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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 18. Januar 2013

Gipfeltreffen EU-CELAC: Europäische Union und Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten wollen Allianzen für Investitionen und nachhaltige Entwicklung schmieden

Führende Vertreter der EU und der Regierungen der EU-Mitgliedstaaten werden am 26. und 27. Januar in Santiago, Chile, an einem Gipfeltreffen mit ihren Amtskollegen aus Lateinamerika und der Karibik teilnehmen, das dem Thema „Allianz für nachhaltige Entwicklung: Förderung von sozial und ökologisch hochwertigen Investitionen“ gewidmet ist. Durch eine Bündelung der wirtschaftlichen, der sozialen und der ökologischen Dimension der bi-regionalen Partnerschaft wird dieser Gipfel der Zusammenarbeit neue Impulse geben und die Annahme gemeinsamer Standpunkte zu globalen Fragen und gemeinsamen Herausforderungen fördern. Die Gipfelgespräche werden sich außerdem mit den politischen Entwicklungen und den zentralen Probleme und Chancen befassen, die derzeit für die EU und die Länder Lateinamerikas und der Karibik eine wichtige Rolle spielen.

Die EU wird auf dem Gipfel durch den Präsidenten des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, und den Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, vertreten. Auch aus den EU-Mitgliedstaaten wird eine hohe Zahl von Teilnehmern erwartet und praktisch alle Staats- und Regierungschefs der lateinamerikanischen und karibischen Länder werden an dem Gipfel teilnehmen, der vom chilenischen Präsidenten und derzeitigen Vorsitzenden der CELAC, Piñera, ausgerichtet wird.

Zur Vorbereitung des Gipfels wird am 25. Januar eine Außenministerkonferenz stattfinden, bei der Catherine Ashton, Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission gemeinsam mit dem chilenischen Außenminister Alfredo Moreno den Vorsitz führen wird. Das zentrale Thema der Konferenz wird „die Förderung von Wachstum und Stabilität“ sein.

Ratspräsident Van Rompuy erklärte: „In Santiago werden wir den strategischen Charakter unserer auf gemeinsamen Werten beruhenden Beziehungen bekräftigen. Wir werden die wichtigsten Herausforderungen, denen die internationale Gemeinschaft gegenübersteht, prüfen und erörtern, wie wir noch besser gemeinsam auf eine Welt mit mehr Gerechtigkeit, Sicherheit und Wohlstand hinarbeiten können. Wir werden sowohl über die regionale Integration als auch über die Zusammenarbeit betreffend internationale Foren sprechen.”

Kommissionspräsident Barroso erklärte: „Unsere langjährige Partnerschaft mit den Ländern Lateinamerikas und der Karibik stützt sich auf die Überzeugung, dass in Anbetracht zunehmender globaler Verflechtungen beide Seiten durch gemeinsame Interessen verbunden sind und aus einer Zusammenarbeit erheblichen Nutzen ziehen. Der Gipfel wird sich mit einem der wichtigsten Aspekte unserer Beziehungen befassen: Investitionen und nachhaltige Entwicklung. Die EU ist nicht nur der größte ausländische Investor in Lateinamerika und den Karibikstaaten, sondern auch ein engagierter Partner bei der Förderung der nachhaltigen Entwicklung. Die Übernahme sozialer und ökologischer Verantwortung muss in Zukunft eine gemeinsame prioritäre Aufgabe unserer beiden Regionen sein.

Die lateinamerikanischen und die karibischen Staaten haben in den letzen Jahren ihre Wirtschaftsleistung erheblich gesteigert (mit einem durchschnittlichen BIP-Wachstum von 4,5 % auf regionaler Ebene in den letzten drei Jahren). Die EU gehört weiterhin zu den wichtigsten Handels- und Investitionspartnern der CELAC-Region insgesamt. Auch durch ihre Mitarbeit im Rahmen der Vereinten Nationen und der G 20 gewinnt diese Region weltweit zunehmend an Bedeutung. Bei einer Reihe von globalen Fragen besteht zwischen der EU und den Staaten der Region bereits eine enge, aber durchaus noch ausbaufähige Zusammenarbeit, unter anderem in den Bereichen Menschenrechte und Todesstrafe, Gleichstellung der Geschlechter, Kinderrechte, Klimawandel und nachhaltige Entwicklung.

