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Beschäftigung: 24,3 Mio. Euro aus dem Europäischen Globalisierungsfonds für entlassene Arbeitskräfte in Dänemark, Finnland, Italien, Österreich, Rumänien, Schweden und Spanien

European Commission - IP/13/269   22/03/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 22. März 2013

Beschäftigung: 24,3 Mio. Euro aus dem Europäischen Globalisierungsfonds für entlassene Arbeitskräfte in Dänemark, Finnland, Italien, Österreich, Rumänien, Schweden und Spanien

Die Europäische Kommission hat soeben für Dänemark, Finnland, Italien, Österreich, Rumänien, Schweden und Spanien Mittel aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) bereitgestellt. Mit den insgesamt 24,3 Mio. EUR soll 5271 entlassenen Arbeitskräften in diesen Ländern geholfen werden, wieder einen Arbeitsplatz zu finden. Von den Entlassungen ist eine Vielzahl von Branchen betroffen, u. a. Automobilindustrie, Motorradbau, Mobiltelefonherstellung, Metallproduktion, Elektronikindustrie und soziale Tätigkeiten.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, erklärte: „Der EGF ist ein wirksames Instrument zur Unterstützung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die infolge der Veränderungen im Welthandelsgefüge arbeitslos geworden sind. Auch bei Entlassungen, die durch die Wirtschaftskrise bedingt sind, hat er sich bewährt. Die EU-Kommission begrüßt, dass die Mitgliedstaaten der Weiterführung des EGF auch im nächsten Programmzeitraum 2014-2020 zugestimmt haben.“

Für die insgesamt 24,3 Mio. EUR ergibt sich folgende Aufschlüsselung:

8,2 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 2416 ehemaligen Arbeitskräften von Nokia (1000 in Finnland und 1416 in Rumänien) bereitgestellt, die nach der Verlagerung der Fertigung von Mobiltelefonen nach Asien entlassen worden waren. Genauere Angaben zu den Maßnahmen, die zur Unterstützung der entlassenen Arbeitskräfte vorgeschlagen wurden, sind den Pressemitteilungen IP/12/1122 und IP/12/1123 zu entnehmen.

5,5 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 1350 ehemaligen Arbeitskräften von Saab in Schweden bereitgestellt. Sie hatten ihre Arbeit verloren, weil die Produktion nach Asien verlagert wurde, wo die Nachfrage nach Personenwagen zugenommen hatte. Genauere Angaben zu den Maßnahmen, die zur Unterstützung der entlassenen Arbeitskräfte vorgeschlagen wurden, sind der Pressemitteilung IP/12/1124 zu entnehmen.

5,2 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 350 entlassenen Arbeitskräften in der Steiermark in Österreich bereitgestellt. Grund für die Entlassungen in der steirischen Branche für mobile Sozialdienstleistungen (Bereitstellung mobiler Sozialdienstleistungen für Menschen mit Behinderungen und mobile Jugendarbeit) waren Kürzungen im Sozialbudget infolge der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise. Genauere Angaben zu den Maßnahmen, die zur Unterstützung der entlassenen Arbeitskräfte vorgeschlagen wurden, sind der Pressemitteilung IP/12/1119 zu entnehmen.

2,7 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 502 Personen bereitgestellt, die von zehn Herstellern von Motorrädern bzw. von Zubehör oder Ersatzteilen für Krafträder in Italien entlassen worden waren. Italien ist das Zentrum der europäischen Motorradproduktion. Grund für die Entlassungen war die sinkende Nachfrage nach Motorrädern in ganz Europa. Genauere Angaben zu den Maßnahmen, die zur Unterstützung der entlassenen Arbeitskräfte vorgeschlagen wurden, sind der Pressemitteilung IP/12/1120 zu entnehmen.

1,4 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 153 ehemaligen Beschäftigten von Flextronics in Dänemark, einem Hersteller von Leiterplatten, bereitgestellt. Die Entlassungen waren unmittelbar auf weitreichende Strukturveränderungen im Welthandelsgefüge zurückzuführen, in deren Rahmen ein Teil der Elektronikproduktion nach Asien verlagert wurde. In diesem Fall entschied die Flextronics-Unternehmenszentrale in Singapur, den Standort in Dänemark zu schließen. Genauere Angaben zu den Maßnahmen, die zur Unterstützung der entlassenen Arbeitskräfte vorgeschlagen wurden, sind der Pressemitteilung IP/12/1121 zu entnehmen.

