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Marie-Curie-Maßnahmen: Kommission hat Forschungsstipendien in Höhe von 227 Mio. EUR zu vergeben

European Commission - IP/13/223   15/03/2013

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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 15. März 2013

Marie-Curie-Maßnahmen: Kommission hat Forschungsstipendien in Höhe von 227 Mio. EUR zu vergeben

Die Europäische Kommission ruft zur Einreichung von Bewerbungen für die letzte Tranche der Marie-Curie-Stipendien im Rahmen des laufenden Siebten Rahmenprogramms für Forschung (RP7, 2007 bis 2013) auf. Dieses Jahr wird der höchste je für Marie-Curie-Maßnahmen bereitgestellte Einzelbetrag, nämlich ca. 227 Mio. EUR, für rund 1000 erfahrene Forscher zur Verfügung gestellt. Bis zum 14. August 2013 können Bewerbungen eingereicht werden.

Androulla Vassiliou, die für die Marie-Curie-Maßnahmen zuständige EU-Kommissarin, kommentierte: „In Zeiten knapper Haushaltsmittel müssen wir die öffentlichen Gelder auf Maßnahmen konzentrieren, die von möglichst großem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger und die europäische Wirtschaft sind. Mit unseren Marie-Curie-Stipendien unterstützen wir Spitzenforschung etwa im Gesundheitswesen –, die bahnbrechende Leistungen hervorbringen und das Leben von Millionen Menschen verändern kann. So haben jüngst Marie-Curie-Stipendiaten wegweisende Forschungsarbeiten zur Bekämpfung von Hepatitis C und Malaria durchgeführt.“

Die Marie-Curie-Einzelstipendien fördern die Mobilität der Forscher innerhalb und außerhalb Europas und tragen dazu bei, die besten ausländischen Forscher für einen Forschungsaufenthalt in der EU zu gewinnen. „Mich haben das Prestige und die ausgezeichneten Bedingungen dazu bewogen, mich für ein Marie-Curie-Stipendium zu bewerben. Dank dieses Stipendiums konnte ich in einem anderen europäischen Land arbeiten und umfassende internationale Kontakte knüpfen”, so Armando Arias Esteban aus Madrid, der zwei Jahre am Imperial College in London forschte.

Im Rahmen der neuen Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, die unter das 2014 anlaufende Programm Horizont 2020 fallen, werden weiterhin Einzelstipendien gewährt.

Nähere Bewerbungsinformationen siehe

http://ec.europa.eu/research/participants/portal/page/funding

Hintergrund

Was sind die Marie-Curie-Maßnahmen?

Marie-Curie-Maßnahmen fördern die Laufbahnentwicklung von Forschern in Europa im Rahmen von Finanzierungssystemen, die von der Exekutivagentur für die Forschung der Europäischen Kommission verwaltet werden. Die Mittelausstattung für den Zeitraum 2007-2013 beträgt 4,7 Mrd. EUR. Knapp die Hälfte der Mittel (48 %) wird für die Doktorandenausbildung von Forschern bereitgestellt, während 24 % in Stipendien für Forscher mit mindestens vierjähriger Forschungserfahrung nach Erlangen des Masters fließen. Mit den restlichen Mitteln werden Partnerschaften zwischen Unternehmen und Hochschulen, Laufbahneingliederungsfinanzhilfen (für Forscher, die wieder in die EU zurückkehren), Austauschprogramme und gezielte Fördermaßnahmen (etwa die europäische Forschernacht) finanziert.

Seit 2007 wurden mehr als 4000 Marie-Curie-Stipendien für Forscher von über 90 Nationalitäten gewährt, die in 50 Ländern tätig waren. Nahezu 780 Mio. EUR wurden bislang als Einzelstipendien ausbezahlt, die im Durchschnitt mit 195 000 EUR dotiert sind. Die Finanzhilfe deckt in der Regel das Gehalt für zwei Jahre, eine Mobilitätszulage, die Forschungskosten und die Betriebskosten der Gasteinrichtung ab. Rund 37 % der Finanzhilfeempfänger sind Frauen. Beliebtestes Zielland der Marie-Curie-Stipendiaten ist das Vereinigte Königreich, gefolgt von den USA, Frankreich, Deutschland und der Schweiz. 75 weitere Länder nehmen Marie-Curie-Stipendiaten auf.

Wie funktioniert ein Einzelstipendium?

Die einzelnen Forscher unterbreiten mit der anvisierten Gasteinrichtung abgestimmte Finanzierungsvorschläge. Unabhängige Experten wählen die Forscher aus, denen eine Finanzhilfe gewährt wird. Dabei stützen sie sich auf folgende Kriterien: Exzellenz des Forschers, innovativer Charakter der Forschungsarbeit, Konzept der Fortbildung, von der Gasteinrichtung geleistete Unterstützung und berufliche Zukunftsaussichten des Forschers.

Unterstützt werden drei Arten von Einzelstipendien:

  • Stipendien, die es Forschern ermöglichen, in einem anderen europäischen Land neue Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben (sogenannte Intra-European Fellowships – IEF);

  • Stipendien für Forscher, die eine Fortbildung an einer hochkarätigen Gasteinrichtung in einem Drittland (außerhalb Europas) absolvieren möchten (sogenannte International Outgoing Fellowships – IOF). Die Finanzhilfevereinbarung sieht in diesem Fall vor, dass die Forscher nach Europa zurückkehren und ihr neu erworbenes Wissen weitergeben müssen;

  • Stipendien für Forscher aus Drittländern, die eine Fortbildung in einer Gasteinrichtung in Europa absolvieren möchten (sogenannte International Incoming Fellowships – IIF).

Wie geht es mit den Einzelstipendien nach 2014 weiter?

Im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, die unter das Programm Horizont 2020 fallen, werden weiterhin Einzelstipendien gewährt. Es besteht auch die Möglichkeit eines vorübergehenden Aufenthalts in einer anderen Art von Einrichtung (etwa in einem Unternehmen). Die Einzelheiten des Programms werden derzeit noch von den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament erörtert. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass der erste Aufruf zur Einreichung von Bewerbungen für Einzelstipendien Ende 2013 veröffentlicht wird.

Mehr zum Thema:

Europäische Kommission: Allgemeine und berufliche Bildung

Website von Androulla Vassiliou

Androulla Vassiliou auf Twitter @VassiliouEU

Marie-Curie-Maßnahmen und RP7

Innovationsunion und Strategie Europa 2020

Exekutivagentur für die Forschung

Kontakt:

Dennis Abbott (+32 229-59258); Twitter: @DennisAbbott

Dina Avraam (+32 229-59667)


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