Auf der Tagesordnung des Gipfeltreffens stehen Themen wie Handel und Investitionen, Rechtssicherheit, nachhaltige Entwicklung und soziale Verantwortung der Unternehmen. Die Gipfelteilnehmer werden eine gemeinsame Erklärung ausarbeiten, die den internationalen Rahmen, die Fortschritte der bi-regionalen Partnerschaft und die Förderung von wirtschaftlich, sozial und ökologisch hochwertigen Investitionen abdeckt.

Der auf dem letzten EU-LAC-Gipfel im Mai 2010 in Madrid angenommene Aktionsplan soll nun in Santiago erweitert werden. Als neue Aufgabenbereiche sollen die Gleichstellung der Geschlechter und die Förderung von Gleichberechtigung und Chancengleichheit in der Gesellschaft sowie die Stärkung der Investitionstätigkeit aufgenommen werden.

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission Antonio Tajani wird in Chile von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet, die sich mit 51 Vertretern von 40 europäischen Unternehmen und Verbänden aus zehn EU-Mitgliedstaaten zusammensetzt. Dies ist Teil der "Missions for Growth" Initiative, um europäischen Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), zu helfen, am schnellen Wirtschaftswachstum  in Schwellenländern teilzuhaben. Vizepräsident Tajani wird sich mit mehreren Ministern treffen, um die Umsetzung politischer Vereinbarungen vom Juni 2011 zur KMU-Entwicklung, zur industriellen Zusammenarbeit, Tourismus und Raumfahrt zu vertiefen. Auch diskutiert werden Fragen der Förderung von Clustern und Unternehmensnetzwerken, um KMU zu helfen, sich zu internationalisieren.

EU-Handelskommissar Karel De Gucht, der ebenfalls am Gipfel teilnimmt, wird diese Gelegenheit nutzen, um mit seinen Amtskollegen aus den CELAC-Staaten die Handelsagenda zu erörtern, wobei er insbesondere die Sicherung der Fortschritte ansprechen wird, die für die sofortige vorläufige Anwendung der Freihandelsabkommen mit Kolumbien und Peru und die Umsetzung des Handelskapitels des Assoziierungsabkommens mit Zentralamerika unabdingbar sind.

In Santiago wird die EU in Gesprächen auf allen Ebenen auf die Bedeutung eines offenen, transparenten, diskriminierungsfreien, stabilen und unternehmensfreundlichen Umfelds hinweisen und betonen, dass Rechtssicherheit eine wesentliche Voraussetzung für die Stärkung einer qualitativ hochwertigen, sozial verantwortlichen Investitionstätigkeit ist. Sie wird außerdem hervorheben, dass nur der offene Handel und der Verzicht auf protektionistische Maßnahmen die Voraussetzung für Wachstum und Entwicklung schaffen kann. Die EU wird zudem ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den LAC-Partnerländern bei der Förderung des sozialverantwortlichen Handelns von Unternehmen herausstellen, das ein wesentlicher Bestandteil der Investitionsstrategie der EU ist.

Der Gipfel von Santiago ist das siebte Gipfeltreffen dieser Art seit dem ersten EU-LAC-Gipfel in Rio de Janeiro im Jahr 1999, auf dem die strategische Partnerschaft zwischen den beiden Regionen ins Leben gerufen wurde Es ist das erste Gipfeltreffen zwischen der EU und der CELAC - der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten.

Ratspräsident Van Rompuy, Kommissionspräsident Barroso und Handelskommissar De Gucht werden auch an dem Wirtschaftsgipfel teilnehmen, zu dem Geschäftsleute, führende Politiker und Vertreter wirtschaftsrelevanter Einrichtungen beider Regionen eingeladen sind. Zentrales Thema dieses Treffens sind die „Investitionen in Wirtschaftswachstum, soziale Integration und ökologische Nachhaltigkeit“.

Kontakt :

Pia Ahrenkilde Hansen (+32 2 295 30 70)

Dirk De Backer (+32 497 59 99 19)

Maja Kocijancic (+32 2 298 65 70)

Michael Mann (+32 2 299 97 80)

Eamonn Prendergast (+32 2 299 88 51)

Carlo Corazza (+32 2 295 17 52)

Helene Banner (+32 2 295 24 07


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