1,3 Mio. EUR werden zur Unterstützung von 500 ehemaligen Beschäftigten der Metallindustrie in Spanien bereitgestellt. Die metallverarbeitende Industrie spielt eine Schlüsselrolle bei der Belieferung einer breiten Palette von Produktionsbetrieben, insbesondere im Schiffbau, im Baugewerbe und in der Automobilindustrie. In allen EU-Ländern hat die Wirtschaftskrise diese Branche hart getroffen, wie dies bereits bei früheren EGF-Anträgen festgestellt wurde. Genauere Angaben zu den Maßnahmen, die zur Unterstützung der entlassenen Arbeitskräfte vorgeschlagen wurden, sind der Pressemitteilung IP/12/1125 zu entnehmen.

Die Zahlungen folgen Vorschlägen, die die Europäische Kommission dem Europäischen Parlament und dem Ministerrat vorgelegt hat, nachdem die betreffenden Länder ihre Anträge auf Unterstützung aus dem EGF eingereicht hatten. Der Rat und das Parlament haben die Vorschläge gebilligt, so dass die Mittel freigegeben werden konnten.

Hintergrund

Seit Aufnahme der Tätigkeit des EGF im Jahr 2007 gingen 106 Anträge über insgesamt ca. 464 Mio. EUR zur Unterstützung von etwa 97 300 entlassenen Arbeitskräften ein. EGF-Anträge werden von immer mehr Mitgliedstaaten für eine zunehmende Anzahl von Branchen gestellt.

Ein offenerer Handel mit Ländern außerhalb der EU ist insgesamt sehr förderlich für Wachstum und Beschäftigung, doch kann er bisweilen auch Arbeitsplätze kosten; hiervon betroffen sind vor allem sensible Branchen und gering qualifizierte Arbeitskräfte. Aus diesem Grund hatte Kommissionspräsident Barroso die Einrichtung eines Fonds vorgeschlagen, der dazu beitragen sollte, in derartigen Fällen die Folgen der Globalisierung abzufedern. Der EGF wurde Ende 2006 eingerichtet; er ist Ausdruck der Solidarität der großen Zahl derer, die vom offenen Handel profitieren, gegenüber den wenigen, die ganz plötzlich mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes konfrontiert sind. Im Juni 2009 wurden die EGF-Bestimmungen geändert, um die Rolle des EGF als Instrument für frühzeitiges Eingreifen im Rahmen der EU-Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu stärken. Die geänderte EGF-Verordnung trat am 2. Juli 2009 in Kraft und gilt für alle Anträge, die vom 1. Mai 2009 bis zum 31. Dezember 2011 gestellt wurden. Da im Rat kein Einvernehmen erzielt wurde, konnte die Funktion des EGF als Kriseninstrument nicht über das Jahr 2011 hinaus verlängert werden.

Ausgehend von den Erfahrungen mit dem EGF seit 2007 und angesichts seines Mehrwerts für die unterstützten Arbeitskräfte und die betroffenen Gebiete hat die Europäische Kommission vorgeschlagen, den Fonds auch im mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 weiterzuführen und seine Arbeitsweise noch zu verbessern. Vorgesehen ist, auch Entlassungen infolge der Wirtschaftskrise zu berücksichtigen und den förderfähigen Personenkreis auf Leiharbeitskräfte und Selbständige auszudehnen.

Weitere Informationen

László Andors Website:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/andor/index_en.htm

EGF-Website

Video-News:

Europe acts to fight the crisis: the European Globalisation Fund revitalised

Facing up to a globalised world – The European Globalisation Fund

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Inklusion unter:

http://ec.europa.eu/social/e-newsletter

László Andor auf Twitter: http://twitter.com/#!/LaszloAndorEU

Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Cécile Dubois (+32 229-51883)


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