die Leistung von 2010/2011 wider.

Was macht die Innovationsführer so erfolgreich?

Die innovativsten Länder in der EU zeichnen sich alle durch starke nationale Forschungs- und Innovationssysteme aus, wobei die Innovationstätigkeit der Unternehmen und des Hochschulsektors eine Schlüsselrolle spielen. Der Unternehmenssektor aller Innovationsführer bringt sehr gute Leistungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung (FuE) und Patentanmeldungen. Darüber hinaus ist ihr Hochschulsektor hoch entwickelt, und es bestehen enge Beziehungen zwischen Industrie und Wissenschaft.

Die EU im internationalen Vergleich

Ein Vergleich mit anderen europäischen Ländern bestätigt die Spitzenposition der Schweiz als Innovationsführer, der alle Staaten der Europäischen Union regelmäßig übertrifft. Die diesjährigen Ergebnisse zeigen außerdem erneut einen Innovationsvorsprung Südkoreas, der USA und Japans vor der EU.

Südkoreas Vorsprung vor der EU nimmt zu; den Rückstand gegenüber den USA und Japan dagegen konnte die EU seit 2008 etwa zur Hälfte aufholen. Sie liegt jedoch noch immer weit hinter den weltweit führenden Ländern, vor allem in den Bereichen FuE‑Aufwendungen von Unternehmen, öffentlich-private Kopublikationen und Patente sowie in der Hochschulbildung. Die EU ist nach wie vor innovativer als Australien, Kanada, Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

Gegenüber China hat die EU ihren Vorsprung eingebüßt. Der Vorsprung vor den anderen BRICS-Staaten ist stabil geblieben, während er sich gegenüber Australien und Kanada vergrößert hat.

Grundlage des Leistungsanzeigers der Innovationsunion 2013 bilden gegenwärtig 24 Indikatoren, die in drei Hauptkategorien und acht Dimensionen unterteilt sind:

Grundlagen“: grundlegende Bausteine zur Förderung der Innovation (Humanressourcen, offene, hervorragende und attraktive Forschungssysteme und Finanzierung und Förderung);

Unternehmenstätigkeiten“: Erfassung der Innovationsbemühungen in den europäischen Unternehmen (Unternehmensinvestitionen, Vernetzung und unternehmerische Initiative sowie Intellektuelles Kapital); und

Outputs“: Vorteile für die Wirtschaft als Ganzes (Innovatoren und wirtschaftliche Auswirkungen, einschließlich Beschäftigung).

Weitere Informationen:

Der vollständige Bericht über den Leistungsanzeiger der Innovationsunion 2013 ist abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/enterprise/policies/innovation/facts-figures-analysis/innovation-scoreboard/index_en.htm

Leistungsanzeiger der Innovationsunion, Bericht über den Stand der Innovationsunion, Innovationsunion, Strategie Europa 2020

Kontakt:

Carlo Corazza (+32 229-51752)

Sara Tironi (+32 229-90403)

Michael Jennings (+32 229-63388) Twitter: @ECSpokesScience

Monika Wcislo (+32 229-55604)


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