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Europäische Kommission

Pressemitteilung

Brüssel, 7. März 2013

Beschäftigung: Kommission schlägt Bereitstellung von 3,6 Mio. EUR aus dem Globalisierungsfonds für ehemalige Beschäftigte von Agile S.r.l. in Italien vor

Die Europäische Kommission hat heute vorgeschlagen, Italien einen Finanzbeitrag in Höhe von 3,6 Mio. EUR aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) zu gewähren, damit 856 ehemalige Beschäftigte des IT-Unternehmens Agile S.r.l. Hilfe beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erhalten. Der Vorschlag wird jetzt dem Europäischen Parlament und dem EU‑Ministerrat zur Genehmigung vorgelegt.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, sagte: „Die vorgeschlagene Bereitstellung von 3,6 Mio. EUR aus dem EU-Globalisierungsfonds soll diese ehemaligen Agile-Beschäftigten dabei unterstützen, sich weiterzuqualifizieren und dadurch einen neuen Arbeitsplatz zu finden.“

Italien hat einen Finanzbeitrag aus dem EGF für 1257 Arbeitskräfte beantragt, die von Agile S.r.l. entlassen wurden. Voraussichtlich profitieren 856 der betroffenen Personen von den Maßnahmen, die durch den EGF kofinanziert werden. Das Paket zur Unterstützung der entlassenen Arbeitskräfte umfasst folgende Einzelmaßnahmen: Berufsberatung und Kompetenzbewertung, Outplacement und Unterstützung bei der Arbeitsuche, Berufsbildung und Weiterqualifizierung, Postgraduiertenstudium, Förderung des Unternehmertums, Beihilfen zur Unternehmensgründung, Einstellungsanreize, Mentoring nach der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt, Beihilfen für die Arbeitsuche und Beihilfen zu Sonderausgaben (zum Beispiel Beihilfen für Arbeitskräfte mit betreuungsbedürftigen Angehörigen oder Beihilfen zu Fahrtkosten) sowie Umzugskostenbeihilfen. Die Kosten für das Maßnahmenpaket werden mit insgesamt etwa 5,6 Mio. EUR veranschlagt, wovon der EGF 3,6 Mio. EUR bereitstellt.

Hintergrund

Die stark rückläufige Entwicklung des Informations- und Kommunikationstechnologiesektors in Italien traf Agile S.r.l. besonders hart. Die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise setzten ein, als Agile gerade dabei war, seine Geschäftsstrategie zu ändern und sein Angebot von Call-Center-Diensten auf lokaler Ebene auf integrierte IT-Dienste auf multiregionaler Ebene umzustellen. Angesichts der sinkenden Nachfrage erwiesen sich die Anstrengungen des Unternehmens als unzureichend, was schwere Verluste zur Folge hatte und letztlich zur Insolvenz, verbunden mit Entlassungen, führte.

Die Entlassungen bei Agile erstrecken sich fast auf ganz Italien. Betroffen sind 12 der 19 italienischen Regionen: Piemont, Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna, Toskana, Umbrien, Latium, Kampanien, Apulien, Basilicata, Kalabrien und Sizilien.

Seit Aufnahme der Tätigkeit des EGF im Jahr 2007 gingen 105 Anträge über ca. 454 Mio. EUR zur Unterstützung von etwa 94 500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein. EGF-Anträge werden für zunehmend mehr Branchen und von zunehmend mehr Mitgliedstaaten gestellt.

Ein offenerer Handel mit Ländern außerhalb der EU ist insgesamt sehr förderlich für Wachstum und Beschäftigung, doch kann er bisweilen auch Arbeitsplätze kosten; hiervon betroffen sind vor allem sensible Branchen und gering qualifizierte Arbeitskräfte. Aus diesem Grund hatte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, die Einrichtung eines Fonds vorgeschlagen, der dazu beitragen sollte, in derartigen Fällen die Folgen der Globalisierung abzufedern. Der EGF wurde Ende 2006 eingerichtet; er ist Ausdruck der Solidarität der großen Zahl derer, die von einem offeneren Handel profitieren, gegenüber den wenigen, die ganz plötzlich mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes konfrontiert sind. Im Juni 2009 wurden die EGF-Bestimmungen geändert, um die Rolle des EGF als Instrument für frühzeitiges Eingreifen im Rahmen der EU‑Maßnahmen zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise zu stärken. Die geänderte EGF-Verordnung trat am 2. Juli 2009 in Kraft und gilt für alle Anträge, die vom 1. Mai 2009 bis zum 31. Dezember 2011 gestellt wurden.

Ausgehend von den seit 2007 gewonnenen Erfahrungen mit dem EGF und dessen Mehrwert für die unterstützten Arbeitskräfte und die betroffenen Gebiete hat die Kommission vorgeschlagen, den Fonds auch im mehrjährigen Finanzrahmen 2014‑2020 weiterzuführen und seine Arbeitsweise weiter zu verbessern.

Weitere Informationen

Website von László Andor:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/andor/index_de.htm

EGF-Website

Videos:

Europe acts to fight the crisis: the European Globalisation Fund revitalised

(nur in englischer Sprache verfügbar)

Facing up to a globalised world – The European Globalisation Fund

(nur in englischer Sprache verfügbar)

Abonnieren Sie den kostenlosen E-Mail-Newsletter der Europäischen Kommission zu den Themen Beschäftigung, Soziales und Integration unter

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=371&langId=de

László Andor auf Twitter: http://twitter.com/#!/LaszloAndorEU

Kontakt:

Jonathan Todd (+32 229-94107)

Cécile Dubois (+32 229-51883)


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