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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 11 Januar 2013

Drei Jahre nach dem Erdbeben in Haiti: EU stellt weitere 30,5 Mio. EUR für humanitäre Hilfe bereit

Brüssel, 7. Januar – Drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti, das mehr als 200 000 Menschenleben forderte und 1,5 Mio. Menschen obdachlos gemacht hat, setzt die EU ihre Unterstützung für das notleidende Land fort und stellt weitere 30,5 Mio. EUR für humanitäre Hilfe bereit.

Der Tropensturm Isaac und der Hurrikan Sandy, die letztes Jahr durch die gesamte Region zogen, haben deutlich gemacht, dass Hunderttausende von Bedürftigen weiterhin Hilfe brauchen. Viele von ihnen leben immer noch in Notunterkünften, auch wenn immer mehr Menschen mittlerweile eine feste Bleibe finden. Beim Zugang zu sauberem Wasser und grundlegender Gesundheitsversorgung, bei der Verbesserung der Sanitärversorgung und der Förderung der Hygiene gibt es noch viel zu tun. Ein zentraler Bereich der humanitären Arbeit in Haiti ist die Fortsetzung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Cholera-Epidemie, einschließlich entsprechender Präventionsmaßnahmen.

„Der EU ist es nach wie vor ein wichtiges Anliegen, Hilfe für Bedürftige in Haiti zu leisten, und das Land beim Wiederaufbau zu unterstützen“, erklärte Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion. „Mit der Hilfe für die Erdbebenopfer wurde bereits viel erreicht. Auf dem Höhepunkt der Krise lebten 1,5 Millionen Menschen in Lagern, mittlerweile ist diese Zahl deutlich zurückgegangen und lag Ende 2012 bei weniger als 350 000. Die Cholera-Epidemie wurde weitgehend eingedämmt. Wir dürfen aber in unseren Bemühungen nicht nachlassen und müssen Haiti die Chance geben, das Land nach dem Erdbeben wieder so aufzubauen, dass es aus dieser Krise gestärkt hervorgeht." Kommissarin Georgieva reist dieses Wochenende nach Haiti.

„Da Haiti extrem anfällig für Naturkatastrophen ist, steht die Stärkung der Widerstandsfähigkeit im Mittelpunkt unserer Bemühungen“, fügte sie hinzu. „Mehrere Gemeinschaften, sowie lokale und nationale Behörden wurden bei der Verbesserung ihrer Kapazitäten zur Katastrophenvorsorge und –abwehr unterstützt.“ Die EU fördert Projekte, Informationskampagnen in Schulen und die Schaffung lokaler „Notfallalarm“-Gruppen und trägt damit dazu bei, die Resilienz der Gemeinschaften und wichtiger Einrichtungen bei künftigen Katastrophen zu steigern.

Mit dem heute angekündigten Betrag von 30,5 Mio. EUR hat die EU seit dem Erdbeben des Jahres 2010 insgesamt 213 Mio. EUR für humanitäre Hilfe in Haiti bereitgestellt. Die neuen Mittel sind vor allem als Unterstützung für Erdbebenopfer bestimmt, die immer noch obdachlos sind, sowie für Cholerakranke und Menschen, die infolge des Wirbelsturms Sandy besonders dringend Unterstützung brauchen.

Hintergrund

Haiti ist in der Region Lateinamerika und Karibik der wichtigste Empfänger humanitärer Hilfe der Europäischen Kommission: Seit 1995 wurden für humanitäre Hilfe in Haiti mehr als 260 Mio. EUR bereitgestellt.

2010 hat die Kommission Mittel in Höhe von 122 Mio. EUR zur Verfügung gestellt, wovon 100 Mio. EUR für humanitären Bedarf nach dem Erdbeben verwendet wurden. Mit diesen Mitteln wurden Unterkünfte, Trinkwasser, Nahrungsmittel und Grundausstattung wie Decken, Küchenutensilien und Hygieneprodukte für rund 5 Millionen Menschen bereitgestellt. Die übrigen 22 Mio. EUR wurden für die Bekämpfung der Cholera-Epidemie eingesetzt und kamen drei Millionen Menschen zugute: finanziert wurden Behandlungseinrichtungen, verbesserte Wasserversorgungs- und Sanitäranlagen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene. An den Hilfsmaßnahmen waren auch andere EU-Institutionen beteiligt. Zudem haben 25 europäische Länder Hilfe im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens geleistet.

2011 wurden 5 Millionen Menschen mit insgesamt 38,5 Mio. EUR unterstützt. Mit der humanitären Hilfe der Kommission werden nicht nur Menschen unterstützt, die noch in Lagern und in Zelten leben, sondern auch Menschen in Gegenden Haitis, die zwar nicht direkt von dem Erdbeben betroffen waren, in denen aber zahlreiche Menschen nach der Katastrophe Zuflucht gesucht haben. Die humanitäre Strategie der EU konzentrierte sich auf drei Schwerpunkte: Hilfsmaßnahmen nach dem Erdbeben und Cholerabekämpfung (26 Mio. EUR), Unterernährung und geburtshilfliche Betreuung (7 Mio. EUR) sowie Katastrophenvorsorge (5,5 Mio. EUR) – vor allem Letzteres ist eine wichtige Priorität der EU in Haiti und wird als Querschnittsaufgabe in allen EU-finanzierten Maßnahmen berücksichtigt.

Im Jahr 2012 hat die GD ECHO 34,25 Mio. EUR für Haiti bereitgestellt. Diese Unterstützung war vor allem auf die folgenden Bereiche ausgerichtet: Unterstützung für Menschen, die in anderen Landesteilen Zuflucht gesucht haben, Bekämpfung der Cholera – die mittlerweile endemisch ist –, Abwehr von Naturkatastrophen, z. B. des tropischen Wirbelsturms Isaac und des Hurrikans Sandy, und Reduzierung des Katastrophenrisikos. Im Rahmen des ECHO-Katastrophenvorsorgeprogramms (DIPECHO) wurden in den Jahren 2011-2012 Katastrophevorsorgemaßnahmen durchgeführt, die 1,3 Mio. Menschen in Haiti zugute kamen und die haitianischen Katastrophenschutzdienste dabei unterstützten, sich besser auf Notfälle vorzubereiten.

Weitere Informationen

Website der GD Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz:

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website von Kommissarin Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt :

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

David Sharrock (+32 2 296 89 09)


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